Wissen im Gespräch - Fragen an Autoren zu Themen unserer Zeit

Gemeinsame Veranstaltungsreihe des interdisziplinären Departments "Wissen – Kultur – Transformation" der Universität Rostock mit der Universitätsbuchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Straße 41, 18055 Rostock). In der modernen Welt ist Wissen zum Rohstoff der gesellschaftlichen Entwicklung geworden. Und eine Universität produziert Wissen: Indem sie Thesen entwickelt, Ideen diskutiert, Antworten hinterfragt. Die Resultate dieser Forschung finden sich nicht zuletzt in Büchern, sie sind die Synthesen meist jahrelanger Arbeiten an einem Thema. Denn ein Buch kann nur schreiben, der sich mit einer Frage auskennt.

Die Reihe "Wissen im Gespräch" befragt Bücher und ihre Autoren zu Themen unserer Zeit, damit deren Wissen Eingang findet in die öffentliche Diskussion. Damit möchte sie dem Rostocker Publikum ein zweifaches Angebot unterbreiten: Wissen zu erhalten von denen, die es entwickeln – und mehr darüber zu erfahren, wie Wissen entsteht.

Psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Alter (21.11.2017)

Psychische Gesundheit und Wohlbefinden im Alter (21.11.2017)

Prof. Dr. Stefan Teipel im Gespräch mit Prof. Dr. Martina Kumlehn

Der Neurowissenschaftler Stefan Teipel stellt im Gespräch mit der Religionspädagogin Martina Kumlehn psychische Veränderungen im Alter mit dem besonderen Aspekt des Erhalts von Lebensqualität und sozialer Teilhabe vor.

Sollten wir nicht alle mehr spielen? (02.05.2017)

Sollten wir nicht alle mehr spielen? (02.05.2017)

Dr. Christian Klager im Gespräch mit Dr. Ekkehardt Kumbier

Sollten wir nicht alle mehr spielen? Spielen bereitet nicht nur Freude, sondern ermöglicht auch einen anderen Blick auf die Welt sowie neue Erkenntnisse. Deshalb ist es als ganzheitliche Methode didaktisch ein Glücksfall. Im Gespräch mit dem Psychiater Ekkehardt Kumbier entwickelt der Philosoph Dr. Christian Klager eine Theorie des Spiels und bedenkt den Menschen als spielendes Wesen.

Dr. Ekkehardt Kumbier ist Privatdozent für Psychiatrie und Psychiatriegeschichte an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Christian Klager (Institut für Philosophie), Autor des Buches: Spiel als Weltzugang: philosophische Dimensionen des Spiels in methodischer Absicht, Weinheim 2016.

Sind Frauen die besseren Diplomaten? (17.01.2017)

Sind Frauen die besseren Diplomaten? (17.01.2017)

Prof. Dr. Nikolaus Werz im Gespräch mit Prof. Dr. Hilard von Thiessen

Als Botschafterinnen und Außenministerinnen sind sie heute nichts Ungewöhnliches mehr. Aber auch früher übten sie, wegen ihres Geschlechts auf informelle Kanäle verwiesen, als Fürstinnen, Regentinnen, Hofdamen, Mätressen und Botschaftergattinnen erheblichen Einfluss in diplomatischen Beziehungen aus. Im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Nikolaus Werz diskutiert der Historiker Hillard von Thiessen über das  „Geschlecht der Diplomatie“.

Com que voz? Mit welcher Stimme spricht der Übersetzer? (19.04.2016)

Com que voz? Mit welcher Stimme spricht der Übersetzer? (19.04.2016)

Prof. Dr. Rafael Arnold im Gespräch mit Prof. Dr. Christiane Reitz

Wie bringt man dem deutschen Leser fremdsprachige Dichtung besser nahe, in Übersetzung oder in einer zweisprachigen Ausgabe? Prof. Dr. Rafael Arnold (Institut für Romanistik), Herausgeber und Übersetzer des portugiesischen Schriftstellers Luís de Camões, diskutierte mit Prof. Dr. Christiane Reitz (Latinistik, Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften) Risiken und Nebenwirkungen zweisprachiger Editionen.

