Die mit rund zwei Millionen Euro geförderte Nachwuchsgruppe untersucht die Erzeugung hoher Harmonischer in organischen Molekülkristallen und wird ihre experimentellen Arbeiten in einem Labor des Departments Leben, Licht & Materie (LL&M) durchführen.
Organische Molekülkristalle besitzen großes Potenzial für zukünftige Anwendungen, etwa in OLEDs, Solarzellen oder Sensoren. Um ihre besonderen Eigenschaften besser zu verstehen, untersucht das Team ultraschnelle physikalische Prozesse auf Femto- und Pikosekunden-Zeitskalen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erzeugung hoher Harmonischer durch die Wechselwirkung intensiver Laserfelder mit den Molekülkristallen – ein Forschungsgebiet, das für diese Materialklasse bislang weitgehend unerschlossen ist.
Die Förderung ist auf zwei dreijährige Förderphasen angelegt und umfasst neben der Stelle von Dr. Fennel drei Promotionsstellen, eine Postdoc-Stelle sowie Sachmittel. Das Emmy Noether-Programm ermöglicht herausragend qualifizierten Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen, eine eigene Nachwuchsgruppe aufzubauen und sich damit für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Die Förderquote liegt laut DFG über alle Fachgebiete hinweg bei nur rund 20 Prozent.
Dr. Franziska Fennel war bislang Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe „Dynamik molekularer Systeme“ von Prof. Dr. Stefan Lochbrunner am Institut für Physik. Für die neue Forschungsgruppe stellt Prof. Lochbrunner im LL&M-Forschungsbau ein voll ausgestattetes Laserlabor zur Verfügung.
„Ich freue mich extrem, dass mein tolles Team weiterwächst und wir diese spannenden Fragen zu den Starkfeldeffekten in den organischen Molekülkristallen untersuchen können. Die Forschungsumgebung durch den SFB 1477 LiMatI, das IRTG 2676 ‚Imaging Quantum Systems‘, das Department Leben, Licht & Materie, ELMI-MV und das neu gegründete HEDI bietet hervorragende Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Wissenschaftler*innen“, sagt Dr. Fennel.
Prof. Dr. Stefan Lochbrunner gratuliert: „Der erfolgreiche Antrag von Frau Dr. Fennel ist nicht nur für sie ein wichtiger Meilenstein, sondern stärkt auch das ganze Institut und unsere Verbundprojekte. Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Forschungsergebnisse.“
Kontakt:
Dr. Franziska Fennel
Universität Rostock, Institut für Physik
Tel.: +49 381 498 6966
E-Mail: franziska.fenneluni-rostockde

