Die Universität Rostock freut sich, im Rahmen des Mare Balticum Fellowship Programms Dr. Waseem Ahmad Wani als Postdoctoral Fellow von der University College Dublin (Irland) am Department Life, Light & Matter (LL&M) begrüßen zu dürfen.
Während seines mehrmonatigen Aufenthalts wird Dr. Wani gemeinsam mit der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hermann Seitz an neuartigen funktionalen Materialien für energiebezogene Anwendungen forschen. Im Fokus stehen ferroelektrische Materialien für die photokatalytische Wasserstoffproduktion sowie moderne nanoskalige Charakterisierungsmethoden.
Besonders wertvoll ist dabei die enge Verbindung unterschiedlicher Fachrichtungen: Der Forschungsaufenthalt bringt Expertise aus den Ingenieurwissenschaften, der Materialwissenschaft und der Physik zusammen und schafft neue Möglichkeiten für den interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Damit leistet das Fellowship einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung von Forschenden über Fach- und Ländergrenzen hinweg.
Neben seiner Forschung wird Dr. Wani sein Fachwissen auch in mehreren Vorträgen und Workshops mit Studierenden, Promovierenden und Forschenden der Universität Rostock teilen. Die ersten Termine stehen bereits fest:
30. Juni 2026, 13:00–15:00 Uhr
Can Atmosphere Control Ferroelectricity? Insights from Hafnia Thin Films
Abstrakt: Ferroelektrisches Hafniumoxid hat die Landschaft der aufstrebenden Speichertechnologien grundlegend verändert, doch die Mechanismen, die sein Verhalten bestimmen, sind nach wie vor Gegenstand lebhafter Debatten. Hier zeigen wir mithilfe der Piezoresponse-Force-Mikroskopie, dass die umgebende Atmosphäre eine entscheidende Rolle bei der Bestimmung der Ferroelektrizität in Hafniumoxid-Dünnschichten spielt. Unsere Ergebnisse offenbaren ein unerwartetes Zusammenspiel zwischen Oberflächenchemie und Polarisation und bieten neue Einblicke in die grundlegende Physik von Hafniumoxid sowie neue Möglichkeiten zur Steuerung der ferroelektrischen Funktionalität in zukünftigen elektronischen und neuromorphen Bauelementen.
7. Juli 2026, 13:00–15:00 Uhr
Atomic Force Microscopy Beyond Imaging: Characterizing, Mapping, and Engineering the Nanoscale
Abstract: Atomic Force Microscopy (AFM) is far more than an imaging tool. It can map a wide range of physical, chemical, and functional properties at the nanoscale. This talk will introduce the diverse modes of AFM, including topography, mechanical, piezoelectric, electrical, magnetic, and friction measurements, highlighting how a single instrument can provide multidimensional insights into materials and biological systems. Through illustrative examples, we will explore how AFM serves as a versatile platform for researchers across physics, chemistry, biology, and materials science.
Ein Workshop ist auch in Vorbereitung. Die offiziellen Einladungen werden in Kürze veröffentlicht und sind hier online verfügbar.

