Initiative "Existenzgründung für Flüchtlinge" an der Uni Rostock erfolgreich (September 2018)

Initiative "Existenzgründung für Flüchtlinge" an der Uni Rostock erfolgreich (September 2018)

Am 13.9. haben arabische Teilnehmer eines Start-up Trainings an der Uni Rostock ihre Geschäftsideen einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Damit endet ein sieben monatiger Existenzgründer-Kurs als einer der ersten seiner Art in Deutschland. Er knüpft an die unternehmerischen Erfahrungen und Motivation zur Selbstständigkeit von Flüchtlingen an, die aus arabischen „Basarökonomien“ mit zahlreichen kleineren und mittleren Unternehmen kommen. So beträgt etwa der Anteil der selbstständigen Firmeninhaber an der gesamten Erwerbsbevölkerung in Syrien 41 Prozent. (nach Angaben der Weltbank für 2017).

Zu den innovativsten Geschäftsplänen der Teilnehmer zählen die Gründung eines deutsch-arabischen Grafik-Design Studios („imagenoo“), die Nachfolge eines Metallverarbeitungsbetriebs („Jaddoue Zerspanung GmbH“), die Gründung eines orientalischen Restaurants („Damaskus Orient Grill“), der Aufbau einer Nussrösterei („Rösterei Nour“), ein mobiles Imbissangebot („Herr Mais – magischer Mais“) sowie die geplante Übernahme eines Hotels mit Restaurant („New Basman Hotel“).

Ein engagiertes Team aus interkulturell erfahrenen Dozentinnen und Dozenten hat das innovative Training unter der Überschrift „Doing Business in Mecklenburg-Vorpommern“ entwickelt und durchgeführt. Begleitet wurde es von erfahrenen deutschen Gründerpaten mit Markt-und Produktkenntnissen.

Die IHK zu Rostock hat als Kooperationspartner der Universität Rostock für die drei innovativsten Gründungskonzepte Preise ausgelobt, über die eine branchenkundige Jury aus dem international orientierten Mittelstand M-Vs entschieden hat.

Möglich wurde diese Initiative an der Uni Rostock durch die finanzielle Förderung aus dem Offenen Integrationsfonds des Sonderprogramms Integration durch Bildung des Stifterverbandes, Essen.

Weitere Informationen finden Sie unter folgender Adresse: https://www.stifterverband.org/integration-durch-bildung/offener-integrationsfonds

03.07.2018 - Wissen im Gespräch

03.07.2018 - Wissen im Gespräch

Separatismus in Europa

Kataloniens Regierung strebt weiterhin nach einem eigenen Staat, doch gibt es in Europa auch noch andere Regionen, die auf Grundlage einer regionalen Identität eine nationales Projekt verfolgen. Wie erklären sich solche wirtschaftlich und politisch hochbrisanten Be-strebungen? Wie kann Europa sinnvoll reagieren? Darüber diskutieren der Politologe Prof. Nikolaus Werz, die Historikerin Prof. Ulrike v. Hirschhausen, und der Hispanist Prof. Albrecht Buschmann.

Die Veranstaltung findet in der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock) statt. Der Einlass beginnt um 20 Uhr und der Eintritt ist wie immer kostenlos.

02. Mai 2018 - Wissen im Gespräch

Sollten wir nicht alle mehr spielen?

Spielen bereitet nicht nur Freude, sondern ermöglicht auch einen anderen Blick auf die Welt sowie neue Erkenntnisse. Deshalb ist es als ganzheitliche Methode didaktisch ein Glücksfall. Im Gespräch mit dem Psychiater Ekkehardt Kumbier entwickelt der Philosoph Dr. Christian Klager eine Theorie des Spiels und bedenkt den Menschen als spielendes Wesen.

Die Veranstaltung findet in der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock) statt, der Einlass beginnt um 20 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.

07.-09.06.2018 - Interdisziplinäres Symposium - Mediatisierte Wissenschaftskommunikation

Public Lecture zu aktuellen Herausforderungen für die Wissenschaft

Fake News und Glaubwürdigkeitskrisen der Wissenschaft, soziale Medien und die Kommunikation von Komplexität und Unsicherheit von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die Umsetzung partizipativer Wissenschaft in Wissens- und Risikogesellschaften sind Herausforderungen, denen sich die Wissenschaftskommunikation derzeit stellen muss. Diese Herausforderungen sind auch Thema des interdisziplinären Symposiums „Current Challenges to Mediatized Science Communication“, welches vom 7.-9. Juni 2018 mit internationalen Gästen an der Universität Rostock stattfindet. Die Veranstaltung hat das Ziel „Kommunikationswissenschaftler mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer ins Gespräch zu bringen.“ Der dialogische Charakter des Symposiums spiegelt sich auch im Programm wieder.

