Link: Suche und Kontakt

[Beginn des Inhalts]

Die Veranstaltungen des Departments „Wissen – Kultur – Transformation“

"Philosophie kommt aus der Deckung"

Am Samstag, den 10. Oktober 2015, ging in Rostock das Forum der Deutschen Gesellschaft für Philosophie 2015 zu Ende, das u. a. durch das Graduiertenkolleg "Deutungsmacht" sowie das Department "Wissen – Kultur – Transformation" unterstützt wurde. Über drei Tage waren 150 Besucher den Vorträgen über „Macht und Reflexion“ der 18 aus dem In- und Ausland angereisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefolgt. Ganz im Sinne des Grußworts von Rektor Wolfgang Schareck gelang der Nachweis, dass Philosophie durchaus nicht in der Übersetzung des Unbegreiflichen ins Unverständliche bestehen muss.
Es gab im Gegenteil sehr deutliche Antworten zu hören. "Ja", beantwortete Simone Dietz (Düsseldorf) am Anfang ihres Vortrags dessen Leitfrage, ob das Internet das Nachdenken ersetze. "Nein" beschied Clemens Albrecht (Konstanz) einleitend dem Bedenken, Reflexion sei eine andere Form von Herrschaft. Konrad Ott (Kiel) wiederum verweigerte nach seinem Beitrag über "Migration zwischen Moral und Politik" eine Handlungsempfehlung und wies die entsprechende Forderung einer Besucherin zurück: "Ihrem flammenden Plädoyer möchte ich nicht nachkommen." Vorausgegangen war eine minutiöse Auflistung von ethischen Argumenten und Gegenargumenten, die dem Anspruch auf eine perfekte Sofortlösung der Flüchtlingskrise gedankenreich entgegentrat.  
So unterschiedlich die Analysen der Chancen von Reflexion unter Bedingungen einer sich vielfältig wandelnden Kultur auch ausfielen, ließ sich dennoch ein Konsens feststellen: Es gibt keine Garantie dafür, dass Nachdenken hilft. Trotzdem lohnen sich die Versuche.

"Wo liegt Europa? Zur kulturellen Codierung von Himmelsrichtungen"

Tagung in Rostock vom 24.–26. September 2015
Europa wird als geographischer Ort und als kulturelles Konzept in den aktuellen politischen Debatten um Exklusion und Inklusion von Staaten und Flüchtlingen (neu) konturiert. Die Frage, wo die Zentren und Peripherien Europas liegen, wird ökonomisch, politisch und kulturell über Zuschreibungen von Nord/Süd- und Ost/West-Verhältnissen verhandelt.
Himmelsrichtungen sind kulturgeschichtlich betrachtet kein 'neutraler' Bezugspunkt, sondern sie geben oft über Selbstpositionierungen personaler oder kollektiver Identitäten und über die Verortung des Anderen oder Fremden Auskunft.
Das Anliegen der Tagung war es, die historischen und diskursiven Tiefgründe dieser Zuschreibungen zu erhellen: Inwiefern knüpfen zeitgenössische explizite und implizite Sichtweisen im Zuge der europäischen Positions- und Grenzbestimmungen an kulturelle und insbesondere literarische Codierungen von Himmelsrichtungen in der Vergangenheit an?
Die Beiträgerinnen und Beiträger aus Deutschland, Italien und der Schweiz betrachteten das Thema aus unterschiedlichen (über-)nationalen und historischen Perspektiven von der Antike über das Mittelalter zur Romantik in die Postmoderne. Dabei wurden literarische Texte von Ariost und Petrarca, Olaus Magnus und Giacomo Leopardi, Alessandro Manzoni und Roland Barthes in den Fokus gestellt.
Es galt dabei, Ästhetiken und Poetiken europäischer Blicke von und nach Nord und Süd, Ost und West sichtbar zu machen: Himmelsrichtungen als Wahrnehmung von ins Verhältnis gesetzten Positionen sind kein rein physikalisches, sondern immer auch ein ästhetisches Phänomen.
Eine Publikation der Vorträge, herausgegeben von den Veranstaltern der Tagung, Prof. Sebastian Neumeister und Prof. Stephanie Wodianka, folgt bereits Anfang 2016 in der mehrsprachigen Zeitschrift Babel. Littératures plurielles. 33 (2016) unter dem Titel "Localisations de l’Europe: sémiotiques culturelles des points cardinaux."

