Aktuelles

Affiliation

Affiliation

Jedes LLM-Mitglied gibt in allen Publikationen das Department als zweite Affiliation an:

Department Life, Light & Matter
University of Rostock,
18051 Rostock, Germany

Laser als Werkzeug in der Augenheilkunde

Laser als Werkzeug in der Augenheilkunde

DFG fördert Kooperationsprojekt Rostock – Hannover mit 850.000 €

Chirurgische Eingriffe mit dem Laser sind heute nichts Außergewöhnliches mehr. Seitdem das Schneid- und Schweißwerkzeug aus der Industrie in den achtziger Jahren seinen Weg in die Medizin fand, hat sich sein Einsatzspektrum ständig erweitert. Dabei werden Laser besonders häufig in der Augenheilkunde eingesetzt, wobei sich mit verschiedenen Lasern völlig unterschiedliche Wirkungen und Effekte erzielen lassen. In diesem Umfeld der Laser-Gewebe-Wechselwirkung forschen die Physiker Prof. Alexander Heisterkamp vom Institut für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover und Prof. Oliver Stachs aus der Augenklinik der Universitätsmedizin Rostock mit ihren Arbeitsgruppen. Beide arbeiten bereits langjährig und standortübergreifend aus einem Sonderforschungsbereich „Transregio 37: Mikro- und Nanosysteme in der Medizin - Rekonstruktion biologischer Funktionen“ zusammen und sind mittlerweile Freunde. Der Fokus der Rostocker Arbeitsgruppe wird in Richtung Spektroskopie durch Prof. H. Stolz bzw. Dr. K. Sperlich und in Richtung Medizin durch Prof. R. F. Guthoff erweitert. Im Fokus der Hannoveraner Gruppe, die am interdisziplinären Forschungsbau NIFE von Leibniz Universität und Medizinischer Hochschule Hannover forscht, stehen Techniken der Biophotonik zur Diagnose und gezielten Beeinflussung von Zellen und Gewebe durch Laserstrahlung zur Verfügung. Diese werden beispielsweise in den beiden Exzellenzclustern „REBIRTH“ und „Hearing4all “ auf den Feldern der regenerativen Medizin und Hörforschung umgesetzt. Die standortübergeifenden Projekte zur Laser-Gewebe-Wechselwirkungen führten zur Idee mit speziellen laseroptischen Methoden neue Therapiekonzepte für die Behandlung des Keratokonus, einer Erkrankung der Hornhaut des Auges, und der Myopie (Kurzsichtigkeit) zu entwickeln. Der Ansatz adressiert die Möglichkeiten der Optimierung der Behandlungsstrategie und der Minimierung unerwünschter Nebenwirkungen durch eine lokalisierte Kollagenquervernetzung, die auf der Nutzung von ultrakurzen Laserpulsen basiert. Die Idee für das Projekt entstand während einer Tagung der „SPIE Photonics West“ in San Francisco Ende Januar 2016. Nach einer zweijährigen Phase der Konzeption, Antragstellung und Begutachtung wird das Projekt jetzt zu gleichen Teilen mit 850.000 € von der DFG über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. Wesentlich für den Erfolg des Projektes ist auch die Vernetzung der Gruppe innerhalb des Departments Life, Light & Matter der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock, welches Prof. Heisterkamp als wissenschaftlicher Beirat unterstützt.

Forschungsbericht

Das Department LL&M hat sich in seinem zehnten Jahr nach Gründung in diesem Forschungsbericht mit einigen Projekten der Mitglieder vorgestellt. Auf über 60 Seiten ist das Zusammenspiel von Licht und Materie, von chemischen und biologischen Wirkstoffen bis hin zu biomedizinischen Applikationen dargestellt. Das Graduiertennetzwerk LLM, als auch eine Übersicht der Projekte der Mitglieder sowie die Vorstellung des wissenschaftlichen Beirats finden hier Erwähnung. Einige Beiträge werden auszugsweise auf unserer Homepage dargestellt. Die Druckversion kann bei der Departmentsleitung angefordert werden.

