Die Interdisziplinäre Fakultät stellt sich vor

Im Jahr 2007 – 588 Jahre nach ihrer Gründung – hat sich die Universität Rostock drei Profillinien gegeben. Im Juni 2010 ist eine vierte Profillinie hinzugekommen. Organisiert werden Forschung und Lehre zu diesen Feldern in den Departments der Interdisziplinären Fakultät. Mit dieser Institutionalisierung der thematischen Konzentration und der fachübergreifenden Kooperation beschreitet die Universität nicht nur wissenschaftspolitisches Neuland. Sie verbindet die neue Struktur auch mit einer klaren Vision. Sie will zu diesen ausgewählten Themen ihre umfassenden Expertisen bündeln und ausbauen.  

In der Interdisziplinären Fakultät verschmelzen die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und treten über die ursprünglichen Fächergrenzen hinaus in einen engen Dialog miteinander.


Departments:

Aktuelles aus der Interdisziplinären Fakultät

Neues Führungsteam der Interdisziplinären Fakultät

Dekanin Prof. Dr. Elizabeth Prommer
Prodekan Prof. Dr. Thomas Kirste

Prof. Dr. Elizabeth Prommer als Dekanin und Prof. Dr. Thomas Kirste als Prodekan bestätigt

Die Interdisziplinäre Fakultät (INF) an der Universität Rostock steht unter neuer Leitung: Am 31. August haben die INF-Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Elizabeth Prommer zur Dekanin gewählt. Prof. Dr.-Ing. Thomas Kirste wurde als Prodekan bestätigt. Die digitale Wahl des INF-Dekanats hatte Justiziar Dr. Markus Glöckner begleitet.

Das neue INF-Führungsteam amtiert für zwei Jahre. „Als vorrangiges Ziel wollen wir die interdisziplinäre Vernetzung der wissenschaftlichen Forschung innerhalb der Universität als auch nach außen weiter vorantreiben“, betont Dekanin Prommer. Außerdem solle der Schwerpunkt „Computational Analytics" als Querschnittsthema der INF stärker verankert- und gefördert werden. „Die umfangreiche Nutzung von Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens für Fragestellungen der Datenanalyse beinhaltet ein erhebliches Potential für interdisziplinäre fachliche Synergien und methodische Weiterentwicklung“, erläutert Prof. Kirste. Hierzu gehöre auch die Entwicklung von Strategien zur Speicherung von Forschungsdaten, bei denen die Universität Rostock bereits eingebunden ist wie das europäische Programm MARISPACE-X zur Digitalisierung von Meeresgebieten sowie die DFG-geförderte, nationale Initiative zur Forschungsdateninfrastruktur (NFDI4CAT).

Prof. Dr. Elizabeth Prommer ist seit 2011 Direktorin des Instituts für Medienforschung in Rostock sowie Lehrstuhlinhaberin für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Ihr Forschungsfokus liegt auf der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Analyse des Zusammenspiels von Medien, Medienrezeption und Gesellschaft. Aktuell untersucht sie im DFG-Forschungsprojekt „GEP Analysis: Assessing, Understanding, and Modeling the Impact of Gender Equity Policies in the Film Industry“ bis 2024 Ungleichheitsstrukturen in der Filmindustrie in Kooperation mit den Universitäten Glasgow, Alberta/ Kanada, Melbourne/ Australien sowie der Filmuniversität Babelsberg. - Die INF hat Prof. Prommer hat seit Mai 2021 kommissarisch geleitet, zuvor agierte sie als Prodekanin an der Seite von Prof. Dr. Rüdiger Köhling. Seit 2013 ist sie Mitglied im Department "Wissen - Kultur - Transformation", dort auch im Vorstand. Zu ihren interdisziplinären Projekten gehört u. a. die Beteiligung am Antrag für ein interdisziplinäres Graduierten-Kolleg zum Thema „Offshore Windparks“ sowie die Antragsstellung für den Forschungsbau „Digitale Hermeneutik“.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Kirste ist Direktor des Instituts für Visual and Analytic Computing an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock und Leiter der Arbeitsgruppe „Mobile Multimediale Informationssysteme”. Seit 2007 gehört Prof. Kirste dem Vorstand des Departments „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ der Interdisziplinären Fakultät an. Forschungsschwerpunkt von Prof Kirste sind Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens für situationsadaptive Assistenzsysteme, insbesondere im Anwendungsfeld der medizinischen Versorgung von Menschen mit Demenz. Seine Arbeitsgruppe kooperiert in diesem Forschungsgebiet unter anderem mit dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), der Universität Zürich (Universitärer Forschungsschwerpunkt „Dynamik Gesunden Alterns“), dem Toronto Rehab Center (Kanada) und der Charles-Sturt-University (Australien).

