Subversive Semantik im politischen und kulturellen Diskurs

Internationales Online-Symposium des DFG-Graduiertenkollegs "Deutungsmacht. Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten" vom 12. bis 14. November

 „Alternative Fakten“ zu Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung oder Landleben belegen: In rechten Diskursen sind großflächig Prozesse der Umdeutung zu beobachten. 

Das internationale Online-Symposium "Subversive Semantics in Political and Cultural Discourse" an der Universität Rostock will Prozesse so genannter Ähnlichkeitdeutisierung (also Umdeutung) kultureller Konzepte und Erzählungen analysieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Diskurse über „Entwicklung“ gelegt, mit Blick auf die Beziehungen zwischen globalem Norden und Süden beispielsweise auf das Argument der Überbevölkerung. Auch im Fokus: die Neuformulierungen der Bedeutung von Nation und nationaler Identität, die rhetorischen Manöver von RechtspopulistInnen in Abgrenzung zu linkspopulistischer Rhetorik, die diskursive Konstruktion der Kluft zwischen Stadt und Land im Kontext von Klimawandel, Agroindustrie und ländlichem Ökofaschismus sowie die Verführung von Verschwörungserzählungen.

Zu der digitalen Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs “Deutungsmacht. Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten" via Zoom werden WissenschaftlerInnen aus den USA sowie aus Italien, Großbritannien und Deutschland erwartet.

Weitere Informationen und Flyer

Organisation:
Graduiertenkolleg “Deutungsmacht. Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten / Hermeneutic Hegemony and Hermeneutic Conflict in the Context of Religions and Belief Systems”

AnsprechpartnerInnen:
Tobias Götze: deutungsmacht@uni-rostock.de (Koordination)
Prof. Dr. Gesa Mackenthun: gesa.mackenthun@uni-rostock.de
Prof. Dr. Jörn Dosch: joern.dosch@uni-rostock.de

Termine:
12.11.2020 von 14.30 Uhr bis ca. 19 Uhr
13.11.2020 von 9 Uhr bis ca. 19 Uhr
14.11.2020 von 9 Uhr bis ca. 14.30 Uhr

Voraussichtlicher Veranstaltungsort:
Online. Der Zoom-Link zur Veranstaltung wird nach E-Mail-Anmeldung unter deutungsmachtuni-rostockde zugesandt.

 

Veranstaltungsarchiv

Wasserriten in Antike und Gegenwart (Juli 2020)

Wasserriten in Antike und Gegenwart (Juli 2020)

Eindrücke von der internationalen Online-Tagung von Theologin Prof. Soham Al-Suadi

Prof. Dr. theol. Soham Al-Suadi von der Theologischen Fakultät leitet das internationale Forschungsprojekt zu Wasserriten in Antike und Gegenwart
Digital und international: Kollegenaustausch via PC und Videokonferenz in Zeiten von Corona

 

6. Juli 2020: In Kalifornien ist es 9 Uhr morgens, in Chicago 11 Uhr, in Toronto 12 Uhr, in Amsterdam und Rostock 18 Uhr, als sich WissenschaftlerInnen aus vier Nationen via Computerklick zur digitalen Tagung „Rituals, Emotions and Identity. Water rites in early Christianity. The Greco-Roman World and contemporary discourses“ treffen. Für jeweils zwei Stunden vergessen wir an den kommenden Tagen die Corona-bedingten Einschränkungen des Forschungs- und Lehrbetriebs, die heimliche Benutzung des Büros, fehlende Ressourcen, das Unterrichten der Kinder in den eigenen vier Wänden.

Gefördert vom Departement „Wissen – Kultur – Transformation“ konnte ich ein internationales Team zusammen stellen, das sich vom 6. bis 8. Juli 2020 mit der Bedeutung von Wasser in antiken und modernen Riten auseinander setzt. Bereits seit 2018 forschen wir dazu an meinem Lehrstuhl ‚Neues Testament’ sowie aus verschiedenen Perspektiven wie Theologie, Philologie, Philosophie oder  Ritualwissenschaft. Dabei werden bestehende wissenschaftliche und gesellschaftliche Positionen hinterfragt sowie neue digitale Methoden für das geisteswissenschaftliche Arbeiten erprobt.

