Die Interdisziplinäre Fakultät stellt sich vor

Im Jahr 2007 – 588 Jahre nach ihrer Gründung – hat sich die Universität Rostock drei Profillinien gegeben. Im Juni 2010 ist eine vierte Profillinie hinzugekommen. Organisiert werden Forschung und Lehre zu diesen Feldern in den Departments der Interdisziplinären Fakultät. Mit dieser Institutionalisierung der thematischen Konzentration und der fachübergreifenden Kooperation beschreitet die Universität nicht nur wissenschaftspolitisches Neuland. Sie verbindet die neue Struktur auch mit einer klaren Vision. Sie will zu diesen ausgewählten Themen ihre umfassenden Expertisen bündeln und ausbauen.  

In der Interdisziplinären Fakultät verschmelzen die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und treten über die ursprünglichen Fächergrenzen hinaus in einen engen Dialog miteinander.


Departments:

Aktuelles aus der Interdisziplinären Fakultät

Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft

Interdisziplinäre Podcast-Reihe über die Corona-Pandemie startet im März

Prof. Dr. Elizabeth Prommer koordiniert die neue Podcast-Reihe der Interdisziplinären Fakultät (Foto: Tom & Lia)
Zum Auftakt der INF-Podcast-Reihe spricht Staatssekretärin Susanne Bowen über die Notwendigkeit von Wissenschaftskommunikation in Pandemie-Zeiten

Kein Thema wird aktuell so kontrovers diskutiert wie Corona: Die globale Covid19-Pandemie stellt unsere Gesellschaft wie auch jeden Einzelnen vor große Herausforderungen und Fragen:

  • Was macht diese globale Pandemie mit unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt?
  • Wie ist die Pandemie historisch einzuordnen? Gab es das schon einmal?
  • Kann die Corona-Pandemie unser demokratisches politisches System gefährden?
  • Kann so eine Pandemie auch positive wirtschaftliche Folgen für eine Gesellschaft haben?
  • Wer erklärt und deutet die Pandemie?

Komplexe Fragen, zu denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock seit Jahren intensiv forschen. In der interdisziplinären Podcast-Reihe „Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft“ geben sie jetzt Antworten: 

Mit eigenen Analysen und prägnanten Kommentaren wollen die Professorinnen und Professoren der Chemie, Demographie, Geschichte, Informatik, Literaturwissenschaft, Mathematik, Medienwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Recht, Soziologie, Theologie und Wirtschaftswissenschaft die Perspektive auf die Corona-Pandemien weiten. Dabei haben sie nicht nur die Gegenwart im Blick, sondern auch vergangene Krisen und Pandemien wie Pest, Cholera oder Spanische Grippe und deren sozialen Folgen. 

Zum Start der 21-teiligen Podcast-Reihe „Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft“ wird über den gegenwärtigen Stellenwert der Wissenschaftskommunikation und ihre medialen Inszenierungen diskutiert. Darüber spricht die Direktorin des Instituts für Medienforschung, Professorin Elizabeth Prommer, mit Staatssekretärin Susanne Bowen vom Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV.  

Die ersten wissenschaftlichen Podcasts ordnen die Pandemie zudem historisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ein:

  • Prof. Dr. Ekkehard Kumbier erläutert die konspirativen Deutungsmuster und Erklärungsmuster für Seuchen, die im Lauf der Geschichte ein immer wieder gebrauchtes Narrativ sind.
  • Prof. Dr. Gabriele Doblhammer und Dr. Achim Dörre untersuchen wie sich unterschiedliches Kontaktverhalten von Frauen und Männern auf die Verbreitung von SARS-Cov-2 auswirkt.
  • Prof. Dr. Lena Steinhoff und Benedikt Alberternst, M.Sc. fragen sich, ob es so etwas wie solidarischen Konsum gibt.

Hörbar in der interdisziplinären Podcast-Reihe „Lernen aus der Krise: Covid-19 und die Folgen für die Gesellschaft“ ab 1. März 2021. Die Links zu allen Folgen werden unter https://www.imf.uni-rostock.de/forschung/kommunikations-und-medienwissenschaft/podcast-lernen-aus-der-krise/ bereitgestellt.