Kontrollierte Freiräume. Das Kabarett in der DDR zwischen MfS und SED (14.01.2016)

Kontrollierte Freiräume. Das Kabarett in der DDR zwischen MfS und SED (14.01.2016)

Dr. Christopher Dietrich im Gespräch mit Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel

Die Kabaretts in der DDR unterlagen zahlreichen staatlichen Beschränkungen und Zensureingriffen. Dennoch gehörten sie zu den wenigen Orten, an denen öffentlich Kritik an den bestehenden Verhältnissen geübt und erlebt werden konnte. Die Studie "Kontrollierte Freiräume. Das Kabarett in der DDR zwischen MfS und SED" des Rostocker Historikers Dr. Christopher Dietrich beleuchtet erstmals das gesamte Spektrum des politisch-satirischen Kabaretts in der DDR, dabei offenbart sich statt eines festen Systems der politischen Kontrolle ein vielschichtiges und dynamisches Wechselverhältnis von Künstlern, Kulturpolitik und dem Ministerium für Staatssicherheit.
Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung "Wissen im Gespräch" des Departments "Wissen – Kultur – Transformation" und der Buchhandlung Hugendubel wird Herr Dietrich am 14. Januar 2016 seinen Band präsentieren und sich den Fragen von Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel (Institut für Germanistik) stellen.
Das Buch erscheint in der neuen Schriftenreihe der Forschungs- und Dokumentationsstelle des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Geschichte der Diktaturen in Deutschland mit dem Titel "Diktatur und Demokratie im 20. Jahrhundert". Die Herausgeber der Reihe – Prof. Dr. Stefan Creuzberger und Dr. Fred Mrotzek – werden diese ebenfalls vorstellen und das dahinterstehende Konzept erläutern.

Warum Rhetorik? Von der Kunst der guten Rede (08.12.2015)

Warum Rhetorik? Von der Kunst der guten Rede (08.12.2015)

Prof. Dr. Stefanie Arend im Gespräch mit Prof. Dr. Albrecht Buschmann

Am Dienstag, den 08. Dezember 2015 findet die nächste Veranstaltung der Reihe "Wissen im Gespräch" im Wintersemester 2015/16 statt. In der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41) wird Prof. Dr. Stefanie Arend (Institut für Germanistik) gemeinsam mit Prof. Dr. Albrecht Buschmann (Institut für Romanistik) zur der Frage "Warum Rhetorik?" diskutieren.
Seit über 2000 Jahren werden gutes Reden und Argumentieren als unverzichtbar gelehrt. Rhetorik wird aber auch seit jeher als Anleitung zur Verführung kritisiert. Es bleibt die Frage: Warum fasziniert und provoziert Rhetorik bis heute? Die Grundlage der Diskussion bildet der Band "Einführung in die Rhetorik und Poetik" (Darmstadt 2012) von Frau Arend.

Lukrez "Über die Natur der Dinge" – oder: Warum ein alter Text so modern ist (30.06.2015)

Lukrez "Über die Natur der Dinge" – oder: Warum ein alter Text so modern ist (30.06.2015)

Prof. Dr. Christiane Reitz im Gespräch mit dem Übersetzer Dr. Klaus Binder

Am Dienstag, den 30. Juni 2015 findet die nächste Veranstaltung der Reihe "Wissen im Gespräch" im Sommersemester 2015 statt. In der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41) wird Prof. Dr. Christiane Reitz gemeinsam mit dem Übersetzer Dr. Klaus Binder zu "Lukrez Über die Natur der Dinge – oder: Warum ein alter Text so modern ist" diskutieren.
Lukrez Über die Natur der Dinge – ein über 2000 Jahre alter Text, dessen Schönheit uns dazu verführt, die Welt ganz neu zu sehen: mit allen Sinnen. Und der darin hochaktuell ist, denn er lässt uns spüren, was falsch lief im Projekt der Moderne. Im Gespräch mit Prof. Dr. Christiane Reitz erläutert der Lukrez-Übersetzer Dr. Klaus Binder die Ideen hinter seiner Prosaübertragung, die in diesem Frühjahr zu einem überraschenden Erfolg wurde.