Im Rahmen der aktuellen Tagung reichten unsere archäologischen Schlaglichter vom Asklepieion in Pergamon und den dort üblichen Wasserriten über die Inventarisierung antiker Gegenstände aus der rituellen Praxis bis zur Dura Europos domus ecclesiae als älteste archäologisch nachgewiesene Kirche von 232/233 nach Christus. Immer in kritischer Reflektion der Texte jener Zeiten spiegelten wir unsere aktuellen Forschungen. Was es bedeutet, Wasser miteinander zu teilen, führte uns auch #BlackLivesMatter vor Augen: 1969, als schwarze Amerikaner immer noch daran gehindert wurden, neben Weißen zu schwimmen, durchbrach eine Episode des amerikanischen TV-Vorschulbildungsprogramms "Mister Rogers' Neighborhood" die Stigmatisierung. Moderator Fred Rogers stellte sich damals gegen Rassenungleichheit, als er einen schwarzen Mann in seinen Pool einlud.

Die interdisziplinäre Online-Tagung „Rituals, Emotions and Identity“ fand mit besonderer Unterstützung des Dekanats der INF, des Department „Wissen - Kultur - Transformation“ sowie der Universitätsbibliothek statt. So konnten die zugesagten Fördermittel für die geplante Präsenztagung aufgrund der Corona-Beschränkungen kurzfristig für E-Lizenzen eingesetzt werden. Damit hatten wir pünktlich zur digitalen Tagung aktuelle Publikationen zur Hand.

Der Tagungsband zum Thema „Rituals, Emotions and Identity“ wird zeitnah erscheinen. Für kommendes Jahr ist zudem ein Treffen des internationalen ForscherInnenteams geplant, dann hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltung in Rostock.

 

Projektleiterin bzw. Ansprechpartnerin bei Interesse:
Prof. Dr. theol. Soham Al-Suadi
Lehrstuhl Neues Testament
Theologische Fakultät der Universität Rostock
Tel.: +49 381 / 498 - 8425
E-Mail: soham.al-suadi@uni-rostock.de

 

PREDATORY PUBLISHERS: Eine Bedrohung für die wissenschaftliche Integrität (August 2020)

PREDATORY PUBLISHERS: Eine Bedrohung für die wissenschaftliche Integrität (August 2020)

Vortrag und Diskussion mit NDR-Journalist Peter Hornung am 5. August

Der Aufstieg von „räuberischen Zeitschriften“, auch als pseudowissenschaftliche Zeitschriften bekannt, stellt ein Risiko für die Integrität der Wissenschaft dar. Junge Wissenschaftler müssen über ihre Praktiken Bescheid wissen. So veröffentlichen räuberische Zeitschriften nach Erhalt einer Veröffentlichungsgebühr Manuskripte unabhängig von ihrem wissenschaftlichen Wert - oftmals ohne Peer Review oder redaktionelle Bearbeitung. Um den Gewinn zu maximieren, ignorieren solche Zeitschriften alle Aspekte der wissenschaftlichen Integrität. Sie fördern die Verbreitung von schlechter und gefälschter Wissenschaft, Lobbymaterialien und Verschwörungstheorien. Das Veröffentlichen in räuberischen Zeitschriften kann schwerwiegende Folgen für Autoren, ihre Karriere und den Ruf ihrer Institutionen haben. Aber wie kann man die Guten von den Schlechten unterscheiden?

Investigativ-Reporter und NDR-Info-Journalist Peter Hornung informiert via Zoom-Vortrag mit anschließender Diskussion über Praktiken und Gefahren der pseudowissenschaftlichen Verlage. Weitere Informationen und Zoom-Zugangsdaten zur Veranstaltung des Graduiertenkollegs "Deutungsmacht. Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten"

Termin: Mittwoch, 5. August 2020 von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr

OrganiasatorInnen:
Tobias Götze: deutungsmacht@uni-rostock.de
Gesa Mackenthun: gesa.mackenthun@uni-rostock.de
Jörn Dosch: joern.dosch@uni-rostock.de

 

 

Klausurtagung der Interdiszipinären Fakultät (März 2020)

Klausurtagung der Interdiszipinären Fakultät (März 2020)

Jahrestagung der Vorstandsmitglieder der INF-Departments "Leben, Licht & Materie", "Maritime Systeme", "Altern des Individuums und der Gesellschaft" sowie "Wissen - Kultur - Transformation"

6.-7. März 2020
Gut Gremmelin bei Güstrow

"Nord(ro)mania – literarische Selbst- und Alteritätsentwürfe des romanischen Südens vom Norden (Februar 2020)

"Nord(ro)mania – literarische Selbst- und Alteritätsentwürfe des romanischen Südens vom Norden (Februar 2020)

