Altern des Individuums und der Gesellschaft

Eine steigende Lebenserwartung und eine niedrige Geburtenraten verändern die Bevölkerungsstruktur tiefgreifend. Der Demografische Wandel gilt als eine der großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Zu seinen Folgen zählen die zunehmende Knappheit an Nachwuchs- und Führungskräften, der Anstieg der Pflegebedürftigkeit und Finanzierungsschwierigkeiten der Sozialversicherungssysteme. Zentrales gesellschaftliches Ziel einer alternden Gesellschaft bleibt die Sicherung des Wohlstands. Das setzt die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Anpassung der Institutionen an demografischen Veränderungen voraus. Wohlstand bedeutet auch, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen, in Gesundheit und mit voller gesellschaftlicher Teilhabe.

Das Department Altern des Individuums und der Gesellschaft sucht hierfür nach neuen Lösungen – auf der Ebene der medizinischen Versorgungs- und Therapieformen, im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und in Bezug auf technische Assistenzsysteme. Voraussetzung hierfür ist eine interdisziplinäre Forschung, die auf Erkenntnissen aus Medizin, Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften aufbaut.

 

Veranstaltungen

13.11.2019 Mehr Mensch wagen- Partizipation für bessere Lösungen bei Demenz

In Deutschland leben aktuell 1,6 Millionen Menschen mit Demenz und die Anzahl wird sich bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln. Neurodegenerative Hirnerkrankungen stellen heute weltweit eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen dar, bei deren Bewältigung die Betroffenen bisher weitgehend ausgeschlossen wurden. Die Entwicklung von Therapien steckt in einer Sackgasse. Um wissenschaftlich belastbare, nachhaltige und gesellschaftlich akzeptierte Lösungen zur Behandlung von Demenz und zur Versorgung von Betroffenen zu finden, bedarf es einer Perspektivenerweiterung. Dies erfordert die Beteiligung von nicht-akademischen gesellschaftlichen Akteur*innen in der Entwicklung von verbesserten Unterstützungsmöglichkeiten. 

Aus diesem Grund veranstalten das Centre for Transdisciplinary Neurosciences Rostock (CTNR) der Universitätsmedizin Rostock und das Department „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ (AGIS) der Universität Rostock am 13.11.2019 von 14.00 bis 17.00 Uhr ein Diskussionsforum mit dem Titel „Mehr Mensch wagen- Partizipation für bessere Lösungen bei Demenz“. Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen aus Wissenschaft, Sozialwesen und Industrie als auch mit Patientenvertreter*innen und Angehörigen von Menschen mit Demenz sollen die Möglichkeiten der Partizipation diskutiert werden. 

 

21.11.2019 Forschungscamp der Universität Rostock

Auch in diesem Jahr veranstaltet die Universität Rostock das Forschungscamp zum interdisziplinären Austausch und wissenschaftlichen Vernetzung. Eingeladen sind alle Wissenschaftler*innen, Promovierende, PostDocs und Studierende sowie an Forschung Interessierte innerhalb und außerhalb der Universität Rostock. Bis zum 18.10.2019 besteht die Möglichkeit, sich für die Poster Session anzumelden. Die Graduiertenakademie veranstaltet außerdem einen Science Slam. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zeit: 21. November 2019 ab 12 Uhr

Ort: Atrium des Konrad-Zuse-Hauses, Albert-Einstein-Str. 22, 18059 Rostock

 

Neuigkeiten

Mare Balticum Fellowship Programm

Das Mare Balticum Fellowship Programm dient der Stärkung der Interdisziplinarität und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Fellowship-Programm fördert Gastaufenthalte (max. 3 Monate) von nationalen sowie internationalen Wissenschaftler*innen.  Antragsberechtigt sind Wissenschaftler*innen der Universität Rostock, die Mitglieder der Interdisziplinären Fakultät sind. 

Die Finanzierung des Mare Balticum Fellowship Programm erfolgt über die/den Prorektor*in für Forschung und Wissenstransfer.

Das Mare Balticum Fellowship Programm wird beginnend mit 2019 jährlich ausgeschrieben. Die Ausschreibung 2020 bezieht sich auf den Förderzeitraum 1. April 2020 bis 31. März 2021. Der Gastaufenthalt sowie die Veranstaltungsreihe für den wissenschaftlichen Nachwuchs sollte in dieser Zeitspanne umgesetzt werden.

Bis zum 30. November 2019 können über das Online-Antragsportal Vorhaben eingereicht werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.