Altern des Individuums und der Gesellschaft

Eine steigende Lebenserwartung und eine niedrige Geburtenraten verändern die Bevölkerungsstruktur tiefgreifend. Der Demografische Wandel gilt als eine der großen Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Zu seinen Folgen zählen die zunehmende Knappheit an Nachwuchs- und Führungskräften, der Anstieg der Pflegebedürftigkeit und Finanzierungsschwierigkeiten der Sozialversicherungssysteme. Zentrales gesellschaftliches Ziel einer alternden Gesellschaft bleibt die Sicherung des Wohlstands. Das setzt die Aufrechterhaltung der Innovationsfähigkeit, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und die Anpassung der Institutionen an demografischen Veränderungen voraus. Wohlstand bedeutet auch, ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben im Alter zu ermöglichen, in Gesundheit und mit voller gesellschaftlicher Teilhabe.

Das Department Altern des Individuums und der Gesellschaft sucht hierfür nach neuen Lösungen – auf der Ebene der medizinischen Versorgungs- und Therapieformen, im Bereich der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen und in Bezug auf technische Assistenzsysteme. Voraussetzung hierfür ist eine interdisziplinäre Forschung, die auf Erkenntnissen aus Medizin, Geisteswissenschaften und Ingenieurwissenschaften aufbaut.

 

Vorstandssitzungen des Departments

Freitag, 18.06.2021: 14-16 Uhr

Dienstag, 14.09.2021: 14-16 Uhr

Dienstag, 07.12.2021: 14-16 Uhr

 

Kommende Veranstaltungen

Corona-Podcastreihe "Lernen aus der Krise: Covid19 und die Folgen für die Gesellschaft" 

Wissenschaftler*innen der Interdisziplinären Fakultät geben Antworten auf Fragen, die den Einzelnen als auch die Gesellschaft in der Covid19-Pandemie beschäftigen. Weitere Informationen und die Podcast-Folgen finden Sie hier.

 

Virtuelle Veranstaltungsreihe "Partizipative Forschung und Co-Design bei Demenz"

Demenz gilt als eine der größten Herausforderungen der modernen Industriegesellschaft. Gesundheits-Innovationen sind dringend erforderlich, um Demenz vorzubeugen, den Krankheitsverlauf zu verzögern und die Belastungen für alle Betroffene zu verringern. Im Zuge der Digitalisierung gewinnen technische Assistenzsysteme in der Versorgung von Menschen mit Demenz an Bedeutung, bei der Entwicklung neuer Geräte wird die Zielgruppe jedoch häufig nicht berücksichtigt. Dies gefährdet den Einsatz der Technik aufgrund mangelnder Benutzerfreundlichkeit der Geräte.

In einer virtuellen Veranstaltungsreihe ab Mai 2021 werden verschiedene Perspektiven zur partizipativen Forschung und Co-Design bei Demenz aufgezeigt. In mehreren Vorträgen und einem zentralen digitalen Kongress am 09.09.2021 berichten nationale und internationale Forschende von ihren Erfahrungen.

Die Beiträge geben auch Einblick in die Methodik partizipativer Forschung selbst und deren Möglichkeiten, in verschiedenen Forschungsfeldern durch Beteiligung der Betroffenen die Akzeptanz und Relevanz der Forschung zu erhöhen.

 

Am 10.05.2021 ab 15 Uhr wird Frau Prof. Silke Schicktanz (Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen) einem Überblick über die Thematik aus ethischer Perspektive geben. Der Vortragstitel lautet “Participatory approaches in Dementia Research: Ethical Consideration, Practical Issues, Challenges”. Die Zugangsdaten zu dem Vortrag finden Sie nachfolgend.

Zoom-Meeting beitreten

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/68533734868?pwd=T0ZJL3l2a3JOcHlCdjNjODJvNG02QT09

 

Meeting-ID: 685 3373 4868

Kenncode: 669694

 

Am 14.06.2021 ab 15 Uhr wird Herr Prof. Urs Granacher (Professur für Trainings- und Bewegungswissenschaft, Universität Potsdam) einen Vortrag zum Thema „Exercise is Medicine:  Relevance of Exercise for Older Adults“ halten. Dabei wird er aufzeigen, wie bedeutsam Training für eine älterwerdende Bevölkerung ist. Technische Assistenzsysteme können dieses wichtige Element von gesundem Altern fördern und physische Aktivität bis ins hohe Alter ermöglichen. Die Zugangsdaten zu dem Vortrag finden Sie nachfolgend.

Zoom-Meeting beitreten:

https://uni-rostock-de.zoom.us/j/61531326450?pwd=VkVDS1ZSS0V3a1V0dyszK3ZISzkvUT09

 

Meeting-ID: 615 3132 6450

Kenncode: 438483

 

Vergangene Veranstaltungen

Biomedical Ethics Meets Kierkegaard

30./31.10.2020: Internationaler Workshop in Rostock 

 

Gastaufenthalt von Prof. Dr. Tibor Hortobagyi im Rahmen des Mare Balticum Fellowship Programms

18.09.2020: Lecture “Healthy ageing, gait, balance”

25.09.2020: Lecture “Healthy ageing and motor learning”

02.10.2020: Lecture “Gait and cognition”

 

Mehr Mensch wagen- Partizipation für bessere Lösungen bei Demenz

Das Centre for Transdisciplinary Neurosciences Rostock (CTNR) der Universitätsmedizin Rostock und das Department „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ (AGIS) der Universität Rostock veranstalteten am 13.11.2019 von 14.00 bis 17.00 Uhr ein Diskussionsforum mit dem Titel „Mehr Mensch wagen- Partizipation für bessere Lösungen bei Demenz“. Gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen aus der Versorgung von Menschen mit Demenz als auch mit Patientenvertreter*innen und Angehörigen wurden die Möglichkeiten der Partizipation in der Demenzforschung diskutiert. 

Neuigkeiten

Mare Balticum Fellowship Programm

Das Mare Balticum Fellowship Programm dient der Stärkung der Interdisziplinarität und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Fellowship-Programm fördert Gastaufenthalte (max. 3 Monate) von nationalen sowie internationalen Wissenschaftler*innen.  

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kurzzeitstipendien ELAINE

Die Integrated Research Training Group (IRTG) des DFG-Sonderforschungsbereichs 1270 Elektrisch aktive Implantate - ELAINE bietet Kurzzeitstipendien für eine Förderdauer von bis zu einem Jahr an. Diese Stipendien bieten jungen Forschern die Möglichkeit, zu einem Thema zu forschen, das weitgehend mit dem interdisziplinären Rahmen des Sonderforschungsbereichs ELAINE mit einem strukturierten Qualifikationskonzept verbunden ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.