Mythen heute: Götterberge der Moderne? (05.05.2015)

Mythen heute: Götterberge der Moderne? (05.05.2015)

Prof. Dr. Stephanie Wodianka im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Creuzberger

Am Dienstag, den 05. Mai findet die erste Veranstaltung der Reihe "Wissen im Gespräch" im Sommersemester 2015 statt. In der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41) wird Prof. Dr. Stephanie Wodianka sich den Fragen von Prof. Dr. Stefan Creuzberger stellen zum Thema "Mythen heute: Götterberge der Moderne?". Auf der Grundlage des im Jahr 2014 erschienenen "Metzler Lexikon moderner Mythen" wird darüber diskutiert, wie in der Moderne alles zum Mythos werden kann, aber nicht letztendlich dazu wird und wie Personen, Figuren, Ereignisse, Orte und Konzepte Teile einer neuen Mythologie darstellen. Was hat das Mythische in der Moderne mit antiken Mythen gemeinsam und wie lässt sich seine anhaltende Lebendigkeit erklären?

"Klar und gewaltiglich verteutschen!" – Luthers Sprache und die heutige Bibel (20.01.2015)

"Klar und gewaltiglich verteutschen!" – Luthers Sprache und die heutige Bibel (20.01.2015)

Prof. Dr. Martin Rösel im Gespräch mit Prof. Dr. Ursula Götz

Die Bibelübersetzung Martin Luthers gehört zu den wichtigsten einzelnen Elementen der deutschen Sprache und Kultur. Luther hat in ihr den Grundansatz der Reformation umgesetzt, dass alle Gläubigen Zugang zur Bibel in ihrer Muttersprache haben sollen. Bei dem Bemühen, die biblische Botschaft in der Welt der Leser verständlich zu machen, hat er eine Sprachform gefunden, die wegweisend für die Entwicklung des Hochdeutschen war. Dabei hat er, wie er selbst schrieb "dem Volk aufs Maul" geschaut, aber den Deutschen zugleich Worte in den Mund gelegt, die wir noch heute verwenden. Für das 500. Reformationsjubiläum im Jahr 2017 wird gegenwärtig eine weitere Revision der Lutherbibel vorgenommen, an der Prof. Dr. Martin Rösel von der Theologischen Fakultät maßgeblich beteiligt ist. Im Gespräch mit Prof. Dr. Ursula Götz vom Institut für Germanistik wird er Einblicke in das aufwendige Unternehmen geben und einige der Veränderungen vorstellen, die es künftig an Luthers Bibel geben wird.

Das Kichern aus dem Off – Warum lachen wir über Fernseh-Comedy? (02.12.2014)

Das Kichern aus dem Off – Warum lachen wir über Fernseh-Comedy? (02.12.2014)

Prof. Dr. Wolfgang Bernard im Gespräch mit Prof. Dr. Elizabeth Prommer

Am 02. Dezember diskutiert Prof. Dr. Elizabeth Prommer (Institut für Medienfoschung) ab 20:15 Uhr gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Bernard (Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften) zum "Kichern aus dem Off" – d.h. zu Fragen von Produktion und Rezeption von Komik und Humor im Fernsehen
Auf der Grundlage des Bandes "Fernsehgeschmack, Lebensstil und Comedy" (Prommer, Elizabeth: Fernsehgeschmack, Lebensstil und Comedy. Eine handlungstheoretische Analyse. Konstanz 2012 (Alltag, Medien und Kultur 12)) wird darüber gesprochen, was warum eine komische Wirkung auf das Fernsehpublikum hat, auf welche Weise man zuverlässig ein 'witziges' Fernsehprogramm produzieren kann und wie sich dessen Produktion und Rezeption wissenschaftlich analysieren lassen.