"Überwachung und Privatheit: ein Thema, das jeden angeht"

Am 26. und 27. Mai 2015 fand an der Universität Rostock die interdisziplinäre Konferenz "Überwachung und Privatheit in der Ära nach Snowden: Ein Dialog" statt, die im Rahmen des Programms "Forum junge Wissenschaft 2015" der Akademie der Wissenschaften in Hamburg sowie durch das Department "Wissen – Kultur –Transformation" gefördert wurde. An beiden Tagen hörten ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Studierende und Mitarbeiter der Universität Rostock, aber auch zahlreiche externe Gäste – Fachvorträge aus den unterschiedlichsten Disziplinen. Nach der Eröffnungsrede von Roland Jahn, dem Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, kamen die Referenten aus den Bereichen Informatik, Recht, Politik, Philosophie, Soziologie und Wirtschaft untereinander – aber vor allem mit dem interessierten Publikum – ins Gespräch. Die Aktualität des Themas "Überwachung und Privatheit" und die Notwendigkeit eines breiten, öffentlichen Diskurses zeigten sich nicht nur in den vielen, angeregten und anregenden Diskussionen im Saal, sondern auch in den anschließenden Medienberichten.
Nach der Begrüßung der ReferentInnen und der TeilnehmerInnen durch die OrganisatorInnen sprach Frau Kerstin Thurow als lokale Vertreterin der Akademie der Wissenschaften in Hamburg das Grußwort und machte gleich zu Beginn der Veranstaltung die Relevanz des Themas, die Chancen und Risiken des Fortschritts und die damit einhergehende Verantwortung sämtlicher Wissenschaftsbereiche deutlich.
Roland Jahn, verwies in seiner Eröffnungsrede auf die in der Presse des Öfteren gezogenen Vergleiche zwischen den Überwachungsmethoden der NSA und denen des Staatssicherheitsdienstes in der damaligen DDR. Dabei stellte er im Interview mit der Lokalzeitung OZ einen wichtigen Unterschied heraus: "Die Geheimpolizei der DDR [...] hat mit menschenrechtswidrigen Methoden deren Macht gesichert, völlig unkontrolliert. Ein Geheimdienst in der Demokratie hat dagegen die Aufgabe, Menschenrechte zu schützen, und zwar nach demokratischen Regeln und kontrolliert. Wenn das nicht regelgerecht geschieht, müssen die Instrumente der Demokratie eingreifen." (Ostsee Zeitung am 26.5.2015).
Mit Joanna Schmölz, der stellvertretenden Direktorin des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), hörte das interessierte Publikum einen spannenden ersten Vortrag, der die Ergebnisse verschiedener Nutzerstudien anschaulich zusammenfasste. Es wurde erläutert, welche Internetnutzertypen unterschieden werden können, wem seine Daten(-Sicherheit) wichtig oder weniger wichtig ist und ob sich im Anschluss an die Snowden-Veröffentlichungen etwas daran verändert hat. Als einzige Referentin, die repräsentative Ergebnisse zum alltäglichen Umgang der Nutzer mit dem Thema "Überwachung und Privatheit im Internet" vorstellte, stieß Joanna Schmölz somit gleich zu Beginn der Konferenz auf ein reges Interesse im Publikum und begann damit den zweitägigen Dialog zwischen den Vortragenden sowie den TeilnehmerInnen.
Auch die nachfolgenden Referenten, Simon Assion und Carsten Ochs, stießen mit ihren jeweiligen Fachvorträgen auf ein reges Interesse im Publikum und diskutierten im Anschluss mit den interessierten TeilnehmerInnen vor allem über Fragen zu Verantwortlichkeiten der politischen Ebene und Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger im Umgang mit Privatsphäre und Sicherheit im digitalen Zeitalter. Auch während des abschließenden Podiums am ersten Konferenztag ließ die Diskussionsbereitschaft des Publikums nicht nach. So wurden unter der Fragestellung "Wie ist digitale Gesellschaft möglich?" zahlreiche Fragen und Aspekte aus den vorangegangenen Vorträgen aufgegriffen und weitergeführt sowie Standpunkte der einzelnen Teilnehmer auch nach Veranstaltungsende im kleineren Kreis ausgetauscht.
Im Rahmen der Abendveranstaltung in der Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock ließen sich die von Roland Jahn thematisierten Vergleiche zwischen dem Geheimdienst der DDR und den heutigen Geheim- und Nachrichtendiensten erneut aufgreifen. Während des Abendessens und der anschließenden Führung gestaltete Volker Höffer, Leiter der Gedenkstätte, durch einen ständigen Wechsel zwischen fesselnden Anekdoten und nachdenklich stimmenden Fakten einen abschließenden Diskussionsrahmen zum Spannungsfeld zwischen Freiheit und Sicherheit.
Am zweiten Tag referierten Thomas Mundt, Bernhard Taureck und Timo Sackmann und gaben Einblicke in informationstechnische, philosophische und ökonomische Betrachtungsweisen der Überwachungsproblematik. Besonderen Diskussionsbedarf erzeugte Bernhard Taureck mit seiner These einer in den Vereinigten Staaten von Amerika zu verortenden „Überwachungsdemokratie“ und denkbaren Widerstandsmöglichkeiten. Mit der Vorstellung einer zuvor nur wenig beachtete Perspektive auf Privatheit als einem ökonomischen Qualitätsmerkmal gelang es Timo Sackmann, mit dem fachlich heterogenen Publikum über Chancen und Risiken eines solchen Ansatzes zu diskutieren.
Für die abschließende, offene Diskussionsrunde, bei der die Experten der Fachgebiete nochmals Rede und Antwort standen, wurden viele unbeantwortete Publikumsfragen aufgegriffen, die über beide Tage mit Hilfe des webbasierten Live-Feedback-Systems "Tweedback" gesammelt wurden.