Kompetenzen

Das Department betreibt ein breites Spektrum an Grundlagenforschung in disziplinübergreifenden Themenbereichen. Zukunftsorientierte Themen von gesamtgesellschaftlicher, internationaler Relevanz und mit hohem wissenschaftlichen Anspruch stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Einige Projekte der Mitglieder sind hier aufgelistet.


Forschungsbau

Übersicht

Der Forschungsbau des Departments ist eine ideale Forschungsumgebung für eine interdisziplinäre Projektbearbeitung in dem auch die fünf untenstenden Kompetenzzentren angesiedelt sind. Die Labore stehen den Mitgliedern des Departments LL&M zur Verfügung.

Intersurf
InterSurf
NMR
NMR
Calor
Calor
Mikroskopie und Spektroskopie
Mikroskopie und Spektroskopie
Massen- spektroskopie
Massen- spektroskopie
Übersicht Forschungsbau
Übersicht Forschungsbau

Department LL&M - Albert-Einstein Str. 25 - 18059 Rostock

Department LL&M - Albert-Einstein Str. 25 - 18059 Rostock

Artikel- und Newsarchiv

Gesundeitsforschung im Umfeld der Departments LL&M

Gesundeitsforschung im Umfeld der Departments LL&M

Zweite Runde beim Exzellenzforschungsprogramm

Fünf Forschungsverbünde in Mecklenburg-Vorpommern erhalten eine Förderung durch das zweite Exzellenzforschungsprogramm des Landes. Davon werden vier Projekte an der Universität Rostock koordiniert. Mit dem Exzellenzforschungsprogramm will das Land die Spitzenforschung stärken. Die Förderung erfolgt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Den fünf geförderten Forschungsverbünden stehen finanzielle Mittel in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro für die Gesundheitsforschung zur Verfügung. Pro Verbund können bis zu zwei Millionen Euro zugewendet werden.

Projekte unter der Federführung der Universität/ Universitätsmedizin Rostock:

1. „Programmierte Herzschrittmacherzellen zur in vitro Medikamententestung (iRhythmics)“
Das gemeinsame Projekt der Universitätsmedizin Rostock mit dem Department Leben, Licht und Materie (Team um Prof. Dr. Robert David), Universitätsmedizin Greifswald, Universität Rostock und Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf adressiert die Generierung und Etablierung programmierter Herzschrittmacherzellen zur Testung von Wirkstoffen in der Petrischale. Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören weltweit zu einer der häufigsten Todesursachen und werden meist von Herzrhythmusstörungen begleitet. Für diese Arrhythmien ist die Identifizierung von Wirkstoffen in einem sehr frühen Stadium der Medikamentenentwicklung von größter Bedeutung. Des Weiteren bietet die Verfügbarkeit solcher Testsysteme wichtige Vorteile bei der Überprüfung der Sicherheit von verschiedensten Arzneimitteln. Die Tests in der Kulturschale können gleichzeitig einen Teil der bisher notwendigen Tierversuche ersetzen. Zudem bildet die Forschung an programmierten Herzschrittmacherzellen langfristig gesehen die Grundlage für die spätere Erzeugung eines Biologischen Schrittmachers in Patienten.

2. „Erforschung neuartige Ansätze zur Bereitstellung verbesserter Gewebeersatzmaterialien auf Basis der hydrostatischen Hochdruckbehandlung (HOGEMA)“
Die hydrostatische Hochdrucktechnologie (HHD) soll die Behandlung von Gewebedefekten mit allogenem Transplantatgewebe ermöglichen und dazu genutzt werden, neue Perspektiven für die Aufbereitung von humanen Allografts aus Stütz- (Knochen, Knorpel) und Bindegewebe (Faszie) zu schaffen. Im Verbundvorhaben HOGEMA soll eine Technologieplattform geschaffen werden, um devitalisiertes allogenes Gewebe nach der HHD-Behandlung schonend und effizient von Zell- und Geweberesten zu befreien, um dieses als strukturell und biomechanisch stabiles Allograft-Transplantat nutzen zu können. Zudem soll im Vorhaben die Bereitstellung von devitalisiertem Gewebe für die Entwicklung und Etablierung von physiologisch-ähnlichen Modellsystemen ermöglicht werden, die nachfolgend anstelle von Tiermodellen für eine Vielzahl von Fragestellungen in der Grundlagenforschung herangezogen werden sollen. Das gemeinsame Projekt der Universitätsmedizin Rostock Universitätsmedizin Greifswald, Universität Rostock, Hochschule Wismar und Fraunhofer-Projektgruppe wird koordiniert durch die Arbeitsgruppe um Prof. Bader der UMR.

