Die Interdisziplinäre Fakultät stellt sich vor

Im Jahr 2007 – 588 Jahre nach ihrer Gründung – hat sich die Universität Rostock drei Profillinien gegeben. Im Juni 2010 ist eine vierte Profillinie hinzugekommen. Organisiert werden Forschung und Lehre zu diesen Feldern in den Departments der Interdisziplinären Fakultät. Mit dieser Institutionalisierung der thematischen Konzentration und der fachübergreifenden Kooperation beschreitet die Universität nicht nur wissenschaftspolitisches Neuland. Sie verbindet die neue Struktur auch mit einer klaren Vision. Sie will zu diesen ausgewählten Themen ihre umfassenden Expertisen bündeln und ausbauen.  

In der Interdisziplinären Fakultät verschmelzen die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und treten über die ursprünglichen Fächergrenzen hinaus in einen engen Dialog miteinander.


Departments:

Aktuelles

Parlamentarischer Abend der INF - 10 Jahre Interdisziplinäre Forschung

Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens im letzten Oktober lud die Fakultät am 10. April 2018 zum Parlamentarischen Abend in den Landtag des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Unter dem Motto „Interdisziplinäre Forschung als Mehrwert für Mecklenburg-Vorpommern“ stellten Vertreter der vier Departments der Fakultät die bisherigen Entwicklungen und Leistungen vor.

Interdisziplinäre Forschung bedeutet für Rostock die innovative fächerübergreifende Zusammenarbeit, die in kollaborativen Forschungsprojekten mündet. Seit der Gründung am 11. Oktober 2007 ist mit den Departments „Leben, Licht und Materie (LL&M)“, „Maritime Systeme (MTS)“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft (AGIS)“ sowie „Wissen – Kultur – Transformation (WKT)“ ein starkes Gefüge miteinander vernetzter Schwerpunkte entstanden. Grenzen zwischen den Fächerkulturen sind aufgebrochen worden. 120 Hochschullehrende gehören mittlerweile der Fakultät an. Diese Form der institutionalisierten interdisziplinären Zusammenarbeit ist einzigartig in der deutschen Universitätslandschaft.

In den letzten 10 Jahren der interdisziplinären Fakultät wurden verschiedene Großforschungsprojekte eingeworben: der Forschungsbau Life Light Matters, verschiedene Sonderforschungsbereiche wie ELAINE oder die Küstenforschungsprojekte BACOSA und Graduiertenkollegs wie zur Deutungsmacht oder zum Kulturkontakt. Hinzu kommen viele Einzelprojekte, Tagungen und Workshops. Auch für die Zukunft stehen eine noch engere Vernetzung und interdisziplinäre Kollaborationen bevor. So wird das Departement WKT einen interdisziplinären geisteswissenschaftlichen Forschungsbau „Kulturtransformation im digitalen Zeitalter: modelling – analyzing – understanding“ beantragen. Das Department AGIS wird sich verstärkt der partizipativen Forschung widmen, um die alternde Gesellschaft zu unterstützen. Das Departement MTS verstärkt seine Forschung als interdisziplinäres Zentrum für Küstenforschung und im Departement LL&M wird der neue Forschungsbau weiter mit exzellenten Projekten gefüllt.