Environmental Humanities
WKT-Forschungsschwerpunkt IV
Der WKT-Forschungsschwerpunkt „Environmental Humanities“ (EH) wurde im Juli 2026 eingerichtet. „Environmental Humanities“, z. dt. grob „Umweltgeisteswissenschaften“, umfasst eine methodische Breite und theoretischen Vielfalt in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Im Zentrum stehen dabei die Beziehungen zwischen Menschen und ihrer Umwelt und wie diese wahrgenommen, imaginiert und erlebt werden sowie welche Auswirkungen dies für Gesellschaft und Politik hat.
Von zentraler Bedeutung für die Environmental Humanities ist die Konfrontation mit der Diagnose des Anthropozäns als neue Epoche der Mensch-Natur-Beziehung, die vom tiefgreifenden Einfluss der Menschheit auf die Natur geprägt ist. Die Reflexion dieses Eingriffs sowie der hieraus hervorgehenden ökologischen Krisensituation in Form des anthropogenen Klimawandels, der Umweltzerstörung und der Abnahme von Biodiversität stehen im Mittelpunkt der Forschung.
Dabei sind die Environmental Humanities interdisziplinär und beziehen naturwissenschaftliche Erkenntnisse als Basis ihrer Problemstellung, aber etwa auch politikwissenschaftliche Debatten um Gerechtigkeit und Demokratie oder philosophische Fragen der Epistemologie und Normativität in ihre Forschung mit ein.
Ziele
Stärkung der Profilierung von Environmental Humanities an der Universität Rostock durch Kooperation von beteiligten Fächern und verwandten Forschungsgebieten (z.B. Nachhaltigkeitsstudien, Ecocriticism, Umweltsoziologie, Ökologische Politische Theorie)
Verbesserung der interdisziplinären Vernetzung inner- und außerhalb der Universität Rostock durch den gemeinsamen Austausch von Geistes-, Sprach-, Kultur-, Sozial-, Religions- und Naturwissenschaftler*innen im Rahmen des Departments, vor allem in Workshops und Arbeitsgruppen
Information über aktuelle Veranstaltungen im Rahmen der Environmental Humanities an der Universität Rostock sowie im näheren Umfeld
Aufbau eines wissenschaftlichen Netzwerks zu Environmental Humanities, das Forschungskooperation und Forschungsprojekte befördert