"Text – Übersetzung – Buchgewerbe"

Ein interdisziplinäres Kolloquium zu Übersetzungen antiker, mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Dichtung

Am 27. März 2015 hat unter der Leitung von Prof. Dr. Christiane Reitz, Prof. Dr. Ursula Götz sowie Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel in Berlin das Kolloquium "Text – Übersetzung – Buchgewerbe" in Kooperation mit der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (Abteilung Historische Drucke, Gerd-Josef Bötte / Andreas Wittenberg) und dem Wissenschaftsverlag De Gruyter (Dr. Serena Pirrotta / Katharina Legutke) stattgefunden. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit der Problemstellung, dass mittelalterliche und antike Texte zum Bildungskanon gehören und gehörten, aber häufig nur oder überwiegend in Übersetzungen oder in zweisprachigen Ausgaben gelesen werden. Daraus ergibt sich für Wissenschaftler und Verlage gleichsam das Dilemma, Editionen und Übersetzungen in einer Weise zu präsentieren, die bestimmten Bildungserwartungen und Wissenschaftstraditionen entspricht, zugleich aber auch neue Käufer- und Leserkreise zu erschließen. Unter Bezugnahme auf unterschiedliche antike, mittelalterliche und frühneuzeitliche Texte haben sich die Referenten während des Kolloquiums kritisch mit Fragen von editorischen Traditionen und Praxen sowie heutigen Lesererwartungen auseinandergesetzt. Die Veranstaltung knüpfte damit an die Arbeiten an, die im Cluster "Übersetzen" des Departments "Wissen – Kultur – Transformation" geleistet werden.
In einer ersten Sektion widmeten sich die Vorträge antiken Texten, ihren Editionen und Übertragungen. Prof. Philip Hardie (University of Cambridge) referierte einführend zu Übersetzungen von Vergils "Aeneis" und ihrer Rezeption. Der Vortrag von Markus Kersten (Universität Rostock) thematisierte die durch Harry Graf Kessler herausgegebene Edition und Übertragung von Vergils "Eklogen" in der Cranachpresse (1926). Ein besonderer Fokus lag dabei auf den Illustrationen durch Aristide Maillol. Ebenfalls mit antiker Hirtendichtung beschäftigte sich das Referat von Silke Trojahn (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz), die vor allem am Beispiel von "Daphnis und Chloe" einen Einblick in illustrierte Pressedrucke aus dem Bestand der Sammlung Künstlerische Drucke der Staatsbibliothek geben konnte.
Die Edition, Übersetzung und Verbreitung mittelalterlicher Texte stand im Fokus eines zweiten Abschnittes des Kolloquiums: Thomas Klaus Jacob (Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz) zeigte anhand von Bucheinbänden von Editionen und Übersetzungen mittelalterlicher Klassiker (wie z. B. des "Nibelungenliedes") zentrale Entwicklungslinien der industriellen Buchproduktion im 19. und 20. Jahrhundert auf. Aus der Perspektive der Wissenschaftsverlage referierte Prof. Dr. Heiko Hartmann (HTWK Leipzig) anschließend über mittelalterliche Dichtung als verlegerisches Nischenprodukt, dabei strich er insbesondere die Bedeutung zweisprachiger Ausgaben heraus, denen für die Zukunftsfähigkeit bei der Veröffentlichung und Distribution mittelalterlicher Texte eine wichtige Rolle zufalle. Thomas Linke (Universität Rostock) verdeutlichte exemplarisch anhand verschiedener Ausgaben und den beigegebenen Übersetzungen von Wolframs von Eschenbach "Parzival", welche Schwerpunkte in der Übersetzungspraxis seit dem 19. Jahrhundert gesetzt wurden.
Eine letzte Sektion stellte frühneuzeitliche Texte in den Mittelpunkt des Interesses: Prof. Dr. Nikolaus Henkel (Universität Freiburg i. Br.) zeigte anhand des "Narrenschiffs" bzw. der "Stultifera navis" die konzeptionellen Strategien Sebastian Brants in einem Spannungsfeld zwischen Volkssprache und Latein sowie Text und Bild auf. Ergänzt wurden seine Ausführungen schließlich durch Anne Gessing (Universität Rostock), die anhand der Blätter "Von dem Donnerstein" bzw. "De fulgatra" und "De monstroso Ansere" bzw. "Von der zwifaltigen Gans" über die Zweisprachigkeit in der Flugpublizistik Sebastian Brants referierte, auf Unterschiede hinwies und dabei auch Funktionen der Leserlenkung in den Drucken analysierte.
Flankiert wurden die Vorträge von einer Ausstellung am 27./28. März im Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Die präsentierte Sammlung hatte es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die Vorträge illustrierend zu begleiten und materiell die Textzeugen vor Augen zu führen, indem sie mehrheitlich Drucke und einige Handschriften zusammentrug, die in den Vorträgen referenziert wurden.
Das Programm der Veranstaltung mit detaillierten Angaben zu den Vorträgen können Sie hier herunterladen.