Internationales Symposium zu literarischen Nord-Imaginationen in Literatur und Film vom 26.-27. Februar 2020

Wo liegt eigentlich der Norden, wo fängt er an und was macht ihn aus? Schon in der Antike haben die Terrae septentrionales als imaginativer Raum Faszination und Interesse geweckt, und bis heute ist der Norden etwa in den politisch-ökonomischen Debatten über den „global north“ oder im Gemeinschaftskonstrukt Europa eine brisante Diskursfigur. Die literarischen und künstlerischen Imaginationen des Nordens spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Bilder und Narrative liefern für das, was Menschen sich im Lauf der Geschichte unter dem Norden vorgestellt und was insbesondere die romanischen Literaturen als ihr nordisches Gegenbild im Spannungsfeld zwischen Wissen und Mythos, zwischen Fakt und Fiktion und im Kontext von Globalisierungsdynamiken imaginiert haben.

Das internationale Symposium wird literarische Nord-Imaginationen in der franko- und italophonen Literatur sowie im Film weniger mit punktuellem oder chronologisch organisiertem Blick, sondern mit systematisch-thematischem Interesse anhand folgender Aspekte untersuchen: Nordwissen, Nordästhetiken, Nord(ab)bilder.

Das Tagungsprogramm auf Deutsch,Französisch, Italienisch

Vortragende: Karen Struve (Bremen/Kiel), Henning Hufnagel (Zürich), Elisabetta Selmi (Padova), Stephanie Wodianka (Rostock), Robert Fajen (Halle), Cornelia Ruhe (Mannheim), Daniel Chartier (Montréal), Uta Felten (Leipzig)

Organisatorinnen: Prof. Dr. Stephanie Wodianka (Universität Rostock) und PD Dr. Karen Struve (CAU Kiel)

Kontakt
Julia Dettke, M.A.
Universität Rostock
Institut für Romanistik
Lehrstuhl Prof. Dr. Stephanie Wodianka
Tel.: +49 381 498-4031
 julia.dettke@uni-rostock.de

Veranstaltungsort: Universität Rostock, Schwaansche Straße 3, Hörsaal 3, 18055 Rostock

Termine:
26.2.2020 von 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr
27.2.2020 von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
 

 

MARE BALTICUM FELLOWSHIP: Workshop "Introduction to consecutive interpretation" mit Dr. Beatriz de la Fuente/ University of Salamanca (Februar 2020)

MARE BALTICUM FELLOWSHIP: Workshop "Introduction to consecutive interpretation" mit Dr. Beatriz de la Fuente/ University of Salamanca (Februar 2020)

6.-7. Februar 2020

MARE BALTICUM LECTURES: Dr. Beatriz de la Fuente (University of Salamanca)
Introduction to consecutive interpretation Spanish / English > German, German > Spanish / English (Part 1)

Vorbereitung auf konsekutives Dolmetschen in verschiedenen wissenschaftlichen Kontexten (Podiumsgespräch, Diskussionsleitung, Interview, Moderation) mit Dr. Beatriz de la Fuente von der Universität Salamanca/Spanien. Die Dozentin ist ausgebildete Dolmetscherin und Dolmetsch-Ausbilderin. Je nach Zusammensetzung des Kurses werden die Übungen an die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen angepasst. Im Sommersemester 2020 soll ein daran anknüpfender Kurs folgen. Anmeldung sowie weitere Informationen für interessierte Master-Studierende, DoktorandInnen bzw. UniversitätsmitarbeiterInnen unter Registration.

The course is conceived as a trial course and will allow the participant to develop preliminary soft skills in the field of interpretation. Most of the interpreting skills (active listening, note-taking, note-reading, public speaking) are extremely useful for second-language acquisition and dissemination of research results (papers in conferences, interviews, etc.).

6.-7.2.2020, jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr
August-Bebel-Straße 28,
Raum 9023/ 9028

Aufarbeitung. Macht. Transformation. - Interdisziplinäre Tagung (Januar 2020)

Aufarbeitung. Macht. Transformation. - Interdisziplinäre Tagung (Januar 2020)

Interdisziplinäre Tagung und Lesung zu Deutungsmacht und gesellschaftlichen Folgen der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt vom 27.-28.1.2020

Seit mehr als zwei Jahrzehnten lassen sich weltweit Prozesse einer intensivierten Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt beobachten. Bemühungen zur Aufarbeitung beziehen ihre Legitimation wesentlich aus dem Anspruch der Anerkennung Betroffener, der Bestimmung von Verantwortung und Schuldfragen sowie der Gewinnung von Erkenntnissen für die Gewaltprävention.