Dekanin und Prodekan der Interdisziplinäre Fakultät vertreten die Interessen der INF innerhalb der Universität. Sie wirken u. a. an der Entscheidung über den Erwerb einer Mitgliedschaft in einem der INF-Departments mit, zudem geben sie Stellungnahmen in Berufungsverfahren ab. Die Dekanin ist beratendes Mitglied im Konzil und im Akademischen Senat der Universität Rostock.

 

 

Flüchtlinge gründen in MV

Erfolgreicher Abschluss der Start-up-Initiative 2020/2021

Ausgezeichnete Gründungsideen mit Zukunft in MV von Feven Weldu Semarab, Rateb Hathet und Seyed Ghassem Hosseini von der Start-up-Initiative für Flüchtlinge 2021 (v.l.n.r., Quelle: Sabine Zinzgraf / IHK zu Rostock)

Die Teilnehmer:innen der Start-up-Projektes aus Afghanistan, Eritrea, Iran, Syrien und Palästina haben am 11. Juni in Rostock ihre innovativen Gründungskonzepte präsentiert. Die besten Geschäftsideen wurden von der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) ausgezeichnet. 

Bei dem von WKT-Mitglied Prof. em. Gerald Braun gegründeten und geleiteten Flüchtlings-Start-up handelt es sich um ein „Joint Venture“ der Interdisziplinären Fakultät. In der landesweit einmaligen Initiative engagieren sich interkulturell erfahrene Dozent:innen, ein regionales Firmen-Netzwerk sowie die IHK zu Rostockt. Gefördert wird das landesweit einmalige Projekt vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Details 

 

 

Innovation in Zeiten von Corona

Prof. Michael Leyer zu Auswirkungen der Pandemie auf Unternehmsmitarbeiter:innen

Prof. Dr. Michael Leyer vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Rostock

Hat die Corona-Pandemie das Innovationsverhalten von Firmenmitarbeiter:innen während der Corona-Pandemie verändert? – Entscheidend für eine erfolgreiche Weiterentwicklung eines Unternehmens ist die Beteiligung seiner Mitarbeiter:innen. Das gilt umso mehr im Kontext der Digitalisierung, die Einzelne durch digitale Tools immer stärker dazu befähigt, zu Prozessinnovationen beizutragen. Eine wichtige Frage in diesem Kontext ist, wie sich die Vorstellungskraft von Mitarbeiter:innen auf deren Innovationsverhalten auswirkt. Prof. Dr. Michael Leyer Professor vom Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Rostock hat dazu während der Pandemie zusammen mit Dr. Anna Maria Oberländer von der Universität Bayreuth geforscht. Wie sich Vorstellungsvermögen und Verhalten von Firmenmitarbeitern durch die Corona-Krise verändert haben, berichtet Prof. Leyer im Gespräch mit Tanja Gesk – in der aktuellen Folge des INF-Podcasts „Innovationen in Zeiten von Corona". 

In der interdisziplinären Podcast-Reihe „Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft“ beantworten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock komplexe Fragen zur aktuellen Pandemie:

  • kurz (innerhalb von 15 Minuten)
  • allgemein verständlich,
  • wissenschaftlich fundiert,
  • fächerübergreifend, 
  • alle zwei Wochen 
  • online

Details sowie alle Podcast-Folgen

 

 

Highlights der INF-Forschung

Highlights der INF-Forschung

Mit dem Blick zurück auf dem Weg nach vorn: Höhepunkte der fächerübergreifenden Zusammenarbeit nach zehn Jahren Interdisziplinärer Fakultät (Stand: 2017)

Mare Balticum Fellowship Program

Das Mare Balticum Fellowship Program vereint Elemente zur Förderung der Interdisziplinarität als auch zur Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Rostock. Zu diesem Zweck fördert das Fellowship-Programm Gastaufenthalte (max. 3 Monate) von nationalen sowie internationalen Wissenschaftler*innen.