Foto: SBB-PK, Carola Seifert
Foto: SBB-PK, Carola Seifert

"Der übersetzte Gott"

Interdisziplinäres Forschungssymposion an der Universität Rostock (Internationales Begegnungszentrum, Bergstr. 7a) vom 9.–11. Oktober 2014.

"Angst vor der Entheiligung" – so überschrieb der Tagesspiegel einen Artikel, der sich mit den Problemen der Übersetzung heiliger Schriften befasst. Darf man Heiliges übersetzen? Oder anders gefragt: Was geschieht bei der Übersetzung Heiliger Schriften? Werden sie dabei wirklich "entheiligt"? Springt der "göttliche Funke" von einer Sprache in die andere über? Oder passiert schlichtweg gar nichts?
Religiöse Texte gehören zu den ältesten Zeugnissen für Übersetzungsarbeit überhaupt. Seit Jahrtausenden wird Religion immer wieder in philologischer, inhaltlicher und formaler Perspektive übersetzt. Fremde Glaubensinhalte werden adaptiert, transformiert, aktualisiert und akzentuiert. Die Gründe hierfür sind so vielschichtig wie die Landschaft der Religionen selbst. Doch wo liegen die Grenzen der Übersetzbarkeit von Religion? Wo liegen die Grenzen der Sprache beim Übersetzen des Heiligen? Welche Rolle kommt dabei dem Übersetzer zu? Ist er Offenbarer oder Lästerer?
Diesen und anderen Fragen stellte sich das interdisziplinäre Forschungssymposion unter dem Titel "Der übersetzte Gott", das vom 09.-11.10.2014 an der Universität Rostock stattfand. Auf Einladung von Prof. Dr. Martin Rösel (Theologische Fakultät) und Melanie Lange (Interdisziplinäre Fakultät) beleuchteten Wissenschaftler u.a. aus Rostock, Greifswald, Zürich, Münster, Halle und Chapel Hill/North Carolina das Thema aus ihrer je eigenen Disziplin. Als Vertreter der Fachgebiete Theologie, Religionswissenschaft, Kunstgeschichte, Sprachwissenschaften, Ägyptologie, Literatur- und Kulturwissenschaft suchten sie im Internationalen Begegnungszentrum Rostock gemeinsam nach möglichen Antworten auf die Frage nach der Übersetzbarkeit von Religion.
Besonderes Interesse zog der Vortrag des islamischen Theologen Prof. Mouhanad Khorchide auf sich, der die Frage aufwarf "Kann Gott barmherzig und zugleich gerecht sein?" Als Lehrstuhlinhaber am Zentrum für Islamische Theologie in Münster und Verfechter einer liberalen Interpretation des Islam ist Khorchide nicht unumstritten. Mit seiner Überzeugung, dass der Islam eine Religion der Barmherzigkeit ist, leistet er ebenfalls eine wichtige Übersetzungsarbeit. Denn der Begriff "Barmherzigkeit" ist im deutschen Sprachraum nachhaltig durch Vorstellungen aus der Lutherbibel geprägt.
Die Veröffentlichung der Beiträge in Form eines Tagungsbandes ist für den Herbst 2015 geplant. Den Flyer mit vollständigem Programm finden Sie zum Download als PDF hier.