Deutlich weniger im Fokus steht, wie nachhaltig und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen das Wissen um sexualisierte Gewalt gegenwärtig verhandelt wird und in welchen Grenzen das geschieht. Welche Gruppen Betroffener stehen zum Beispiel besonders im öffentlichen Fokus, welche nicht und warum ist das so? Inwiefern ist sexualisierte Gewalt immer noch ein Tabu und was bedeutet das für die Aufarbeitung? Antworten auf diese und weitere Fragen beeinflussen in kaum zu unterschätzender Weise, ob und wie sich einzelne Institutionen sowie gesellschaftliche Strukturen insgesamt in Folge der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt verändern werden.

Die im Rahmen des vom BMBF geförderten Verbund-Projektes „Auf-Wirkung. Aufarbeitung für wirksame Schutzkonzepte in Gegenwart und Zukunft“ veranstaltete Tagung greift mit einem interdisziplinär zugeschnittenen Programm wichtige pädagogische, kulturelle und politische Faktoren der Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt auf und bietet zugleich ein Forum für die Frage, ob und in welcher Weise Formen des Gedenkens und kollektiven Erinnerns einen Beitrag zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt leisten können.

Die Tagung wird veranstaltet vom Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Historische Wissenschaftsforschung am Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik. 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Informationen und Anmeldung ab sofort unter: https://www.iasp.uni-rostock.de/aktivitaeten-aktuelles/veranstaltungen-und-tagungen/tagung-aufarbeitung-macht-transformation/

Montag, 27. Januar 2020
13.00 Uhr bis 19.00 Uhr Tagung mit anschließendem Empfang
19.00 Uhr bis 21.00 Uhr Lesung Ines Geipel "Umkämpfte Zone – Mein Bruder, der Osten und der Hass"

Dienstag, 28. Januar 2020
9.00 Uhr bis ca. 13.00 Uhr Tagung mit Podiumsdiskussion

Aula Universitätshauptgebäude

 

Wissenschaft als alternative Wahrheit? – Wahrheit, Wirklichkeit und die Medien der Aufklärung (Januar 2020)

Wissenschaft als alternative Wahrheit? – Wahrheit, Wirklichkeit und die Medien der Aufklärung (Januar 2020)

Vortrag und Diskussion mit Medizinhistoriker und Wissenschaftsforscher Cornelius Borck von der Universität zu Lübeck

Fake News und sogenannte „alternative Fakten“ gefährden nicht nur die demokratische Debatte in unserer Gesellschaft, sie haben auch zu einer weit verbreiteten und bedrohlichen Skepsis ganz generell gegenüber Wissenschaft geführt, so Professor Cornelius Borck vom Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck. Wenn zu jeder Position auch eine Gegenposition gefunden werden kann, zeige das nicht, dass Wissenschaft letztlich doch nur dem Geld oder bestimmten Interessen folge? In dieser Situation werde, so Cornelius Borck, der Ruf nach der unabweisbaren Evidenz der Fakten laut. Beim weltweiten March for Science war einer der Slogans „Für alternativlose Fakten, für wissenschaftliche Evidenz, für Wahrheit in der Politik“. Borck macht nun darauf aufmerksam, dass dieser Slogan der alternativlosen Gewissheit eher ein Kennzeichen von Ideologie und Glauben sei, während wissenschaftliche Aussagen doch immer bestritten werden dürfen, wenn sich dafür gute Argumente finden lassen. Dann stellt sich aber die Frage, wie wir weiterhin Orientierung im Streit der Meinungen finden und wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse gegen die Macht der sozialen Medien behaupten können.

Im Anschluss an den Vortrag von Professor Borck diskutieren von der Universität Rostock Professor Rüdiger Köhling (Universitätsmedizin Rostock), Professor Stefan Scheel (Institut für Physik), Juniorprofessor Johann-Christian Põder (Theologische Fakultät), Dr. Nicola Hömke (Institut für Altertumswissenschaften) und Professor emeritus Wolfgang Sucharowski (Sprach- und Kommunikationswissenschaft) über die Thesen von Professor Borck.