Kontakt:
Prof. Dr. Elizabeth Prommer
Universität Rostock
Interdisziplinäre Fakultät
Tel.: +49 381 498-8900
E-Mail: elizabeth.prommer@uni-rostock.de

 

Ocean Technology Campus Rostock wird als Zukunftscluster ausgezeichnet

Das Zukunftscluster Ocean Technology Campus (OTC) Rostock gewinnt im bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Clusters4Future“. Damit wird die Entwicklung Rostocks zu einem Spitzenstandort der Unterwassertechnologie in den nächsten drei Jahren mit knapp 15 Mio. Euro aus der Zukunftscluster-Initiative gefördert. Das OTC ist nun eins von sieben neuen regionalen Innovationsnetzwerken, die sich Zukunftscluster nennen dürfen. Das gab die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek am 3. Februar 2021 bekannt.

Unter der Koordination der Universität Rostock konnte das Konsortium aus Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Forschungsverbund MV und Rostock Business sowie 13 weiteren regionalen Unternehmen und Start-ups die Jury mit der Qualität seines innovativen Ansatzes überzeugen. „Wir freuen uns sehr über diesen schönen Erfolg, den unser starkes Netzwerk im engen Miteinander von Forschung und Industrie heute mit dieser Auszeichnung feiern kann“, sagt Professor Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. „Es zahlt sich wieder aus, dass wir bereits vor zehn Jahren mit der Gründung der Interdisziplinären Fakultät die disziplinen-übergreifende Arbeit gefördert haben. Der Zukunftscluster bietet uns nun die herausragende Chance zu einem führenden Standort in der Unterwassertechnologie zu wachsen“, unterstreicht Professor Udo Kragl, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock.

Technologie-Entwicklungen für die nachhaltige Nutzung der Meere werden im OTC-Zukunftscluster in den Aufbau eines innovativ arbeitenden Clusters aus Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft integriert. Der im Rostocker Fischereihafen verortete Ocean Technology Campus bietet dafür die ganz reale Plattform zur Vernetzung. In seinen Innovationsfeldern Subsea Mobility & Autonomy, Digital Mission, Ocean Lense, Sustainable Ocean Use und Ocean Open Innovation wird der Cluster in den nächsten drei Jahren an konkreten Forschungs- und Entwicklungs-Projekten arbeiten. Einige decken die gesamte Wertschöpfungskette bis in die Produktentwicklung ab. Dies gelingt durch begleitende innovationsfördernde Projekte, die die Dynamik und Entwicklung aus den Forschungsinstitutionen auf die Unternehmen der Meerestechnik ausdehnen. Es wird somit ein einzigartiges Forschungs-, Wirtschafts- und Ausbildungscluster auf dem Gebiet der Unterwasser-Technik entstehen, das kreative Potenziale bündelt und innovationsfördernde Strukturen schafft.

Das OTC soll so in den nächsten Jahren zu einem international anerkannten Zentrum innovativer maritimer Technologien und Anwendungen werden und deutlich machen, dass Ökologie und Ökonomie nicht im Widerspruch zueinanderstehen müssen.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Prof. Dr. Udo Kragl
Universität Rostock
Prorektor für Forschung und Wissenstransfer
Tel: +49 381 498-1002
E-Mail: pft@uni-rostock.de


Weitere Informationen:

https://www.inf.uni-rostock.de/mts/otc-rostock
http://BMBF-Wettbewerb »Clusters4Future«: https://www.clusters4future.de/zukunftscluster-initiative

 

Pressemeldung:
Universität Rostock
Martina Kaminski
Tel: 0381 4981029
Fax: 0381 4981031
E-Mail: martina.kaminski@uni-rostock.de

Mare Balticum Fellowship Program

Das Mare Balticum Fellowship Programm vereint Elemente zur Förderung der Interdisziplinarität und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zu diesem Zweck fördert das Fellowship-Programm Gastaufenthalte (max. 3 Monate) von nationalen sowie internationalen Wissenschaftler*innen.

Über das Programm werden einerseits Impulse für die Initiierung und Vorbereitung gemeinsamer Forschungsprojekte gesetzt. Gleichzeitig werden Veranstaltungen für Promovierende und PostDocs initiiert, die interdisziplinäre Elemente beinhalten und einen fach- und fakultätsübergreifenden Austausch ermöglichen.

Die Finanzierung des Mare Balticum Fellowship Programm erfolgt über die/den Prorektor*in für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock.

Das Mare Balticum Fellowship Programm wird seit  2019 jährlich ausgeschrieben.

Informationen zu den aktuellen Fellows sowie Veranstaltungen finden Sie hier.
 

Sonderheft über die INF

Sonderheft über die INF

Nach zehn Jahren Interdisziplinärer Fakultät Bilanz zu ziehen, heißt, mit dem Blick zurück den Weg nach vorn zu finden. Mit diesem Heft soll dazu an einige Highlights der interdisziplinären Zusammenarbeit in den letzten Jahren erinnert werden.

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