"Mythen der Moderne: Inflation, Vernetzung, Kanon"

Tagung vom 02.04. Oktober 2014 an der Universität Rostock, Internationales Begegnungszentrum (Bergstraße 7a), organisiert von Prof. Dr. Stephanie Wodianka und Juliane Ebert (Institut für Romanistik).

Die Tagung setzt sich zum Ziel, das Mythische in der Moderne nicht nur als inflationäres Phänomen zu betrachten, sondern den Fokus auf seine Haltbarkeit zu legen. Die Vernetzungsstrukturen moderner Mythen untereinander sowie ihre mögliche Kanonisierung wurden bisher kaum ins Blickfeld der Forschung gerückt.
Wie verhält sich die scheinbare Inflation des Mythischen in der Moderne zu dessen Kristallisationen und Konjunkturen bis hin zur Dauerhaftigkeit? Kann man Prognosen über die Haltbarkeit moderner Mythen abgeben? Bedürfen moderne Mythen eigentlich der Kanonisierung (in welchem Sinne) und wenn ja, welche Institutionen, Medien, Diskurse, ästhetische Strategien oder historische Konstellationen tragen dazu bei?
Damit verbunden ist das Interesse an den Verbindungen und Zusammenhängen zwischen Mythen der Moderne. Lassen sich Cluster mythischer Erzählungen ausmachen, die sich wechselseitig stabilisieren, gibt es Mythenkomplexe, in denen sich mythische Figuren, Orte, Ereignisse, Konzepte, Dinge kristallisierend binden? Ist das Mythische in der Moderne durch Verweisstrukturen geprägt, die damit etwa die familiären Verflechtungen antiker mythischer Figuren und Orte der Antike imitieren oder kompensieren?

Den Flyer mit dem detaillierten Tagungsprogramm können Sie hier herunterladen, das Plakat finden Sie hier.

"Wil gi horen enen sanck? – Auf dem Weg zur Neuedition des 'Rostocker Liederbuchs'"


Öffentliches Konzert im Rahmen der Ausstellung "Speicher des Wissens. 444 Jahre Universitätsbibliothek" und des Kolloquiums "Wil gi horen enen sanck? – Auf dem Weg zur Neuedition des 'Rostocker Liederbuchs'" (15. bis 16. November 2013).
15.11.2013, 20 Uhr, Universitätskirche Rostock, Klosterhof 6, 18055 Rostock


Es ist mehr als 500 Jahre alt und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der niederdeutschen Kultur - das in der Universitätsbibliothek Rostock aufbewahrte "Rostocker Liederbuch". Vor fast genau 100 Jahren wurde es vom Bibliothekar der Universität, Dr. Bruno Claussen, in Einbänden der Bibliothek Herzog Johann Albrechts entdeckt.