Die Podiumsdiskussion moderiert Professor Kroll vom Institut für Medienforschung der Universität Rostock.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. (Weitere Informationen)

Montag, 22.1.2020 von 16.00 bis 18.00 Uhr
Aula der Universität Rostock

 

Vollversammlung der Interdisziplinären Fakultät 2020 (Januar 2020)

Vollversammlung der Interdisziplinären Fakultät 2020 (Januar 2020)

Rechenschaftsbericht 2019 Inklusive Wahl von Dekan und ProdekanIn der Interdisziplinären Fakultät durch die Vorstandsmitglieder der INF-Departments. Wir gratulieren Prof. Dr. Rüdiger Köhling und Prof. Dr. Elizabeth Prommer herzlich zu ihrer Wiederwahl.

14. Januar 2020, 17 Uhr
Neubau des Instituts für Physik
Albert-Einstein-Straße 24, Hörsaal 1

Vorstandssitzung des Departments "Wissen - Kultur - Transformation" (Januar 2020)

Vorstandssitzung des Departments "Wissen - Kultur - Transformation" (Januar 2020)

14. Januar 2020, 20 Uhr
Neubau des Instituts für Physik, Albert-Einstein-Straße 24

MARE BALTICUM LECTURES Dr. Beatriz de la Fuente: Wie Don Quijote deutsch lernte (Januar 2020)

MARE BALTICUM LECTURES Dr. Beatriz de la Fuente: Wie Don Quijote deutsch lernte (Januar 2020)

Strategien für das Übersetzen literarischer Texte - Gastvortrag von Dr. Beatriz de la Fuente/ Universität Salamanca

Deutsch für Don Quichote mit Dr. Beatriz de la Fuente von der Universität Salamanca/ Spanien

Im Roman "Don Quijote de La Mancha" von Miguel de Cervantes finden sich praktisch alle Aspekte, mit denen sich ÜbersetzerInnen literarischer Texte auseinandersetzen müssen: das Nebeneinander von Prosa und Lyrik; griechisch-lateinische Zitate, deren Form sich im Text bisweilen ändert und die folglich nicht sofort zu erkennen sind; eine alte kastilische Mundart, die mit Dialekten spielt (z. B. der sogenannte sayagués); zahlreiche Sprichwörter und Redewendungen; sprechende Personen-, Tier- und Ortsnamen; kastilische Realia wie Kleidung, Essen, Münzen und Waffen; Witze, Parodien, humoristische Anredeformeln; Wörter und Ausdrücke aus verschiedenen Sprachen (Portugiesisch, Italienisch, Französisch, Katalanisch, Arabisch, Türkisch)… 

Folglich lassen sich aus der Analyse des Romans "Don Quijote de La Mancha" allgemeine übersetzungstheoretische Schlüsse ziehen, z. B. wie mit der Oberflächen-Übersetzung (oder homophonischen Passagen) umzugehen ist. Und da “es kein Land und keine Sprache mehr gibt, wo diese Geschichte nicht übersetzt” worden wäre, werden die Herausforderungen für die Übersetzung ins Deutsche selbstverständlich auch ein zentrales Thema sein.


Dr. Beatriz de la Fuente von der Universität Salamanca, Spanien spricht im Rahmen der ersten Ausschreibung des Mare Balticum Fellowship Programms der Universität Rostock und auf Einladung des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“.      

Moderation: Prof. Dr. Albrecht Buschmann 

Mittwoch, 8. Januar 2020,
17.00 bis 18.45 Uhr
Institut für Romanistik | Philosophische Fakultät
August-Bebel-Straße 28, Raum 9023

Zum Thema des Vortrags von Dr. de la Fuente findet am 6./7..2.2020 auch ein Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden statt.
(Weitere Informationen sowie Anmeldung hier)

 

Forschungscamp der Universität Rostock (November 2019)

Forschungscamp der Universität Rostock (November 2019)

Austausch- und Vernetzungsplattform für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen/ Verbundprojekte der Universität Rostock sowie der An-Institute mit Podiumsdiskussion, Poster-Session, Science-Slam und Informationsständen. (Weitere Details)

12 Uhr bis 15.45 Uhr
Konrad-Zuse-Haus/ Atrium

MARE BALTICUM LECTURES Dr. Daniel Pauling: Wie Werte sich wandeln. Sicherheit im klassischen Athen (November 2019)

MARE BALTICUM LECTURES Dr. Daniel Pauling: Wie Werte sich wandeln. Sicherheit im klassischen Athen (November 2019)