Überwachungswissen – Wie hat Edward Snowden unser Wissen über Überwachung verändert? (25.08.2014)

Überwachungswissen – Wie hat Edward Snowden unser Wissen über Überwachung verändert? (25.08.2014)

Podiumsdiskussion im Rahmen der 4. Interdisziplinären Sommerakademie Rostock (ISAR) "Überwachung und Gesellschaft"

Edward Snowden hat der Weltöffentlichkeit aufgezeigt, dass viele Überwachungsverfahren für Geheimdienste nicht nur technisch vorstellbar sind, sondern tatsächlich in breitem Umfang eingesetzt werden. Die Diskussion um Überwachung ist damit in eine neue Phase eingetreten und kreist um folgende Fragen: Wieviel Überwachung halten wir für notwendig und rechtfertigbar? Wie lassen sich Privatheit und Menschenwürde schützen? Welche gesellschaftlichen Institutionen sollen und können solche Fragen beantworten, Grenzen setzen und für deren Einhaltung sorgen?

Die Podiumsdiskussion ist Teil der 4. Interdisziplinären Sommerakademie Rostock (ISAR) der Universität Rostock, bei der sich ein Kreis auf internationalen Studierenden gemeinsam mit Rostocker Dozentinnen und Dozenten zwei Wochen lang aus wissenschaftlicher Perspektive mit dem Thema "Überwachung und Gesellschaft" auseinandersetzt.

An der Podiumsdiskussion nehmen Teil:
Prof. Clemens H. Cap (Institut für Informatik)
Robert Brumme, M.A. (Institut für Soziologie und Demographie)
Reinhard Dankert (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit in Mecklenburg-Vorpommern)
Dr. Uwe Hornauer (Direktor der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern)
Moderation: Prof. Albrecht Buschmann (Institut für Romanistik)

Bildung! Wissen in Zeiten von PISA (03.06.2014)

Bildung! Wissen in Zeiten von PISA (03.06.2014)

Prof. Dr. Heiner Hastedt im Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Jürgen von Wensierski

In Zeiten von PISA wird unter „Bildung“ vor allem eine messbare Größe für Lernstoff verstanden, den Schule oder Universität in ihre Kundschaft einfüllen. Dabei meint Bildung vor allem Selbstbildung und die möglichst harmonische Entwicklung der ganzen Person. Der Philosoph Prof. Dr. Heiner Hastedt, Herausgeber des Buches „Was ist Bildung?“ (Reclam Verlag), diskutiert am 03. Juni 2014 vor diesem Hintergrund mit dem Bildungswissenschaftler Prof. Hans-Jürgen von Wensierski die Aktualität eines umfassenderen  Bildungsbegriffs.

"Rekonstruktion des Nationalmythos?" – Deutschland, Frankreich und die Ukraine im Vergleich (08.04.2014)

"Rekonstruktion des Nationalmythos?" – Deutschland, Frankreich und die Ukraine im Vergleich (08.04.2014)

Dr. Ludmila Lutz-Auras im Gespräch mit Prof. Dr. Yves Bizeul

Mit dem Titel "Rekonstruktion des Nationalmythos? Deutschland, Frankreich und die Ukraine im Vergleich" findet am 08. April die erste Veranstaltung der Reihe "Wissen im Gespräch" im Sommersemester 2014 statt.

Dr. Ludmila Lutz-Auras und Prof. Dr. Yves Bizeul diskutieren in der Universitätsbuchhandlung Hugendubel über Nationalismus und Patriotismus nach 1954. Die Grundlage für die Diskussion bildet der von Prof. Dr. Yves Bizeul herausgegebene und in 2013 erschienene Sammelband "Rekonstruktion des Nationalmythos? Deutschland, Frankreich und die Ukraine im Vergleich".