Über das Mare Balticum Fellowship Program werden einerseits Impulse für die Initiierung und Vorbereitung gemeinsamer Forschungsprojekte gesetzt. Gleichzeitig werden Veranstaltungen für Promovierende und PostDocs der Universität Rostock initiiert, die interdisziplinäre Elemente beinhalten und einen fach- und fakultätsübergreifenden Austausch ermöglichen.

Die Finanzierung des Mare Balticum Fellowship-Programms erfolgt über den Prorektor*in für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock.

Das Mare Balticum Fellowship Program wird seit 2019 jährlich ausgeschrieben.

Informationen zu den aktuellen Fellows sowie Veranstaltungen finden Sie hier.
 

Ocean Technology Campus Rostock als Zukunftscluster ausgezeichnet

Das Zukunftscluster Ocean Technology Campus (OTC) Rostock gewinnt im bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Clusters4Future“. Damit wird die Entwicklung Rostocks zu einem Spitzenstandort der Unterwassertechnologie in den nächsten drei Jahren mit knapp 15 Mio. Euro aus der Zukunftscluster-Initiative gefördert. Das OTC ist nun eins von sieben neuen regionalen Innovationsnetzwerken, die sich Zukunftscluster nennen dürfen. Das gab die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek am 3. Februar 2021 bekannt.

Unter der Koordination der Universität Rostock konnte das Konsortium aus Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Forschungsverbund MV und Rostock Business sowie 13 weiteren regionalen Unternehmen und Start-ups die Jury mit der Qualität seines innovativen Ansatzes überzeugen. „Wir freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg, den unser starkes Netzwerk im engen Miteinander von Forschung und Industrie heute mit dieser Auszeichnung feiern kann“, sagt Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. „Es zahlt sich wieder aus, dass wir bereits vor zehn Jahren mit der Gründung der Interdisziplinären Fakultät die disziplinen-übergreifende Arbeit gefördert haben. Der Zukunftscluster bietet uns nun die herausragende Chance zu einem führenden Standort in der Unterwassertechnologie zu wachsen“, unterstreicht Professor Udo Kragl, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock.

Technologie-Entwicklungen für die nachhaltige Nutzung der Meere werden im OTC-Zukunftscluster in den Aufbau eines innovativ arbeitenden Clusters aus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft integriert. Der im Rostocker Fischereihafen verortete Ocean Technology Campus bietet dafür die ganz reale Plattform zur Vernetzung. In seinen Innovationsfeldern Subsea Mobility & Autonomy, Digital Mission, Ocean Lense, Sustainable Ocean Use und Ocean Open Innovation wird der Cluster in den nächsten drei Jahren an konkreten Forschungs- und Entwicklungs-Projekten arbeiten. Einige decken die gesamte Wertschöpfungskette bis in die Produktentwicklung ab. Dies gelingt durch begleitende innovationsfördernde Projekte, die die Dynamik und Entwicklung aus den Forschungsinstitutionen auf die Unternehmen der Meerestechnik ausdehnen. Es wird somit ein einzigartiges Forschungs-, Wirtschafts- und Ausbildungscluster auf dem Gebiet der Unterwasser-Technik entstehen, das kreative Potenziale bündelt und innovationsfördernde Strukturen schafft.

Das OTC soll so in den nächsten Jahren zu einem international anerkannten Zentrum innovativer maritimer Technologien und Anwendungen werden und deutlich machen, dass Ökologie und Ökonomie nicht im Widerspruch zueinanderstehen müssen.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Udo Kragl
Universität Rostock
Prorektor für Forschung und Wissenstransfer
Tel: +49 381 498-1002
E-Mail: pft@uni-rostock.de


Weitere Informationen:
https://www.inf.uni-rostock.de/mts/otc-rostock
http://BMBF-Wettbewerb »Clusters4Future«: https://www.clusters4future.de/zukunftscluster-initiative

 

Pressemeldung:
Universität Rostock
Martina Kaminski
Tel: 0381 4981029
Fax: 0381 4981031
E-Mail: martina.kaminski@uni-rostock.de

Weitere Informationen aus der Interdisziplinären Fakultät