Mittwoch,
13. November 2019

Sicherheit ist nicht nur in unserer Zeit ein heikles Thema. Auch im antiken Griechenland stand dieser Wertbegriff im Zentrum des politischen Diskurses. Doch welche Rolle spielte er im klassischen Athen; wie dachten die "alten Griechen" über die Sicherheit; wie unterschied sich ihre Sichtweise von der unseren? Vortrag im Rahmen der WINTER SCHOOL: Sicherheit

Daniel Pauling promovierte mit einer Arbeit zum Thema „Asphaleia: Die Entwicklung der Sicherheitsvorstellungen und der Diskurs über Sicherheit im archaischen und klassischen Griechenland“ (http://dx.doi.org/10.25368/2018.2) an der Technischen Universität Dresden. Dort hat er Alte Geschichte, Philosophie und Informationssystemtechnik studiert. Seit 2009 arbeitete er in mehreren interdisziplinären Forschungsprojekten im erweiterten Bereich der Altertumswissenschaften, forschte über die antike Sozial- und Kulturgeschichte und implementierte digitale Methoden der Texterschließung. An der Universität Rostock war er am Lehrstuhl für Neues Testament angestellt, wo er Prof. Soham Al-Suadi bei der Erarbeitung mehrerer Forschungsanträge unterstützte und internationale Kooperationen mit Kollegen in Europa und Nordamerika ausbaute. Der Fokus ihrer Zusammenarbeit liegt auf der projektbezogenen Anwendung digitaler Forschungsmethoden in der Neutestamentlichen Wissenschaft. 

19 bis 21 Uhr
Albert-Einstein-Straße 21/
Raum 113

 

Streitkulturen. Deutungsmachtkonflikte zwischen Konsens und Zerwürfnis (September 2019)

Streitkulturen. Deutungsmachtkonflikte zwischen Konsens und Zerwürfnis (September 2019)

Nachwuchsforum des Graduiertenkollegs Deutungsmacht (September 2019)

Das DFG-Graduiertenkolleg „Deutungsmacht - Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ an der Universität Rostock veranstaltete in der zweiten Septemberwoche ein Nachwuchsforum zum Thema: „Streitkulturen. Deutungsmachtkonflikte zwischen Konsens und Zerwürfnis“.

"Streit als Form der Konfliktaustragung", "Öffentliche Religion und Streitkultur in der Demokratie", "Populismus in den Medien" oder "Interreligiöse Streitkultur" waren Vortragsthemen.

Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen aus den Bereichen Theologie, Religionswissenschaft, Literatur- und Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft und Philosophie bot diese Veranstaltung die Möglichkeit, Grundfragen des Kollegs anhand von interdisziplinären Vorträgen, Seminaren und begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm kennenzulernen, um sich eventuell später bei Interesse und passendem Projekt im Kolleg zu bewerben.

Der Flyer

MARE BALTICUM LECTURES 2019: Digital lexicography of Romance Languages in the frame of Digital Humanities (Juni 2019)

MARE BALTICUM LECTURES 2019: Digital lexicography of Romance Languages in the frame of Digital Humanities (Juni 2019)

Gastvortrag

Am 21. Juni sprach Dr. David Porcel Bueno von der Universidad de Granada vor Rostocker Nachwuchswissenschaftlern über „Digital lexicography of Romance Languages in the frame of Digital Humanities“. Im Rahmen des Mare Balticum Fellowshop Programms 2019 hatte Dr. Albrecht Buschmann vom Institut für Romanistik den spanischen Wissenschaftler nach Rostock eingeladen.

Initiative "Existenzgründung für Flüchtlinge" an der Uni Rostock erfolgreich (September 2018)

Initiative "Existenzgründung für Flüchtlinge" an der Uni Rostock erfolgreich (September 2018)

Am 13.9. haben arabische Teilnehmer eines Start-up Trainings an der Uni Rostock ihre Geschäftsideen einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert.

Damit endet ein sieben monatiger Existenzgründer-Kurs als einer der ersten seiner Art in Deutschland. Er knüpft an die unternehmerischen Erfahrungen und Motivation zur Selbstständigkeit von Flüchtlingen an, die aus arabischen „Basarökonomien“ mit zahlreichen kleineren und mittleren Unternehmen kommen. So beträgt etwa der Anteil der selbstständigen Firmeninhaber an der gesamten Erwerbsbevölkerung in Syrien 41 Prozent. (nach Angaben der Weltbank für 2017).