Das "Rostocker Liederbuch" wirft auch heute noch spannende Fragen für die Forschung auf: Am 15. und 16. November diskutieren Wissenschaftler aus England, der Schweiz und Deutschland im interdisziplinären wissenschaftlichen Kolloquium "Wil gi horen enen sanck?" den Weg zu einer Neuedition des "Rostocker Liederbuches", die derzeit unter der Leitung von Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel (Institut für Germanistik) und Prof. Dr. Hartmut Möller (Hochschule für Musik und Theater Rostock) erarbeitet wird.

Zugleich lassen Studierende der Hochschule für Musik und Theater die Lieder lebendig werden. Anfang Dezember wird eine CD mit ausgewählten Stücken aus dem Liederbuch im Hinstorff-Verlag erscheinen. Aber bereits am 15. November um 20 Uhr besteht für eine breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, die neuen Liedeinspielungen live zu hören. Unter der Leitung von Prof. Holznagel und Prof. Möller findet in der Universitätskirche ein einzigartiges Gesprächskonzert statt. Gut ein Drittel der Stücke werden erklingen, ferner wird es zu allen Liedern eine Einführung geben. Der Eintritt ist frei, doch wird um eine Spende zugunsten der Restaurierung des Nonnenaltars in der Universitätskirche gebeten.

Aus diesem besonderen Anlass wird schließlich auch das kostbare Original für wenige Tage öffentlich zu sehen sein: Das Manuskript wird vom 15. bis 24. November 2013 im Rahmen der Ausstellung "Speicher des Wissens" im Kulturhistorischen Museum Rostock präsentiert. Am Sonntag, dem 17. November um 11 Uhr, berichtet der Direktor der Universitätsbibliothek, Robert Zepf, in einer öffentlichen Führung über die bedeutende Entdeckung seines Vorgängers Bruno Claussen.

 

Das in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts im Umkreis einer niederdeutschen Universität entstandene "Rostocker Liederbuch" zählt zu den wichtigsten Quellen für die anonyme deutsche Lyrik des 15. Jahrhunderts, speziell des norddeutschen Raumes. Diese zentrale Dokument einer norddeutschen Literatur- und Musikkultur wurde als Ergebnis vieler Jahre Forschung Ende Oktober 2013 aufgenommen; die dazu gehörende CD erscheint Anfang Dezember.

Detaillierte Informationen finden sich unter www.rostocker-liederbuch.de.

Die Veranstaltung wird moderiert von Franz-Josef Holznagel und Hartmut Möller. Der Eintritt ist frei.

Tagung "Kampf um Wissen – Spionage, Geheimhaltung und Öffentlichkeit zwischen Nationalstaat und Globalisierung (1870-1940)"

Tagung
14. & 15.11.2013
Internationales Begegnungszentrum Rostock, Bergstraße 7a, 18057 Rostock

Seit je waren Herrschaftseliten bestrebt, politisch relevantes Wissen über spezifische Themenbereiche zu sammeln und geheim zu halten. Mit der Schaffung staatlicher Geheimdienste im 19. und frühen 20. Jahrhundert avanciert die Spionage als eine spezifische Form der Wissensbeschaffung zu einer ebenso professionellen wie gefürchteten Technik.
Mit dieser Professionalisierung der staatlichen Wissensbeschaffung kontrastiert eine Entwicklung, die sich parallel dazu entfaltet: der Aufstieg der Massenmedien zur "Vierten Gewalt". Im Akt der Veröffentlichung und Enthüllung werden Medien damit auch zu Gegenspielern der Geheimdienste.

Die Tagung "Kampf um Wissen – Spionage, Geheimhaltung und Öffentlichkeit zwischen Nationalstaat und Globalisierung (1870-1940)" – die vom 14. bis 15. November 2013 an der Universität Rostock stattfindet – möchte diese Transformation der Akquise geheimen Wissens unter den Bedingungen einer expandierenden Öffentlichkeit beleuchten und dabei über das Feld einer nationalstaatlich fixierten Geheimdienstgeschichte hinausgehen.

Auf drei Fragen soll das Hauptaugenmerk gelenkt werden:
1. Welche Institutionen bildet der Nationalstaat zur Wissensakquise aus? Welche Akteursgruppen sind daran beteiligt? Welche Praktiken und Medien kommen dabei zum Einsatz?
2. Nach welchen Kriterien vollzieht sich die Kategorisierung von relevantem und sensiblem Wissen? Welche Wissensbereiche treten zu welcher Zeit und warum in den Bereich des Geheimwissens hinzu, welche verlieren diesen Status?
3. Welche Rolle spielen Massenmedien und Öffentlichkeit? Wie wird die Notwendigkeit einer Sphäre des Geheimwissens zeitgenössisch begründet/legitimiert, wie ihre Negation im Akt des Öffentlichmachens (etwa durch Journalisten), politisch, juristisch aber auch literarisch bewertet und sanktioniert ("Landesverrat")?