Zwei blutige Weltkriege, die furchtbaren Folgen des Nationalsozialismus und des Faschismus haben im Europa nach 1945 nicht zuletzt eine Entzauberung und Dekonstruktion zahlreicher mythischer Nationalerzählungen begünstigt. Mit der Globalisierung ist zudem die politische und ökonomische Handlungsfähigkeit der Nationalstaaten unter Druck geraten. Infolge der Infragestellung der großen politischen Ideoligien des 20. Jahrhunderts und noch offenkundiger nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise lässt sich aber – auch in West- und Osteuropa – ein Wiedererstarken des Nationalismus bzw. Patriotismus und damit auch eine Teilrenaissance der alten nationalen Narrativen beobachten. Die Nation wird in diesem Zuge zum Gegenstand teils heftiger Kämpfe um die Deutungshoheit.

„»Auferstanden aus Ruinen…« – Kirchbauvereine, Gutshausvereine und alternative Lebensgemeinschaften in M-V: Neuer Geist in alten Mauern?“ (15.10.2013)

„»Auferstanden aus Ruinen…« – Kirchbauvereine, Gutshausvereine und alternative Lebensgemeinschaften in M-V: Neuer Geist in alten Mauern?“ (15.10.2013)

Unter dem Titel „,Auferstanden aus Ruinen…’ Kirchbauvereine, Gutshausvereine und alternative Lebensgemeinschaften in MV: Neuer Geist in alten Mauern?“ wird die Reihe „Wissen im Gespräch“ am 15. Oktober 2013 fortgesetzt.

Dabei stehen in der Universitätsbuchhandlung Hugendubel, Kröpeliner Straße 41, verfallene oder baufällige Kirchen, Klöster und Gutshäuser, aber auch um aufgegebene LPGs und verlassene Dörfer in Mecklenburg-Vorpommern im Mittelpunkt. In dem Bundesland hat sich seit der Wende eine erstaunlich lebendige Szene aus alternativen Lebensgemeinschaften, Kirchbau- und Gutshausvereinen entwickelt.
Doch ist aus „Ruinen“ auch ein neuer „Geist“ entstanden? Sind aus den Ruinen neue kulturelle und religiöse Sinngebungen „auferstanden“? Das Buch „Religionshybride“ präsentiert erste Ergebnisse eines gleichnamigen Forschungsprojekts, die in der Veranstaltung mit den Herausgebern diskutiert werden sollen.

Es debattiert Prof. Dr. Thomas Klie (Theologie) mit Wulf Schünemann, Propst der Evangelisch-Lutherischen Propstei Rostock. Moderiert und eingeleitet wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Peter A. Berger (Soziologie). Die beiden Wissenschaftler sind zugleich Projektleiter von „Religionshybride“. Mehr hierzu unter www.inf.uni-rostock.de/wkt/aus-der-forschung/religionshybride/.

 

 

„Wie Übersetzen die Wirklichkeit verändert. Kultur und Technik eines Zugangs zur Welt“ (19.08.2013)

„Wie Übersetzen die Wirklichkeit verändert. Kultur und Technik eines Zugangs zur Welt“ (19.08.2013)

Albrecht Buschmann im Gespräch mit Clemens Cap und Marcos Mendonça

Reihe „Wissen im Gespräch“ beschäftigte sich am 19. August 2013 mit dem Wissen der Übersetzung.

Ohne Übersetzer, ohne Übersetzungen ist die moderne Vielsprachigkeit der Welt nicht zu bewältigen. Was aber passiert genau, wenn eine Sprache erlernt, eingeübt und übersetzt wird? Welche kulturellen und technischen Prozesse begleiten und bestimmen diese Tätigkeit, die immer schon im Zeichen von Machtausübung und Weltaneignung stand? Darüber diskutierten der Informatiker Clemens Cap, der Philologe Albrecht Buschmann sowie der Praktiker Marcos Mendonça, Lehrer an der Rostocker Berlitz-Sprachschule.