Zu den innovativsten Geschäftsplänen der Teilnehmer zählen die Gründung eines deutsch-arabischen Grafik-Design Studios („imagenoo“), die Nachfolge eines Metallverarbeitungsbetriebs („Jaddoue Zerspanung GmbH“), die Gründung eines orientalischen Restaurants („Damaskus Orient Grill“), der Aufbau einer Nussrösterei („Rösterei Nour“), ein mobiles Imbissangebot („Herr Mais – magischer Mais“) sowie die geplante Übernahme eines Hotels mit Restaurant („New Basman Hotel“).

Ein engagiertes Team aus interkulturell erfahrenen Dozentinnen und Dozenten hat das innovative Training unter der Überschrift „Doing Business in Mecklenburg-Vorpommern“ entwickelt und durchgeführt. Begleitet wurde es von erfahrenen deutschen Gründerpaten mit Markt-und Produktkenntnissen.

Die IHK zu Rostock hat als Kooperationspartner der Universität Rostock für die drei innovativsten Gründungskonzepte Preise ausgelobt, über die eine branchenkundige Jury aus dem international orientierten Mittelstand M-Vs entschieden hat.

Möglich wurde diese Initiative an der Uni Rostock durch die finanzielle Förderung aus dem Offenen Integrationsfonds des Sonderprogramms Integration durch Bildung des Stifterverbandes, Essen.

Weitere Informationen finden Sie unter folgender Adresse: https://www.stifterverband.org/integration-durch-bildung/offener-integrationsfonds

Wissen im Gespräch: Separatismus in Europa (Juli 2018)

Wissen im Gespräch: Separatismus in Europa (Juli 2018)

Kataloniens Regierung strebt weiterhin nach einem eigenen Staat, doch gibt es in Europa auch noch andere Regionen, die auf Grundlage einer regionalen Identität eine nationales Projekt verfolgen. Wie erklären sich solche wirtschaftlich und politisch hochbrisanten Be-strebungen? Wie kann Europa sinnvoll reagieren? Darüber diskutieren der Politologe Prof. Nikolaus Werz, die Historikerin Prof. Ulrike v. Hirschhausen, und der Hispanist Prof. Albrecht Buschmann.

Die Veranstaltung findet am 3. Juli 2018 in der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock) statt. Der Einlass beginnt um 20 Uhr und der Eintritt ist wie immer kostenlos.

Interdisziplinäres Symposium: Mediatisierte Wissenschaftskommunikation (Juni 2018)

Interdisziplinäres Symposium: Mediatisierte Wissenschaftskommunikation (Juni 2018)

Public Lecture zu aktuellen Herausforderungen für die Wissenschaft vom 07.-09.06.2018

Fake News und Glaubwürdigkeitskrisen der Wissenschaft, soziale Medien und die Kommunikation von Komplexität und Unsicherheit von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie die Umsetzung partizipativer Wissenschaft in Wissens- und Risikogesellschaften sind Herausforderungen, denen sich die Wissenschaftskommunikation derzeit stellen muss. Diese Herausforderungen sind auch Thema des interdisziplinären Symposiums „Current Challenges to Mediatized Science Communication“, welches vom 7.-9. Juni 2018 mit internationalen Gästen an der Universität Rostock stattfindet. Die Veranstaltung hat das Ziel „Kommunikationswissenschaftler mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer ins Gespräch zu bringen.“ Der dialogische Charakter des Symposiums spiegelt sich auch im Programm wieder.

Den Auftakt der Veranstaltung bildet am 7. Juni 2018 um 18 Uhr eine Public Lecture von Dietram Scheufele, Professor für Wissenschaftskommunikation an der University of Wisconsin-Madison, USA in der Aula des Universitätshauptgebäudes. Anschließend wird es eine Response von Udo Kragl, Professor für Technische Chemie und Prorektor für Forschung und Forschungsausbildung an der Universität Rostock, geben.

Am 8. und 9. Juni 2018 setzen sich die Teilnehmer*innen aus verschiedenen kulturellen und disziplinären Perspektiven in Vorträgen und Diskussionen mit aktuellen Problemen der Wissenschaftskommunikation auseinander. Gäste sind unter anderem die Keynote Speaker Irene Neverla, emeritierte Professorin für Journalistik und Kommunikationswissenschaft und Principal Investigator am Exzellenzcluster für Klimaforschung (CliSAP) an der Universität Hamburg sowie Dr. Birte Fähnrich vom Zentrum für Politische Kommunikation an der Zeppelin Universität und Sprecherin der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

Die Veranstaltung wird vom Institut für Medienforschung der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock in Kooperation mit der International Association for Media and Communication Research (IAMCR) und dem Department für Wissen, Kultur, Transformation (WKT) der Universität Rostock organisiert.