Graduiertenworkshop LLM 2018

Graduiertenworkshop LLM 2018

Das Graduiertennetzwerk des Departments Leben, Licht & Materie (LL&M) der Universität Rostock hat sich am 19. Januar 2018 zum 5. Workshop im Forschungsbau getroffen. Mit 17 interdisziplinäre Kurzvorträge aus der Biologie, Chemie und Physik und Informatik sowie aus den Ingenieurswissenschaften und dem Maschinenbau haben wir spannende neue Projekte vorgestellt bekommen. Das Interesse aus dem Departmentsumfeld war groß. Mit bis zu 70 Teilnehmern gab es lebhafte Diskussionen und viele gute Anregungen für die Jungwissenschaftler. Für externe Gastwissenschaftleraus Greifswald und Erlangen wurden alle Vortäge inklusive der Vortragsfolien via Internet übertragen. Unten aufgelistet finden Sie die Kurzzusammenfassung der Vorträge. In der internen Uni Rostock Box des Departments LLM sind alle Vorträge im pdf-Format hinterlegt. Die Fotos zur Veranstaltung finden Sie hier.

Auswahl an Vortragsabstracts des Workshops 2018
Dr. Christopher Rüger - AG Ralf Zimmermann

Dr. Christopher Rüger - AG Ralf Zimmermann

Mass spectrometric evolved gas analysis in the context of petroleomics

Evolved gas analysis, by means of thermal analysis coupled to ultra-high resolution mass spectrometry, is a powerful analytical tool for the in-depth description of petrochemicals and crude oils (Petroleomics) at the molecular level. Intended pyrolysis of macromolecular species, as well as the application of various selective atmospheric pressure ionisation techniques, was used to investigate different complex high-boiling mixtures, such as bitumen, asphaltenes and heavy oils.

Paul Oldorf - SLV MV GmbH

Paul Oldorf - SLV MV GmbH

Cell biology-oriented surface functionalization of titanium implants using ultrashort laser pulses

By structuring titanium surfaces using ultrashort laser pulses, a wide range of different micro- and nanostructures was generated. The surfaces were tested respective to their wettability as well as their influence to the proliferation and morphology of MG-63 osteoblasts.

Kevin Oldenburg - AG Sylvia Speller

Kevin Oldenburg - AG Sylvia Speller

Interactions in Hybrid Nanocomposite Systems studied by Laser-Induced Photoemission Electron Microscopy

By means of spatially and energetically resolved Photoemission Electron Microscopy (PEEM) we study a nanocomposite system consisting of mass-selected silver nanoparticles (≈15 nm diameter) on top of tetracene aggregates. We observe both enhanced and decreased population in the vicinity of nanoparticles, depending on the specific nanoparticle under investigation. The results are discussed in view of particle-molecule aggregate coupling and possible migration as well as annihilation of excitons.

Dr. Martin Bruschewski - AG Sven Grundmann

Dr. Martin Bruschewski - AG Sven Grundmann

MRI Flow Lab - A dedicated MRI laboratory for flow measurements and method development

A unique MRI laboratory has been completed at the Institute of Fluid Mechanics. The laboratory is specifically designed for experiments in fluid flows. The 3 Tesla whole-body MRI scanner can be integrated into various flow circuits with water and other MRI-compatible fluids. Research is focused on the development and validation of flow quantification methods, while the laboratory is also available for other MRI-related research.

Dr. Dirk Hollmann - AG Udo Kragl

Dr. Dirk Hollmann - AG Udo Kragl

Interdisziplinarity research goes international

In the lecture "Interdisciplinary research goes international", three interdisciplinary major projects with Vietnam were presented. The RoHan DAAD SDG Graduate School "Catalysis as Key to Sustainable Resource Management."

Sophie Kussauer - AG Robert David

Sophie Kussauer - AG Robert David

Physiological and pharmacological characterization of cardiac pacemaker cells

Electrophysiological analysis of induced SinoAtrial Bodies (iSABs) on Multi Electrode Arrays (MEA) enables their physiological characterization and thereby investigation of the influence of pharmaceutics like isoprenalin and carbachol.

