Die Digital Humanities (digitale Geisteswissenschaften) sind ein interdisziplinäres Fachgebiet an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und Informatik. Wesentliche Arbeitsbereiche sind die Digitalisierung des Kulturerbes sowie die Entwicklung, Anwendung und Reflexion computergestützter Methoden für die Bearbeitung geisteswissenschaftlicher Forschungsfragen. In AI4ST bilden die Digital Humanities zusammen mit der Digitalen Hermeneutik eine eigene Säule. Die Digitale Hermeneutik erweitert die Digital Humanities in dem Sinne, dass über die Geisteswissenschaften hinaus weitere Fachbereiche (u.a. Sozialwissenschaften oder Medizin) einbezogen werden und hermeneutische, reflexive und kritische Ansätze zur Einordnung der digitalen Transformation der Gesellschaft im Fokus stehen. Dies schließt auch (technik-)ethische Fragestellungen ein. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere der Generativen KI, sind zentraler Gegenstand sowohl der Digital Humanities als auch der Digitalen Hermeneutik.

An der Universität Rostock sind die Digital Humanities durch die gleichnamige Professur an der Philosophischen Fakultät vertreten, sie bilden einen Arbeitsbereich an der Universitätsbibliothek und werden durch Akteure und Forschungsprojekte in verschiedenen, weiteren Fachbereichen der Universität Rostock sichtbar. Die Digitale Hermeneutik ist ein Forschungsschwerpunkt im Department „Wissen – Kultur – Transformation“ (WKT) der Interdisziplinären Fakultät.

THEMEN & FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

Ethische Frameworks für Mensch-KI-Interaktion

Ethische Frameworks für Mensch-KI-Interaktion

Mensch-KI-Interaktion findet in geistes-, sozialwissenschaftlichen und medizinischen Zusammenhängen zunehmend statt. Die Entwicklung von ethischen Frameworks, welche diese Interaktion einordnen, leiten und bewerten ist für einen verantwortungsvollen KI-Einsatz wichtig.

Toolentwicklung und Toolkritik für Digital Humanities und Digitale Hermeneutik

Toolentwicklung und Toolkritik für Digital Humanities und Digitale Hermeneutik

Für die digitale Forschung in den Humanities sind auf die Forschungsfragen und -prozesse zugeschnittene Tools zentral (z. B. für Texterkennung, Annotation, Visualisierung). KI beschleunigt die Entwicklung und Anpassung von Tools, ihr Einsatz im Forschungsprozess bedarf aber auch einer kritischen Einordnung.

KI-basierte Ansätze für digitale Editionen und Textanalyse

KI-basierte Ansätze für digitale Editionen und Textanalyse

Bei der Erstellung von digitalen wissenschaftlichen Editionen wird zunehmend auf KI-Workflows gesetzt, ebenso in der geisteswissenschaftlichen digitalen Textanalyse. Hier sind technische Fragen relevant, aber auch solche zur guten wissenschaftlichen Praxis, zu Nachhaltigkeit und Ethik.

ANSPRECHPARTNER:INNEN

Prof. Dr. Johann-Christian Põder

Professor für Ethik in Theologie und Medizin,
Theologische Fakultät

✆ +49 381 498 8409
johann-christian.poderuni-rostockde

Prof. Dr. Ulrike Henny-Krahmer

Professorin für Digital Humanities,
Philosophische Fakultät

✆ +49 381 498 2555
ulrike.henny-krahmeruni-rostockde

PROJEKTE