Künstliche Intelligenz, Big Data und Verantwortung

Gastvortrag des renommierten Wissenschaftsphilosophen Prof. em. Dr. Klaus Mainzer am 19.11.2019

Mathematiker, Philosoph, Pionier der KI-Forschung: Prof. em. Dr. Klaus Mainzer

 

Wir leben bereits in einer vernetzten Welt intelligenter Systeme. Künstliche Intelligenz (KI) wird zu einer interdisziplinären Herausforderung, wenn sie unsere Lebens- und Arbeitswelt - beispielsweise Mobilität, Märkte, Industrie 4.0, aber auch Digital Humanities - automatisiert. Was aber genau heißt „KI“ heute? Was kann Machine Learning und was kann es nicht? Erst auf dieser Grundlage lassen sich Konsequenzen für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft ziehen. Erst auf dieser Grundlage können  ethische Positionen im globalen Wettstreit der Digitalisierung bezogen werden. In seinem Vortrag "Künstliche Intelligenz, Big Data und Verantwortung. Interdisziplinäre Herausforderungen im Zeitalter der Digitalisierung" plädiert Prof. Klaus Mainzer für Technikgestaltung: KI muss sich als Dienstleistung in der Gesellschaft bewähren.         

Klaus Mainzer ist ein international renommierter Mathematiker und Philosoph und einer der Pioniere der Reflexion über Künstliche Intelligenz und ihre ethischen Dimensionen. Als Mitbegründer des „Zentrums für interdisziplinäre Informatik“ (Universität Augsburg) und des „Munich Center for Technology in Society“ verkörpert er in einer Person das, was interdisziplinäre Forschungszentren heute nur durch Kooperation mehrere Wissenschaftler leisten können.        

Klaus Mainzer spricht im Rahmen der ersten Ausschreibung des Mare Balticum Fellowships der Universität Rostock und auf Einladung des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“.              

Termin:   Dienstag, 19. November 2019, 19.15 Uhr bis 21.45 Uhr
Ort:         Universitätshauptgebäude, Raum 218

 

Zum Thema des Vortrags von Prof. Mainzer findet am 22.11. und 25.11. auch ein Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden statt.
(Weitere Informationen hier:
https://www.uni-rostock.de/forschung/mare-balticum-fellowship/events/kuenstliche-intelligenz-big-data-und-verantwortung/)

 

Laufende Veranstaltungen

Unternehmensgründung für Flüchtlinge

Zweite Auflage der landesweit einmaligen Start-up-Initiative 2019/2020

Nach dem Erfolg der ersten Existenzgründungsinitiative im Jahr 2018 (siehe Archiv) startete am 14. Oktober 2019 das zweite Start-up-Programm "Unternehmensgründung für Flüchtlinge“ an der Universität Rostock.

Das landesweit einmalige Trainings- und Integrationsprojekt möchte Geflüchtete mit Unternehmergeist in die Lage versetzen, eine selbstständige Tätigkeit in Rostock oder Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen. Professionelle DozentInnen, GründerpatInnen sowie ExpertInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden die angehenden ExistengründerInnen während des mehrmonatigen Lehrgangs begleiten und beraten.

Die Start-up-Initiative "Unternehmensgründung für Flüchtlinge“ ist an der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock angebunden. Sie wird ideell u.a. von den Industrie- und Handelskammern Rostock und Schwerin, der Arbeitsagentur Rostock und dem Unternehmerverband Rostock unterstützt. Der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.“ fördert das Projekt finanziell.

Während des ersten Gründerkurses 2018 haben TeilnehmerInnen aus Syrien, Palästina und dem Irak insgesamt acht konkrete Geschäftsvorhaben inklusive Businesspläne entwickelt: u.a. für die Gründung eines deutsch-arabischen Grafik-Design-Studios, die Übernahme eines Metallverarbeitungsbetriebs sowie den Aufbau einer Nussrösterei.

Kontakt:
Prof. Dr. Gerald Braun (Projektleiter)
Jutta Reinders (Projektleiterin)
Martin Arndt (Projektmanagement)
E-Mail: startup.initiative@uni-rostock.de
Tel: 0176 - 3575 1705

Mittwoch,
13. November 2019

MARE BALTICUM LECTURES
Dr. Daniel Pauling:
Wie Werte sich wandeln. Sicherheit im klassischen Athen


Sicherheit ist nicht nur in unserer Zeit ein heikles Thema. Auch im antiken Griechenland stand dieser Wertbegriff im Zentrum des politischen Diskurses. Doch welche Rolle spielte er im klassischen Athen; wie dachten die "alten Griechen" über die Sicherheit; wie unterschied sich ihre Sichtweise von der unseren? Vortrag im Rahmen der WINTER SCHOOL: Sicherheit

Daniel Pauling promovierte mit einer Arbeit zum Thema „Asphaleia: Die Entwicklung der Sicherheitsvorstellungen und der Diskurs über Sicherheit im archaischen und klassischen Griechenland“ (http://dx.doi.org/10.25368/2018.2) an der Technischen Universität Dresden. Dort hat er Alte Geschichte, Philosophie und Informationssystemtechnik studiert. Seit 2009 arbeitete er in mehreren interdisziplinären Forschungsprojekten im erweiterten Bereich der Altertumswissenschaften, forschte über die antike Sozial- und Kulturgeschichte und implementierte digitale Methoden der Texterschließung. An der Universität Rostock war er am Lehrstuhl für Neues Testament angestellt, wo er Prof. Soham Al-Suadi bei der Erarbeitung mehrerer Forschungsanträge unterstützte und internationale Kooperationen mit Kollegen in Europa und Nordamerika ausbaute. Der Fokus ihrer Zusammenarbeit liegt auf der projektbezogenen Anwendung digitaler Forschungsmethoden in der Neutestamentlichen Wissenschaft. 

19 bis 21 Uhr
Albert-Einstein-Straße 21/
Raum 113

 

Donnerstag,  21. November 2019

Forschungscamp der Universität Rostock (Poster-Anmeldung bis 8. November!)

Austausch- und Vernetzungsplattform für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen/ Verbundprojekte der Universität Rostock sowie der An-Institute mit Podiumsdiskussion, Poster-Session, Science-Slam und Informationsständen. (Weitere Details)

12 Uhr bis 15.45 Uhr
Konrad-Zuse-Haus/ Atrium