Julius Zimmermann - SFB Elaine

Julius Zimmermann - SFB Elaine

Analysis and Simulation of Electromagnetic Fields in Bio-Systems

Our research focusses on the development and application of detailed hybrid multidisciplinary multiscale models to analyse electromagnetic fields in bio-systems by means of simulations. In close collaboration with experimentalists we particularly investigate the electrical stimulation of tissues such as bone, brain and cartilage.

Christoph Drobek - AG Seitz

Christoph Drobek - AG Seitz

Buoyant density and shear resistance of human mesenchymal stem cells in cell suspension

We evaluated the density of human mesenchymal stem cells using a technique of cell suspension density measurement to perform shear resistance measurements with a rheometer.

Der Natur auf die Finger schauen

Der Natur auf die Finger schauen

Einzigartiges Hochleistungs-Elektronenmikroskop für die Forscher im Land

v.l.n.r.: Konsortiumsmitglieder: PD Dr. Marcus Frank, Prof. Markus Münzenberg, Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer, Dr. Susanne Radloff, Prof. Olaf Keßler und Dr. Carsten Kreyenschulte

Völlig neue Einblicke in die Welt der Atome und Moleküle gewinnen die Wissenschaftler des Departments Leben, Licht und Materie der Universität Rostock. Die Grundlage bildet eine Förderung in Höhe von 3,6 Mio Euro durch den Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern für ein neuartiges Elektronenmikroskop. Damit wird es erstmals möglich, Untersuchungsobjekte im flüssigen oder gasförmigen Zustand auf atomarer Ebene live zu verfolgen. So können kleinste Veränderungen in lebenden biologischen Zellen im Kontakt mit Nanoteilchen hochaufgelöst beobachtet werden. Mit dem neuen Hochleistungs-Elektronenmikroskop ist sogar die Abbildung einzelner Atome möglich, damit kann beispielsweise die Wirkung von Katalysatoren auf chemische Reaktionen direkt verfolgt werden, genauso wie Vorgänge der Strukturbildung von Leichtbauwerkstoffen. Die Anschaffung wird möglich durch einen erfolgreichen Förderantrag eines interdisziplinären Konsortiums aus Wissenschaftlern der Universität Rostock in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald, der Hochschule Wismar sowie den Leibniz-Instituten für Katalyse, für Ostseeforschung und für Plasmaforschung. Der gemeinsame Antrag konnte sich in einem starken Wettbewerb zahlreicher deutscher Universitäten durchsetzen. Seinen Standort wird das Hochleistungsmikroskop unter dem Dach des Forschungsbaus Leben, Licht und Materie der Universität Rostock finden und dort der interdisziplinären Forschung an den Schnittstellen zwischen Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Medizin neue Möglichkeiten bieten. „Mit der Bewilligung dieses Großgerätes haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Wir freuen uns sehr auf völlig neuartige Einblicke in die Nanowelt der lebenden und festen Materie“, so Professor Keßler vom Lehrstuhl für Werkstofftechnik und Sprecher des interdisziplinären Konsortiums. Nach einer Beschaffungs- und Aufbauphase wird die Inbetriebnahme im Jahr 2019 mit Spannung erwartet.

Alfried Krupp-Förderpreis 2017

Alfried Krupp-Förderpreis 2017

für Physiker Alexander Szameit aus Rostock

Professor Alexander Szameit (Foto: Universität Rostock/Julia Tetzke)

