Forschungskonzept des Forschungsbaus LLM

Infrastruktur für Forschung auf atomarer und molekularer Ebene

Der Forschungsbau Leben, Licht & Materie (LL&M) ist das zentrale Forschungsgebäude des Departments LL&M der Universität Rostock. Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Natur-, Material-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften gemeinsam an einer zentralen wissenschaftlichen Herausforderung: Materialien und biologische Systeme auf atomarer und molekularer Ebene sichtbar zu machen, zu verstehen und gezielt nutzbar zu machen.

Mit modernster Forschungsinfrastruktur, interdisziplinären Laboren und gemeinsamen Technologieplattformen schafft der Forschungsbau optimale Voraussetzungen für exzellente Forschung und wissenschaftliche Kooperationen.

Forschung ermöglichen

Der Forschungsbau wurde im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Forschungsbauten an Hochschulen" errichtet und 2015 in Betrieb genommen. Auf rund 2.500 m² Labor- und Forschungsfläche bietet er eine hochmoderne Infrastruktur für interdisziplinäre Forschung.

Kompetenzzentren & Forschungsinfrastruktur

Die Forschungsinfrastruktur des Forschungsbaus ist in mehrere Kompetenzzentren gegliedert. Jedes Kompetenzzentrum bündelt wissenschaftliche Expertise und modernste Großgeräte in einem zentralen Technologiebereich.

Unsere Kompetenzzentren umfassen:

  • Electron Microscopy (ELMI-MV)
  • Mass Spectrometry (MassSpec)
  • Nuclear Magnetic Resonance (MagRes)
  • Optical Microscopy & Spectroscopy (MicroSpec)
  • Interfaces & Surfaces (InterSurf)
  • Calorimetry & Thermal Analysis (°CALOR)

Gemeinsam ermöglichen sie eine einzigartige Kombination komplementärer Methoden – von der atomaren Strukturaufklärung über molekulare Analytik bis zur funktionellen Charakterisierung komplexer Materialien und biologischer Systeme.

Interdisziplinäre Forschungsumgebung

Neben den Kompetenzzentren stehen flexibel nutzbare Forschungslabore für gemeinsame Projekte zur Verfügung. Diese schaffen Raum für neue wissenschaftliche Kooperationen und ermöglichen die schnelle Umsetzung innovativer Forschungsansätze über Fakultäts- und Institutsgrenzen hinweg.

Der Forschungsbau versteht sich als gemeinsame Plattform für interdisziplinäre Forschung und fördert den Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen.

Forschung gemeinsam gestalten

Der Forschungsbau LL&M ist eng in nationale und internationale Forschungsnetzwerke eingebunden. Seine Infrastruktur unterstützt zahlreiche Verbundprojekte sowie Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industriepartnern.

Kontakt

Sie möchten unsere Forschungsinfrastruktur nutzen, eine Kooperation aufbauen oder mehr über den Forschungsbau erfahren?

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Laborarten im Forschungsbau

Der Forschungsbau LLM bietet verschiedene Arten von Laboren, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Forschung und Innovation abgestimmt sind:

  • Projektlabore: Diese Labore stehen den Forschern für interdisziplinäre Projekte zur Verfügung und bieten flexible Arbeitsbereiche, die an unterschiedliche Forschungsbedürfnisse angepasst werden können.
  • Labore der Kompetenzzentren: Spezialisierte Labore, die modernste Geräte und Technologien beherbergen und für spezifische Analysen und Experimente genutzt werden, wie z.B. Kalorimetrie, Oberflächen- und Grenzflächenanalyse, Kernspinresonanzspektroskopie, Massenspektrometrie sowie Mikroskopie und Spektroskopie.
  • Labore für Transfer und Ausgründungen: Diese Labore unterstützen den Technologietransfer und die Gründung von Start-ups, indem sie Räume und Ressourcen bereitstellen, die speziell auf die Bedürfnisse von Innovationsprojekten und Ausgründungen zugeschnitten sind.

Unterstützung internationaler Forschungsverbünde

Der Forschungsbau LLM unterstützt internationale Forschungsverbünde wie die Sonderforschungsbereiche (SFBs) Elaine und LiMatI den IRTG und die beiden GRKs Spectre und Sylobio. Diese Kooperationen ermöglichen es, die wissenschaftliche Exzellenz und die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Projekte und interdisziplinäre Arbeit

In den Projektlaboren des Forschungsbaus arbeiten die Mitglieder des Departments auf vielfältige Weise an der Verwirklichung der Vision "Atomic and Molecular Scale Sensing". Mehr als 40 % der Flächen des Forschungsbaus sind den Mitgliedern des Departments für interdisziplinäre Projekte und Forschungstätigkeiten vorbehalten. Diese großzügige Bereitstellung von Laborflächen fördert die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbereichen und ermöglicht es den Forschern, ihre spezifischen Expertisen in gemeinsamen Projekten zu bündeln.

Durch die enge Verknüpfung der verschiedenen Forschungsansätze können so synergetische Effekte genutzt werden, um unter anderem Fortschritte in der Entwicklung neuer Sensoren, Materialien und Technologien zu erzielen, die auf atomarer und molekularer Ebene operieren.

Fazit

Fazit

Der Forschungsbau Leben, Licht & Materie (LL&M) ist weit mehr als ein Gebäude mit hochmoderner Forschungstechnik. Er ist eine interdisziplinäre Forschungsplattform, auf der wissenschaftliche Expertise, gemeinsame Infrastruktur und innovative Technologien zusammengeführt werden. Mit seinen Kompetenzzentren und Technologieplattformen schafft der Forschungsbau die Voraussetzungen, um Materialien und biologische Systeme auf atomarer und molekularer Ebene zu analysieren, zu verstehen und gezielt nutzbar zu machen. So trägt er wesentlich zur Verwirklichung der Vision des Departments LL&M bei, die Universität Rostock als international sichtbaren Forschungsstandort für Atomic and Molecular Scale Sensing zu etablieren.


Kunst am Bau im Forschungsbau LLM

Eine Arbeit der Künstlerin Yvonne Lee Schultz wurde im neuen Forschungsbau installiert

Light Flatters – so heißt das Kunstwerk, das im Treppenhaus des Forschungsneubaus auf dem Südstadtcampus installiert wurde. Die Berliner Künstlerin Yvonne Lee Schultz gewann mit ihrer Idee, zehn beschichtete Glasplatten im Treppenhaus anzubringen. Diese reflektieren das einfallende Licht je nach Standort und Lichteinfall in unterschiedlichen Farben.

Der Wettbewerb „Kunst am Bau“ wurde bereits 2011 vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL M-V) ausgeschrieben. Am 22. Februar 2012 entschied sich das Preisgericht für den Entwurf von Yvonne Lee Schultz, der 2015 realisiert wurde. Für das Kunstwerk am Neubau stellte das Land Mecklenburg-Vorpommern 32.000 Euro zur Verfügung.

Die Aufgabe des Wettbewerbs bestand darin, ein Kunstwerk für das Treppenhaus zu entwerfen, das auf die Forschungsbereiche Leben, Licht und Materie Bezug nimmt.