Die Tagung ist interdisziplinär ausgerichtet und an der Schnittstelle zwischen Geschichts-, Medien-, Literaturwissenschaft und Soziologie angesiedelt.

Die Veröffentlichung eines Tagungsbandes ist geplant. Organisiert wird sie von den Stipendiaten des Departments "Wissen – Kultur – Transformation", Robert Radu und Lisa Medrow, sowie vom Doktoranden Daniel Münzner.
Das vollständige Programm finden Sie zum Download als PDF hier.

"Klar und gewaltiglich verdeutschen."

Workshop zur Durchsicht der Luther-Bibel
16. & 17.10.2013
Internationales Begegnungszentrum Rostock, Bergstraße 7a, 18057 Rostock

Im Vorfeld der EKD-Tagung "Was Dolmetschen für Kunst und Arbeit sei – Die Luther-Bibel und andere deutsche Bibelübersetzungen" bietet die Universität Rostock allen an der Durchsicht der Luther-Bibel beteiligten Kollegen einen Übersetzer-Workshop an, der gezielt die Kompetenzen zur kritischen Durchsicht der eigenen Übersetzungsarbeit stärken möchte. Für diese Aufgabe konnten drei mehrfach preisgekrönte Übersetzer gewonnen werden, die seit Jahren als literarische Übersetzer und darüber hinaus regelmäßig als Dozenten in Übersetzerfortbildungen aktiv sind. Es handelt sich um:

  • Rosemarie Tietze. Auf ihre Initiative hin wurde 1997 der Deutsche Übersetzerfonds (DÜF) gegründet; sie leitete ihn auch die ersten zwölf Jahre seines Bestehens. Derzeit hat sie an der Freien Universität Berlin die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung inne.
  • Thomas Brovot. Er ist seit 2009 Vorsitzender des Deutschen Übersetzerfonds und koordiniert die Fortbildungsarbeit der literarischen Übersetzer.
  • Andreas Tretner. Er war zuletzt "Translator in Residence" an der Universität Tübingen.

Gemeinsam mit den Teilnehmern des Workshops werden die drei Referenten – ausgehend von Textstellen aus der laufenden Durchsicht der Luther-Bibel – Techniken einüben, wie man z.B. Syntax, Metaphorik und Bildlichkeit sowie Klangfiguren in Bezug zu den Bedeutungsebenen des Textes mit System bearbeitet, ohne dabei den Überblick (und die Nerven) zu verlieren.
Ziel ist es, Arbeitsmethoden zu vermitteln, mit denen man von richtigen zu richtigen und guten Übersetzungslösungen gelangt. Oder, um es mit Luther zu sagen, wie man "klar und gewaltiglich verdeutscht".
Der Workshop wird in Kooperation mit Prof. Dr. Albrecht Buschmann und Prof. Dr. Martin Rösel organisiert.
Das Programm finden Sie hier als PDF zum Download.

Albrecht Buschmann ist Professor für Romanische Literaturen an der Universität Rostock und leitet eine Forschergruppe zur Fragen des Übersetzens. Er ist Herausgeber des Bandes Gutes Übersetzen. Neue Perspektiven für Theorie und Praxis des Literaturübersetzens. Berlin, Akademie-Verlag 2013 (im Druck).
Martin Rösel ist Mitglied im Lenkungsausschuss der EKD zur Durchsicht der Lutherbibel und ist verantwortlich für die Koordination der Durchsicht und Neuübersetzung der Apokryphen.

Weitere Informationen unter http://www.theologie.uni-rostock.de/index.php?id=luther

Symposium "Travel, Agency, and the Circulation of Knowledge"

 

Vom 5. bis 7. September 2013 lädt das DFG-Graduiertenkolleg "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs" der Universität Rostock zu seinem siebten internationalen und interdisziplinären Symposium ein: "Travel, Agency, and the Circulation of Knowledge."