Der Rostocker Physikprofessor Alexander Szameit wird am 23.11.2017 in Essen mit dem „Alfried-Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer 2017“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Million Euro dotiert. Szameit lehrt seit einem Jahr an der Universität Rostock als Professor für Experimentelle Festkörperoptik. „Solch eine Auszeichnung ist eine Ehre für die ganze Universität Rostock“, unterstreicht Rektor Professor Wolfgang Schareck. Alexander Szameit sei ein begeisternder Wissenschaftler, der seinen Forschungsschwerpunkt auch allgemeinverständlich darstellen könne. Zudem sei der Physiker ein Teamplayer, der sich in kurzer Zeit bestens ins Team eingelebt habe, würdigt der Rektor. Den Auswahlgremien der Stiftung lagen 42 Kandidatenvorschläge von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland vor. Der Preis geht an exzellente junge Wissenschaftler, die in ihrem Feld zu den innovativsten und klügsten Köpfen gehören. „Das Geld wird reichen, um vier Doktoranden für fünf Jahre zu beschäftigen“, sagt Szameit. Die Preisträger können die Fördermittel unbürokratisch dafür einsetzen, sich unabhängig von öffentlichen Geldern ein optimales Arbeitsumfeld zu schaffen: Sie können beispielsweise Labor- und Arbeitsplätze einrichten und verbessern, Symposien oder Fachkongresse besuchen sowie Wissenschaftliche Mitarbeiter und spezielle Forschungsgruppen finanzieren. Für ihn sei es eine große Ehre, diese Auszeichnung zu empfangen, sagt der 38-jährige Professor. „Das ist aber gleichzeitig auch Ansporn, noch besser zu werden. Mit dem Alfried Krupp-Förderpreis, so Alexander Szameit in seinen Dankesworten, erhalte er die Möglichkeit, sich über seine bisherigen Forschungsgebiete hinaus neue Themen zu erschließen. Als junger Forscher träume man davon, viele spannende Fragestellungen zu bearbeiten, habe aber allzu häufig mit finanziellen und personellen Engpässen zu kämpfen. „Jetzt öffnen sich einige Türen für mich, die bisher verschlossen schienen. Darauf freue ich mich – auf ein Stück freies Forscherleben!“

Der Schwerpunkt der Forschung von Alexander Szameit ist die Ausbreitung von Licht in künstlichen, strukturierten Medien. Er geht dabei weit über die Grenzen der „klassischen“ Optik hinaus und lässt sich bei der Erarbeitung seiner Forschungsideen von beinahe allen Teilgebieten der Physik inspirieren. Dazu gehören unter anderem die Physik der festen Körper, die Teilchenphysik, die Quantenmechanik, die Atomphysik und sogar die Kosmologie. Die Grundlage seiner Arbeit ist dabei eine neuartige experimentelle Plattform, die er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Blüte entwickelt haben: die „photonischen Wellenleitergitter“. Diese erlauben im Labormaßstab die experimentelle Simulation verschiedener physikalischer Prozesse mittels optischer Methoden, insbesondere auch solcher Prozesse, die labortechnisch mit keiner anderen experimentellen Methode untersucht werden können. Namhafte Fachkollegen zählen die Arbeiten von Alexander Szameit „zum Feinsten, was kürzlich in der modernen Optik erarbeitet wurde“. Sein tiefgehendes Verständnis theoretischer Grundlagen und sein beeindruckendes experimentelles Geschick erlaubten ihm nicht nur, praxis-orientierte Entwicklungen voranzutreiben, sondern auch sehr grundlegende Fragen der Physik aufzugreifen und experimentell zu überprüfen. Dies hat er beispielsweise 2013 mit einer aufsehen-erregenden Arbeit demonstriert, in der er mit seinem Team erstmals den experimentellen Nachweis für theoretische Erkenntnisse der beiden Physik-Nobelpreisträger von 2016, Duncan Haldane und David Thouless, erbrachte. „Der Preisträger“, so die Kuratoriumsvorsitzende Ursula Gather, „beherrscht die Konzeption physikalischer Experimente so virtuos, dass es ihm gelungen ist, grundlegende Fragen der Physik auf gänzlich neue Art zu behandeln. Er bringt das Licht dazu, wie er selbst sagt, „Dinge zu tun, die es freiwillig nie tun würde.“ In seiner Laudatio würdigte Professor Immanuel Bloch vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching die Forschungsleistungen des Preisträgers: „Alexander Szameit ist einer der Wegbereiter des neuen, innovativen Forschungsgebiets der topologischen Photonik und der integrierten Quantenoptik. In seinen Arbeiten kann er Lichtleiter gezielt in Festkörperstrukturen schreiben und so das Licht nahezu magisch geschützt um Hindernisse leiten. Damit eröffnen sich völlig neue Wege für grundlegende Experimente in der Quantenoptik, aber auch für technologische Anwendungen im wichtigen Bereich der Photonik.“