Die Veranstaltung mit dem Titel „Wie Übersetzen die Wirklichkeit verändert. Kultur und Technik eines Zugangs zur Welt“ fand im Rahmen der „Internationalen Sommerakademie Rostock“ (ISAR) statt. Letztere stand unter dem Thema „Im Wald der Übersetzungen. Aktuelle Wege und Perspektiven des Übersetzens“, siehe auch www.inf.uni-rostock.de/wkt/veranstaltungen0/summerschoolisar0/.

„Wissenschafts- und Universitätsgeschichte: Erleben – Bewahren – Vergessen“ (09.07.2013)

„Wissenschafts- und Universitätsgeschichte: Erleben – Bewahren – Vergessen“ (09.07.2013)

Gisela Boeck im Gespräch mit Hans-Uwe Lammel

Reihe „Wissen im Gespräch“ beschäftigte sich am 9. Juli 2013 mit den Spuren von bald 600 Jahren Universität Rostock

In einer von der Gegenwart besessenen Zeitgenossenschaft scheinen Geschichtsschreibung und ihre Ergebnisse in der Öffentlichkeit keinen größeren Widerhall mehr zu finden. Andererseits bieten Buch und Fernsehen durchaus neue und sehr populäre Formen historischer Wissensvermittlung an. Wie antworten die Rostocker Wissenschaftshistoriker auf diesen Befund?

Der Arbeitskreis „Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte“ hat in den letzten Jahren eine Reihe von Büchern veröffentlicht, die sich an ein Publikum wenden, das sich auch für die Geschichte der Wissenschaft und ihrer Institutionen selbst interessiert. So beschäftigte sich der 2012 erschienene Band mit der Rostocker Universität in der Zeit von 1933 bis 1945, eine anderer präsentiert einen Stadtrundgang auf den Spuren der Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte.

Wie muss die historische Auseinandersetzung mit den Wissensbeständen vergangener Zeiten aufbereitet werden, wenn sich gegenwärtiges Wissen in immer kürzeren Zeitabständen verdoppelt? Brauchen wir vielleicht sogar das Vergessen, um Platz für neues Wissen zu schaffen? Diesen und weiteren Fragen der Rostocker Chemiehistorikerin Dr. Gisela Boeck stellte sich am 9. Juli der Medizinhistoriker Prof. Dr. Hans-Uwe Lammel.

„Einwanderung, Auswanderung, Exil: Wie helfen die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts?“ (28.05.2013)

„Einwanderung, Auswanderung, Exil: Wie helfen die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts?“ (28.05.2013)

Albrecht Buschmann im Gespräch mit Nikolaus Werz

Flucht, Vertreibung, Exil und Einwanderung sind aktuelle Schlüsselthemen: Wo heute Armutsflüchtlinge aus dem globalen Süden in die Zentren der Weltwirtschaft streben, waren im 20. Jahrhundert vor allem politisch Verfolgte auf der Flucht. Damals wie heute sträuben sich die Gesellschaften, die das Ziel solcher Flüchtlinge sind, gegen die Neuankömmlinge.

Max Aub (1900-1972), spanischer Schriftsteller mit deutschem Vater und französischer Mutter, musste 1942 vor dem Nationalsozialismus aus Europa fliehen und lebte seitdem in Mexiko im Exil. Von dort schrieb er geistreich wie kaum ein anderer darüber, wie das geht: aus Mitmenschen Fremde zu machen.

Fragen: Nikolaus Werz, Professor für vergleichende Regierungslehre.
Antworten: Albrecht Buschmann, Professor für spanische und französische Literaturwissenschaft, Autor des Buches „Max Aub und die spanische Literatur zwischen Avantgarde und Exil“ (Berlin 2012).