Wie lassen sich optische Sensoren noch empfindlicher, nachhaltiger und leistungsfähiger machen? Dieser Fragestellung widmet sich die Arbeitsgruppe von Prof. Christian Klinke am Institut für Physik der Universität Rostock. In ihrer aktuellen Studie entwickelten die Forschenden neuartige kolloidale, quasi-zweidimensionale Doppel-Perowskit-Nanoschichten aus Cs₂AgBiBr₆ deren Kristallstruktur besonders stabil und ungiftig ist. Diese Materialeigenschaften ermöglichen hochempfindliche Photodetektoren und eröffnen neue Perspektiven für zukünftige optoelektronische Anwendungen.
Photodetektoren sind unverzichtbare Komponenten moderner Technologien – von der medizinischen Bildgebung über Umwelt- und Prozesssensorik bis hin zur optischen Kommunikation. Die entwickelten bleifreien Doppel-Perowskite stellen eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Halbleitermaterialien dar und tragen dazu bei, leistungsfähige sowie nachhaltigere photonische Bauelemente der nächsten Generation zu entwickeln.
Die Forschung entstand im Department LL&M der Universität Rostock und verdeutlicht dessen interdisziplinären Forschungsansatz. Durch die Verbindung von Materialwissenschaften, Physik und moderner Nanotechnologie entwickelt das Department innovative Methoden, um Materialien auf atomarer und molekularer Ebene zu verstehen und für zukünftige Technologien nutzbar zu machen – ganz im Sinne der Vision Atomic & Molecular Scale Sensing.
Publication
Kyesmen, P. I.; Klein, E.; Malani, S. B.; Lesyuk, R.; Klinke, C. Colloidal Quasi-2D Cs₂AgBiBr₆ Double Perovskite Nanosheets: Synthesis and Application as High-Performance Photodetectors.Small2026, 22 (21). https://doi.org/10.1002/smll.202513500