Ein MRT für Forscher im Maschinenbau

Ein MRT für Forscher im Maschinenbau

Nach mehreren Jahren harter Arbeit freut Professor Sven Grundmann sich über den Magnetresonanztomgraphen (MRT)

Ein MRT im Maschinenbau? „Ja“, sagt Professor Sven Grundmann, Inhaber des Lehrstuhls für Strömungsmechanik der Universität Rostock. Die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik wird die erste Maschinenbaufakultät in Deutschland sein, die mit einem eigenen Magnetresonanztomographen (MRT) ingenieurwissenschaftliche Probleme lösen wird. Das Gerät ist als äußerst vielseitiges Messgerät angeschafft worden. Neben der Bearbeitung ingenieurwissenschaftlicher Forschungsfragen wird mit dem MRT-Labor im Maschinenbau zudem medizinische Forschung ermöglicht. Mit der medizinisch motivierten Forschung gebe es sogar die Chance, medizinische Diagnosemöglichkeiten weiter zu verbessern. „Dass man mit diesem Verfahren nicht nur Bilder von organischen Geweben erzeugen, sondern auch andere physikalische Eigenschaften, wie Dichte, Konzentration, Temperatur oder auch Geschwindigkeiten erfassen kann, ist schon seit Jahrzehnten bekannt“, sagt Grundmann. Das Problem sei jedoch die Zugänglichkeit der großen MRTs (Ganzkörper) in den Kliniken. Aus guten Gründen seien diese Geräte nur für medizinische Zwecke verfügbar. „Ich bin stolz auf meine Fakultät und meine Universität, dass sie den Mut und die Vorstellungskraft bewiesen haben, solch ein Labor einzurichten, um ohne die Einschränkungen, die in Kliniken angewandt werden müssen, ganz frei mit diesem faszinierenden Messgerät arbeiten zu können.

Impressionen aus dem Forschungsbau LL&M

Nanofinger:

Nanofinger:

Können wir einzelne Nanoteilchen oder gar Atome gezielt verschieben und so Landschaften im Nanometer-Bereich aufbauen? Das gelingt mit einem Rastersondenmikroskop, dessen Innerstes hier gezeigt ist und das über zwei Spitzen verfügt, die sich mit atomarer Auflösung bewegen lassen.

Physics of Life, Light and Matter (Master of Science)

Titelbild (web)
Zulassungsmodalitäten/Formales

Einstieg in ein höheres Fachsemester

Studieninteressierte haben die Möglichkeit, aufgrund bereits erbrachter Studienleistungen (in einem anderen Studiengang und/oder an einer anderen Hochschule) einen Studienplatz in einem höheren Semester anzustreben. Dabei gilt, ähnlich wie für das 1. Fachsemester, eine Unterscheidung zwischen zulassungsfreien und zulassungsbeschränkten Studiengängen. Weitere Informationen und eine Übersicht über die Zulassungsbeschränkungen im höheren Fachsemester finden Sie auf der Seite zum Einstieg in ein höheres Fachsemester.


Generelle Informationen zum Einstieg in ein höheres Fachsemester finden Sie hier.

Kontakt/Ansprechpartner zu diesem Studiengang

Studienbüro

Name und Bereich
Frau Müller

Telefon
+49 381 498-6703

E-Mail
studienbuero.physik@uni-rostock.de

Adresse
Albert-Einstein-Str. 24, 18059 Rostock, Raum 104

Sprechzeiten

Montag 9:00 -11:30 und 14:00 -15:30
Dienstag 9:00 -11:30 und 14:00 -15:30
Mittwoch geschlossen
Donnerstag 9:00 -11:30
Freitag 9:00 -11:30

Individuelle Termine nach Vereinbarung möglich


Veranstaltungen/den Studiengang kennenlernen

Reguläre Lehrveranstaltungen, die für Schülerbesuche geeignet sind

Lehrveranstaltung 1


Veranstaltungsnummer
0123456

Veranstaltungsort und Raum
Albert-Einstein-Straße 2, 18059 Rostock Großer Hörsaal

Termin
Montags 15:00 Uhr

Dozent
durchführender Dozent

Webseite
www.example.com

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