UNI IM RATHAUS: LIEBEVOLL UMSORGT VON KI?

In der Medizin und Pflege stehen immer weniger junge Menschen den Älteren hilfreich zur Seite. Das ist aufgrund des aktuellen demographischen Wandels Fakt – und ein Dilemma: für unsere überalternde Gesellschaft wie auch für die Familien von Pflegebedürftigen. Könnten intelligente Pflegeroboter da nicht unterstützen?

Pflegebedürftige medizinisch zu versorgen und im Alltag tatkräftig zu unterstützen, kostet Zeit und strengt körperlich wie emotional enorm an. Für Angehörige von Pflegebedürftigen ist diese Mehrfachbelastung ur schwer zu bewältigen, insbesondere Berufstätige oder Eltern minderjähriger Kinder kommen schnell an ihre Grenzen. Doch professionelle Pflege ist teuer und Fachkräfte kaum noch zu finden – auch aufgrund der schlechten Bezahlung sowie des hohen Zeitdrucks im Gesundheitsbetrieb. Ein mitfühlendes Gespräch ist so kaum mehr möglich. Sind die Pflegebedürftigen sozial isoliert, erwachsen daraus weitere Probleme – medizinisch wie menschlich: Einsamkeit verursacht vielfach Depressionen, Bettlägerigkeit führt zu Folgeerkrankungen wie Muskelabbau oder Wundliegen. Herausforderungen, die genauso Jugendliche oder Berufstätige durch Unfall oder Krankheit ereilen können.

Über den Einsatz Künstliche Intelligenz (KI) in Medizin und Pflege wird in Fachkreisen kontrovers diskutiert. Informatiker:innen und Medizinerinnen der Universität Rostock erforschen aktuell u.a., wie Pflegebedürftige und medizinisches Personal durch digitale Technologie unterstützt werden könnten. Z.B. durch smarte vernetzte Umgebungen, die Pflegebedürftige Zuhause sicher leiten oder medizinisch überwachen bis hin zu Robotern mit kommunikativen Fähigkeiten. Doch der Einsatz von KI wirft auch ethische Fragen auf:  Wollen wir uns tatsächlich von Maschinen umsorgen lassen? Wie menschlich bzw. liebevoll können Pflegeroboter sein? Gibt es ggf. intelligente Alternativen für die Pflege in Zukunft?

Über ethische und soziale Fragen sowie digitale Möglichkeiten von KI in Medizin und Pflege diskutiert bei UNI IM RATHAUS am 22. Februar 2024 um 18 Uhr Rostocks Senator für Soziales und Gesundheit, Steffen Bockhahn mit den Informatik-Professor:innen der Universität Rostock, Alke Martens und Thomas Kirste sowie dem Leiter der AG "Neurorehabilitation" an der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Thomas Platz. Senator Bockhahn wird die Gesprächsrunde im Rostocker Rathaus auch moderieren.

UNI IM RATHAUS: Für alle, die es einfach wissen wollen! Die Gesprächsreihe zu aktuellen fächerübergreifenden Forschungsfragen wird von der Interdisziplinären Fakultät an der Universität Rostock gemeinsam mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock organisiert. Der Eintritt ist frei.
 

Thema:
UNI IM RATHAUS: Liebevoll umsorgt von KI? Künstliche Intelligenz in Medizin und Pflege

Termin:
Donnerstag, 22. Februar 2024 um 18 Uhr

Ort:
Rathaus Rostock/ Festsaal, Am Neuen Markt 1, 18055 Rostock

Im Gespräch:
Steffen Bockhahn, Senator für Soziales, Jugend, Gesundheit und Schule der Hanse- und Universitätsstadt Rostock
Prof. Dr. Thomas Kirste, Lehrstuhl Mobile Multimediale Informationssysteme an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock
Prof. Dr.-Ing. Alke Martens, Lehrstuhlinhaberin Praktische Informatik an der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik an der Universität Rostock
Prof. Dr. med. Thomas Platz, Leiter AG "Neurorehabilitation" an der Universitätsmedizin Greifswald sowie Ärztlicher Direktor Bundesverband Rehabilitation (BDH) Forschung


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