Altern des Individuums und der Gesellschaft

Steigende Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten verändern die Bevölkerungsstruktur tiefgreifend. Der Demografische Wandel gilt als eine der großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Zu seinen Folgen zählen die zunehmende Knappheit an Nachwuchs- und Führungskräften, der Anstieg der Pflegebedürftigkeit und Finanzierungsschwierigkeiten der Sozialversicherungssysteme.

Zentrales gesellschaftliches Ziel einer alternden Gesellschaft bleibt die Sicherung des Wohlstands. Das setzt die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Anpassung der Institutionen an demografischen Veränderungen voraus. Wohlstand bedeutet auch, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen, in Gesundheit und mit voller gesellschaftlicher Teilhabe. Das Department Altern des Individuums und der Gesellschaft sucht hierfür nach neuen Lösungen – auf der Ebene der medizinischen Versorgungs- und Therapieformen, im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und in Bezug auf technische Assistenzsysteme. Voraussetzung hierfür ist eine interdisziplinäre Forschung, die auf Erkenntnissen aus Medizin, Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften aufbaut.

Neuigkeiten

Aktuelles und Neuigkeiten aus der Interdisziplinären Fakultät und den Departments erscheinen im INF-Newsletter.

Events in und um AGIS

Ein Rostocker Symposium führt führende Experten der Alterns- und Gesundheitsforschung zusammen, um die Fortschritte der letzten Jahre zu diskutieren

Zeit: Donnerstag, 31. Januar 2019, 14-17 Uhr

Ort: Hörsaal der Physiologie, Gertrudenstr. 9.

Auf Einladung des Institut für Biostatistik und Informatik in Medizin und Alternsforschung und des Oscar-Langendorff-Institut für Physiologie referiert zunächst Thomas von Zglinicki (Newcastle/Berlin) über zelluläre Seneszenz, das Altern von Zellen. Das gezielte Ausschalten seneszenter Zellen hat sich bei Mäusen als ein wahrer Jungbrunnen herausgestellt, mit dem zum Beispiel schädliche Gliazellen im Hirn zum Zelltod gebracht und die neuronale Funktionalität verbessert werden. Es besteht Hoffnung, dass diese Entdeckung langfristig auch für die Behandlung neuronaler Degenerationserkrankungen beim Menschen helfen kann. Weiterhin werden Daniela Fangmann aus Kiel zu Biomarkern für gesundes Altern und Maja Milanovic im Rahmen des Forschungskolloquium der Medizinischen Fakultät über die Rolle von zellulärer Seneszenz bei der Krebsentstehung und Krebstherapie vortragen.

Die Vorträge finden auf Englisch statt. Die Veranstaltung wird unterstützt vom Prodekanat Forschung, den Profilschwerpunkten Onkologie und Neurowissenschaften der UMR, und der Interdisziplinären Fakultät.

Nach der Veranstaltung soll das erste Treffen der "Rostocker Interessensgruppe zu Gesundheit, Altern und Seneszenz" stattfinden. Vorbild hierfür ist "HEALES" in Brüssel, wo sich Wissenschaftler aus Medizin und Biologie, aber auch aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wie auch interessierte Laien zusammengetan haben.

Link zum Programm


Kontakt

Leitung

Prof. Dr. Stefan Teipel 

Tel.: 0381 - 494 9470
Fax: 0381 - 494 9472

leiter.agis[at]uni-rostock.de

Wissenschaftliche Koordinatorin

Dr. Sarah Weschke 

Tel.: 0381 - 494 9474
Fax: 0381 - 494 9472

sarah.weschke[at]uni-rostock.de