Willkommen auf den Seiten der Interdisziplinären Fakultät

Im Jahr 2007 – 588 Jahre nach ihrer Gründung – hat sich die Universität Rostock drei Profillinien gegeben. Im Juni 2010 ist eine vierte Profillinie hinzugekommen. Organisiert werden Forschung und Lehre zu diesen Feldern in den Departments der Interdisziplinären Fakultät. Mit dieser Institutionalisierung der thematischen Konzentration und der fachübergreifenden Kooperation beschreitet die Universität nicht nur wissenschaftspolitisches Neuland. Sie verbindet die neue Struktur auch mit einer klaren Vision. Sie will zu diesen ausgewählten Themen ihre umfassenden Expertisen bündeln und ausbauen. Auf diesem Weg will sie innerhalb von zehn Jahren in die Gruppe der Spitzenuniversitäten Deutschlands aufrücken. 2019 ist die Zielmarke, die das 600-jährige Universitätsjubiläum vorgibt. 

In der Interdisziplinären Fakultät verschmelzen die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und treten über die ursprünglichen Fächergrenzen hinaus in einen engen Dialog miteinander.


Departments:

 

Die Vernetzung der interdiszipilären Forschung beginnt bei den Doktorandinnen und Doktoranden. Die Graduiertenakademie der Universität Rostock bietet hierzu eine ausgezeichnete Plattform, die allen Interessierten offen steht.

Wahlen der Interdisziplinären Fakultät

Alter und neuer Dekan der Interdisziplinären Fakultät an der Universität Rostock ist Prof. Dr. Rüdiger Köhling, alte und neue Prodekanin Prof. Dr. Elizabeth Prommer. Am 14. Januar 2020 wurden beide im Rahmen einer Vollversammlung gewählt. An der Universität Rostock verbindet die Interdisziplinäre Fakultät For-schende und Studierende aller Fachrichtungen in den vier Departments: „Leben, Licht und Materie“, „Maritime Systeme“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft“ und „Wissen – Kultur – Transformation“. Sie stellen die Forschungsschwerpunkte dar, die aus der Tradition der Universität gewachsen sind.

Gewählt werden Dekan und Prodekan der Interdisziplinären Fakultät alle zwei Jahre. Sie vertreten die Interdisziplinäre Fakultät innerhalb der Universität und wirken u. a. an der Entscheidung über den Erwerb einer Mitgliedschaft der Departments der Interdisziplinären Fakultät mit und geben Stellungnahmen in Berufungsverfahren ab. Der Dekan ist beratendes Mitglied im Konzil und im Akademischen Senat der Universität Rostock.

Prof. Köhling ist Direktor des Oscar Langendorff Instituts für Physiologie an der Universitätsmedizin Rostock. Seit 2007 engagiert er sich als Mitglied im Department "Altern des Individuums und der Gesellschaft" der Interdisziplinären Fakultät. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Mechanismen der Alterung sowie der experimentellen Dystonie- und Epilepsieforschung.

Frau Prof. Dr. Elizabeth Prommer ist Direktorin des Instituts für Medienforschung und hat den Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaft inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Analyse des Zusammenspiels von Medien, der Medienrezeption und der Gesellschaft aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Perspektive. Seit 2013 ist Prof. Prommer im  Department "Wissen - Kultur - Trans-formation" aktiv; zu ihren interdisziplinären Projekten gehört u. a. die Mediennutzung jugendlicher Krebspatienten in Kooperation mit PD Dr. Carl Friedrich Classen.

Vorrangiges Ziel für die Arbeit der Interdisziplinären Fakultät wird es sein, die Vernetzung innerhalb der Universität und auch nach außen voranzutreiben. Im Rahmen des Mare Balticum Fellowship Programms, welches in Zusammenarbeit mit dem Prorektor für Forschung und Wissenstransfer der Universität Rostock und der Interdisziplinären Fakultät ins Leben gerufen wurde, werden Elemente zur Förderung der Interdis-ziplinarität mit Elementen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses vereint und es wurde so zusammen mit der Graduiertenakademie ein neues Förderprogramm auf den Weg gebracht. Dieses Pro-gramm ermöglicht es dem wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Rostock, neue Kompetenzen zu erlangen, Netzwerke zu knüpfen und im Wettbewerb um Fördermittel konkurrenzfähiger zu werden.

Ihren Fokus auf interdisziplinäre Nachwuchsförderung legen zudem die Graduiertenkollegs der Rostocker Universität: „IRTG 1270: „IRTG 1270: ELektrisch Aktive ImplaNtatE (ELAINE)“, „GRK 2000: Baltic TRANSCOAST - Die deutsche Ostseeküste als terrestrisch-marine Schnittstelle für Wasser- und Stoffflüsse“, „GRK 1887: Deutungsmacht - Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten“, „GRK 1505: Analyse und Simulation elektrischer Wechselwirkungen zwischen Implantaten und Biosystemen (WELISA)“ sowie „MGK 652: Starke Korrelationen und kollektive Phänome im Stahlungsumfeld: Coulombsysteme, Cluster und Partikel“.

Ein besonderer Dank gilt Herrn Dr. Markus Glöckner, der die Wahl der INF seit Jahren juristisch begleitet.

 

10 Jahre Interdisziplinäre Forschung

Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens lud die Fakultät am 10. April 2018 zum Parlamentarischen Abend in den Landtag des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Unter dem Motto „Interdisziplinäre Forschung als Mehrwert für Mecklenburg-Vorpommern“ stellten Vertreter der vier Departments der Fakultät die bisherigen Entwicklungen und Leistungen vor.

Interdisziplinäre Forschung bedeutet für Rostock die innovative fächerübergreifende Zusammenarbeit, die in kollaborativen Forschungsprojekten mündet. Seit der Gründung am 11. Oktober 2007 ist mit den Departments „Leben, Licht und Materie (LL&M)“, „Maritime Systeme (MTS)“, „Altern des Individuums und der Gesellschaft (AGIS)“ sowie „Wissen – Kultur – Transformation (WKT)“ ein starkes Gefüge miteinander vernetzter Schwerpunkte entstanden. Grenzen zwischen den Fächerkulturen sind aufgebrochen worden. 120 Hochschullehrende gehören mittlerweile der Fakultät an. Diese Form der institutionalisierten interdisziplinären Zusammenarbeit ist einzigartig in der deutschen Universitätslandschaft.

In den letzten 10 Jahren der interdisziplinären Fakultät wurden verschiedene Großforschungsprojekte eingeworben: der Forschungsbau Life Light Matters, verschiedene Sonderforschungsbereiche wie ELAINE oder die Küstenforschungsprojekte BACOSA und Graduiertenkollegs wie zur Deutungsmacht oder zum Kulturkontakt. Hinzu kommen viele Einzelprojekte, Tagungen und Workshops. Auch für die Zukunft stehen eine noch engere Vernetzung und interdisziplinäre Kollaborationen bevor. So wird das Departement WKT einen interdisziplinären geisteswissenschaftlichen Forschungsbau „Kulturtransformation im digitalen Zeitalter: modelling – analyzing – understanding“ beantragen. Das Department AGIS wird sich verstärkt der partizipativen Forschung widmen, um die alternde Gesellschaft zu unterstützen. Das Departement MTS verstärkt seine Forschung als interdisziplinäres Zentrum für Küstenforschung und im Departement LL&M wird der neue Forschungsbau weiter mit exzellenten Projekten gefüllt.