Die deutsch-chilenischen Filme der DEFA als transnationales Erbe

Department WKT

Massenmedien spielen bei der Rekonstruktion, Repräsentation und Aufarbeitung vergangener Ereignisse eine wesentliche Rolle. Als Vermittlungs-, Modifizierungs- und Verbreitungsinstanzen ermöglichen erst die medialen Darstellungen und Streuungen, dass individuelle Erinnerung an historisches Wissen eine gesellschaftspolitische Relevanz entfalten kann. Medien transportieren Erinnerungsbilder über weite Entfernungen und lange Zeiträume hinweg. Sie können den Akteuren bei der Erinnerung helfen oder werden genutzt, um eine bestimmte Deutungshoheit zu etablieren. Gleichzeitig schaffen sie Erinnerungsdiskurse über das audiovisuelle Erbe der jeweiligen Erinnerungsgemeinschaften und prägen sie zugleich.

Der interdisziplinäre Workshop „Die deutsch-chilenischen Filme der DEFA als transnationales Erbe“ für den wissenschaftlichen Nachwuchs (Promovierende und PostDocs) führt diese Überlegungen mit konkreten Betrachtungen über das audiovisuelle Erbe der DDR während des Kalten Krieges zusammen. Im Workshop soll ein wenig bekanntes Kapitel einer deutsch-lateinamerikanischen Film und Theaterkultur bearbeitet werden. Konkret werden wir uns mit chilenischen Avantgardekünstler*innen, ihrem Aufenthalt und Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen und Künstler*innen in der DDR beschäftigen. Diskussionen mit Zeitzeugen und die Arbeit mit Texten werden ergänzt und abgerundet von Filmvorführungen und einem Besuch am Volkstheater Rostock.

Die Filmhistorikerin und Filmemacherin Dr. Claudia Sandberg ist ausgewiesene Expertin für den interdisziplinären Forschungsbereich der Transnational Studies mit einem besonderen Fokus auf transnationale Medienbeziehungen zwischen Europa und Lateinamerika.

Weitere Details 

Um Voranmeldung per E-Mail wird gebeten.

Termin: 4.-5. Juli 2022, jeweils von 10-17 Uhr

Ort: Konzil- und Professorenzimmer, Universitätsplatz 1, Universitätshauptgebäude.

 

Kontakt:

Dr. Andy Räder (gastgebender Wissenschaftler)
Institut für Medienforschung
August-Bebel-Str. 28
18055 Rostock
E-Mail: andy.raederuni-rostockde
Tel.: 0381 498-2730


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