Die Public Lecture ist frei zugänglich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.imf.uni-rostock.de/forschung/kommunikations-und-medienwissenschaft/symposium-current-challenges-to-mediatized-science-communication/

Wissen im Gespräch: Sollten wir nicht alle mehr spielen? (Mai 2018)

Wissen im Gespräch: Sollten wir nicht alle mehr spielen? (Mai 2018)

Spielen bereitet nicht nur Freude, sondern ermöglicht auch einen anderen Blick auf die Welt sowie neue Erkenntnisse. Deshalb ist es als ganzheitliche Methode didaktisch ein Glücksfall. Im Gespräch mit dem Psychiater Ekkehardt Kumbier entwickelt der Philosoph Dr. Christian Klager eine Theorie des Spiels und bedenkt den Menschen als spielendes Wesen.

Die Veranstaltung findet am 02. Mai 2018 in der Buchhandlung Hugendubel (Kröpeliner Str. 41, 18055 Rostock) statt, der Einlass beginnt um 20 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.

Bild und Performanz. Zur Bildlichkeit in der liturgischen Dramaturgie (März 2018)

Bild und Performanz. Zur Bildlichkeit in der liturgischen Dramaturgie (März 2018)

15.-17. März 2018, Institut für interdisziplinäre Bildforschung (ififb); Tagung

Die Welt des Theaters hat sich verändert. Und mit ihr die sie denkende Theorie. Was sich in den letzten beiden Dekaden als „postdramatisches Theater“ erst zaghaft andeutete, ist derzeit dabei, sich durch¬zusetzen und stilistisch die dramaturgische Arbeit im Theater zu verändern. Zeitgleich rückte der in den 90er Jahren im Kontext des ästhetischen Paradigmas geführte Diskurs zur dramaturgischen Gestalt der evangelischen Liturgie erstaunliche Neuentdeckungen ins protestantische Bewusstsein. Inszenierung und Präsenz (Meyer-Blanck), Rolle (Friedrich), Leiblichkeit (Roth), Text (Plüss) und Spiel (Klie) waren fortan die zentralen Kategorien, über die man sich liturgiewissenschaftlich verständigte. Doch wurde bislang weder das „postdramatische Theater“ praktisch-theologisch rezipiert noch führten im engeren Sinne bildtheoretische Überlegungen dazu, die sakrale Theatralität über sich aufzuklären. Wenn im Bild das Sagen und das Zeigen performativ zur Deckung kommen (Belting), dann ist dies auch und gerade für die liturgische Verkörperung von Bedeutung. Dem soll auf dieser Tagung des Rostocker Instituts für interdisziplinäre Bildforschung ifib nachgegangen werden. Im interdisziplinären Gespräch geht es darum auszuloten, wie Bild- und Theatertheorie fruchtbar werden kann für eine spätmoderne Relecture des praktisch-theologischen Theatralitätsdiskurses.

Fachtagung: Bestattung als Dienstleistung [ funderale7 ] (Februar 2018)

Fachtagung: Bestattung als Dienstleistung [ funderale7 ] (Februar 2018)

Rostock, 22.-24. Februar 2018; wissenschaftliche Fachtagung

Bestattungen sind nicht nur ein trauriger Kasus, sondern immer auch ein Anlass, an dem vielfältige Dienstleistungen erbracht werden. Bei kaum einem andren Anlass treten Pietät und Ökonomie, Religions- und Wirtschaftssystem in so engen Kontakt. Eine Grabrede will entworfen werden, aber auch eine Grabstelle erworben. Trost soll zugesprochen werden, aber auch ein Bestattungsunternehmen beauftragt. Diese Tagung will in interdisziplinärer Weite der Frage nachgehen, welche Dynamiken funktionale Dienstleistungen im Falle des Ablebens entwickeln. Wie verändert sich das funerale Setting im Sog fortschreitender Ökonomisierung? Wo werden hier rituelles und seelsorgliches Handeln zu einer religiösen Dienstleistung? Und inwiefern übernimmt im Gegenzug das Bestattungsgewerbe ehedem kirchliche Aufgaben? Die funerale7 setzt die Rostocker Tagungsreihe zur Bestattungskultur fort und wird wieder in Kooperation der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V./Königswinter durchgeführt.