Den Auftakt der Veranstaltung bildet am 7. Juni 2018 um 18 Uhr eine Public Lecture von Dietram Scheufele, Professor für Wissenschaftskommunikation an der University of Wisconsin-Madison, USA in der Aula des Universitätshauptgebäudes. Anschließend wird es eine Response von Udo Kragl, Professor für Technische Chemie und Prorektor für Forschung und Forschungsausbildung an der Universität Rostock, geben.

Am 8. und 9. Juni 2018 setzen sich die Teilnehmer*innen aus verschiedenen kulturellen und disziplinären Perspektiven in Vorträgen und Diskussionen mit aktuellen Problemen der Wissenschaftskommunikation auseinander. Gäste sind unter anderem die Keynote Speaker Irene Neverla, emeritierte Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und Principal Investigator am Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP) an der Universität Hamburg sowie Dr. Birte Fähnrich vom Zentrum für Politische Kommunikation an der Zeppelin Universität und Sprecherin der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

Die Veranstaltung wird vom Institut für Medienforschung der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock in Kooperation mit der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) und dem Department für Wissen, Kultur, Transformation (WKT) der Universität Rostock organisiert.

Die Public Lecture ist frei zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.imf.uni-rostock.de/forschung/kommunikations-und-medienwissenschaft/symposium-current-challenges-to-mediatized-science-communication/

Bild und Performanz. Zur Bildlichkeit in der liturgischen Dramaturgie

15.-17. März 2018, Institut für interdisziplinäre Bildforschung (ififb); Tagung

Die Welt des Theaters hat sich verändert. Und mit ihr die sie denkende Theorie. Was sich in den letzten beiden Dekaden als „postdramatisches Theater“ erst zaghaft andeutete, ist derzeit dabei, sich durch¬zusetzen und stilistisch die dramaturgische Arbeit im Theater zu verändern. Zeitgleich rückte der in den 90er Jahren im Kontext des ästhetischen Paradigmas geführte Diskurs zur dramaturgischen Gestalt der evangelischen Liturgie erstaunliche Neuentdeckungen ins protestantische Bewusstsein. Inszenierung und Präsenz (Meyer-Blanck), Rolle (Friedrich), Leiblichkeit (Roth), Text (Plüss) und Spiel (Klie) waren fortan die zentralen Kategorien, über die man sich liturgiewissenschaftlich verständigte. Doch wurde bislang weder das „postdramatische Theater“ praktisch-theologisch rezipiert noch führten im engeren Sinne bildtheoretische Überlegungen dazu, die sakrale Theatralität über sich aufzuklären. Wenn im Bild das Sagen und das Zeigen performativ zur Deckung kommen (Belting), dann ist dies auch und gerade für die liturgische Verkörperung von Bedeutung. Dem soll auf dieser Tagung des Rostocker Instituts für interdisziplinäre Bildforschung ifib nachgegangen werden. Im interdisziplinären Gespräch geht es darum auszuloten, wie Bild- und Theatertheorie fruchtbar werden kann für eine spätmoderne Relecture des praktisch-theologischen Theatralitätsdiskurses.

Bestattung als Dienstleistung -[ funderale7 ]

Rostock, 22.-24. Februar 2018; wissenschaftliche Fachtagung

Bestattungen sind nicht nur ein trauriger Kasus, sondern immer auch ein Anlass, an dem vielfältige Dienstleistungen erbracht werden. Bei kaum einem andren Anlass treten Pietät und Ökonomie, Religions- und Wirtschaftssystem in so engen Kontakt. Eine Grabrede will entworfen werden, aber auch eine Grabstelle erworben. Trost soll zugesprochen werden, aber auch ein Bestattungsunternehmen beauftragt. Diese Tagung will in interdisziplinärer Weite der Frage nachgehen, welche Dynamiken funktionale Dienstleistungen im Falle des Ablebens entwickeln. Wie verändert sich das funerale Setting im Sog fortschreitender Ökonomisierung? Wo werden hier rituelles und seelsorgliches Handeln zu einer religiösen Dienstleistung? Und inwiefern übernimmt im Gegenzug das Bestattungsgewerbe ehedem kirchliche Aufgaben? Die funerale7 setzt die Rostocker Tagungsreihe zur Bestattungskultur fort und wird wieder in Kooperation der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V./Königswinter durchgeführt.