Altern des Individuums und der Gesellschaft

Eine steigende Lebenserwartung und eine niedrige Geburtenraten verändern die Bevölkerungsstruktur tiefgreifend. Der Demografische Wandel gilt als eine der großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Zu seinen Folgen zählen die zunehmende Knappheit an Nachwuchs- und Führungskräften, der Anstieg der Pflegebedürftigkeit und Finanzierungsschwierigkeiten der Sozialversicherungssysteme. Zentrales gesellschaftliches Ziel einer alternden Gesellschaft bleibt die Sicherung des Wohlstands. Das setzt die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Anpassung der Institutionen an demografischen Veränderungen voraus. Wohlstand bedeutet auch, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen, in Gesundheit und mit voller gesellschaftlicher Teilhabe.

Das Department Altern des Individuums und der Gesellschaft sucht hierfür nach neuen Lösungen – auf der Ebene der medizinischen Versorgungs- und Therapieformen, im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und in Bezug auf technische Assistenzsysteme. Voraussetzung hierfür ist eine interdisziplinäre Forschung, die auf Erkenntnissen aus Medizin, Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften aufbaut.

 

Neuigkeiten

Vorstandssitzungen des Departments

Dienstag, 07.12.2021: 14-16 Uhr

Neue Mitglieder des Departments AGIS

Wir begrüßen die neuen Mitglieder des Departments AGIS:                                  Prof. Dr. Britta Gehrke                                                                                                 Prof. Dr. Christian Rode                                                                                         Prof. Dr. Lena Steinhoff

Veranstaltungen

Corona-Podcastreihe "Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft" 

Wissenschaftler*innen der Interdisziplinären Fakultät geben Antworten auf Fragen, die den Einzelnen als auch die Gesellschaft in der Covid19-Pandemie beschäftigen. Weitere Informationen und die Podcast-Folgen finden Sie hier.

 

Virtuelle Veranstaltungsreihe "Partizipative Forschung und Co-Design bei Demenz"

Demenz gilt als eine der größten Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Gesundheits-Innovationen sind dringend erforderlich, um Demenz vorzubeugen, den Krankheitsverlauf zu verzögern und die Belastungen für alle Betroffenen zu verringern. Im Zuge der Digitalisierung gewinnen technische Assistenzsysteme in der Versorgung von Menschen mit Demenz an Bedeutung, bei der Entwicklung neuer Geräte wird die Zielgruppe jedoch häufig nicht berücksichtigt. Dies gefährdet den Einsatz der Technik aufgrund mangelnder Benutzerfreundlichkeit der Geräte.

In einer virtuellen Veranstaltungsreihe ab Mai 2021 werden verschiedene Perspektiven zur partizipativen Forschung und Co-Design bei Demenz aufgezeigt. In mehreren Vorträgen und einem zentralen digitalen Kongress am 09.09.2021 berichten nationale und internationale Forschende von ihren Erfahrungen. Die Beiträge geben auch Einblick in die Methodik partizipativer Forschung selbst und deren Möglichkeiten, in verschiedenen Forschungsfeldern durch Beteiligung der Betroffenen die Akzeptanz und Relevanz der Forschung zu erhöhen.

 

  Datum Referent*in Vortragstitel  
  10.05.2021: 15.00 bis 16.30 Uhr Prof. Dr. Silke Schicktanz, Universitätsmedizin Göttingen „Participatory approaches in Dementia Research: Ethical Consideration, Practical Issues, Challenges”  
  14.06.2021: 15.00 bis 16.30 Uhr Prof. Dr. Urs Granacher, Universität Potsdam „Exercise is Medicine:  Relevance of Exercise for Older Adults“  
  09.09.2021: 10.00 bis 15.00 Uhr Dr. Katrin Grüber, Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft „Requirements and conditions for participatory research”  
  Dr. Dianne Gove, Alzheimer Europe „The contribution of people with dementia to research in the context of Public Involvement”  
  Dr. Louise Hopper, Dublin City University „Some people can listen, but they may not hear" - Evaluating participatory research with people with dementia in Ireland  
  Prof. Dr. Mike Martin, Universität Zürich From studying to improving Quality of Life in couples affected by dementia: About the power of participatory research for science and society  
  Prof. Dr. Stefan Teipel, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Standort Rostock/Greifswald Research priorities of dementia stakeholders and participatory priorities of researchers  
  Dr. Jan Alexandersson, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz Some Experiences with Interdisciplinary and User-Centered R&D Methodologies  
  Dr. Alexandra König, Université Côte d'azur „Personalizing assistive technologies for meaningful engagement”  
  11.10.2021: 15.00 bis 16.30 Uhr  Wiebke Mohr, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Standort Rostock/Greifswald „Formative participatory research with People living with Dementia to design a quantitative preference study for Person-Centered Care"  
  Stefanie Köhler, Universitätsmedizin Rostock „User-centered-design and feasibility study of an assistive technology supporting people with cognitive impairment”  
  Dr. Saskia Kuliga, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Standort Witten „Wayfinding and dementia-sensitive urban design from the perspective of people with dementia“