Ziel der Konferenz ist es, Experten aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen und Ländern zusammenzuführen, deren Forschung sich mit der Geschichte und Darstellung von Kulturkontakten beschäftigt. Das zentrale Thema des diesjährigen Symposiums ist die Verknüpfung von "Reise" und "Wissenschaft".
Es soll unter anderem untersucht werden, welchen Einfluß das Reisen seit dem Mittelalter und die davon ausgelösten Kulturkontakte auf die Entwicklung von Wissen allgemein und insbesondere von wissenschaftlichen Diskursen hatten.

Die Konferenz wird eröffnet vom international renommierten Humboldt-Forscher Ottmar Ette (Potsdam) mit einem Vortrag zum Thema "Landscapes of Theory. Travel and Life Knowledge." Die im Titel bereits enthaltene Frage nach der Verortung von Wissen und den Routen, die Wissen zwischen den Kulturen in der Geschichte beschritten hat, wird auch andere Vorträge und Diskussionen in den kommenden zwei Tagen prägen.
Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat immer wieder auf die Ambivalenz des Blicks der Reisenden hingewiesen – auf einen Konflikt zwischen romantischen Erwartungen und Vorstellungen einerseits und der oftmals prekären Realität andererseits. Die postkoloniale Forschung interessiert sich zudem für die Perspektive der "Bereisten". Einige von diesen haben ihrerseits europäische Länder kennengelernt und ihre Erfahrungen dokumentiert.

Neben realen Reisen bildet das Reisen auch eines der ältesten literarischen Motive – angefangen beim Gilgamesh-Epos und der Odyssee bis hin zur klassischen Reiseliteratur der Moderne und Postmoderne. Reisen bildet, und wer eine Reise macht, hat etwas zu erzählen: Nicht zuletzt agieren Reisende seit Jahrtausenden als wichtige Träger von Informationen und haben kulturelle Kontakte hergestellt. Obwohl sie oftmals im Verdacht standen, in ihren Erzählungen der Verlockung fantasievoller Übertreibung oder gar Erfindung zu erliegen, gehören ihre Erfahrungen, Bilder und Texte weltweit zu den zentralen Bestandteilen kultureller Imaginationen.

Neben Prof. Ette werden weitere hochkarätige Reiseforscher/-innen in Rostock das Wort ergreifen – unter ihnen Tim Youngs, Herausgeber der Zeitschrift Studies in Travel Writing, der deutsche Romanist und Reiseliteraturexperte Friedrich Wolfzettel und Mary B. Campbell, Autorin der klassischen Studie "The Witness and the Other World".
Angesichts des diejährigen Seume-Jubiläums darf auch dieser zu Unrecht marginalisierte Autor nicht fehlen: Rupert Gaderer wird sein Andenken mit einem Vortrag über Seumes Bericht "Spaziergang nach Syrakus" lebendig halten, indem er verrät, welche geheimnisvollen "Dinge" Seume in seinem "Rucksack" mit sich trug.

Die Konferenz, deren Ergebnisse publiziert werden, findet auf Englisch statt. Besucher sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an: andrea.zittlau(at)uni-rostock.de.

Das Programm finden Sie hier zum Download als PDF.


Organisation:
Prof. Dr. Gesa Mackenthun
Prof. Dr. Stephanie Wodianka
Institut für Anglistik/Amerikanistik
Graduiertenkolleg "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs"

Universität Rostock
August-Bebel-Straße 28
18051 Rostock
Ph.: +49 (0)381-498 25 86/25 95/mobile: +49-(0)162-691 88 93


Kontakt:
Dr. Andrea Zittlau: andrea.zittlau(at)uni-rostock.de
Web: http://www.gk-kulturkontakt.uni-rostock.de/aktuelles/

 

 

Visuelle Philosophie



Tagung des Forschungsclusters "Medienwandel in den Wissenschaften"
(Department "Wissen – Kultur – Transformation" der Universität Rostock).
Ansprechpartner: Hanno Depner
18./19. April 2013, Internationales Begegnungszentrum (IBZ), Bergstraße 7a, 18057 Rostock

 

 

Am 18. und 19. April 2013 fand im IBZ Rostock die interdisziplinäre Tagung "Visuelle Philosophie" statt. Im – trotz Frühlingswetter – gut gefüllten Seminarraum wurden  in angeregter Atmosphäre aktuelle Visualisierungskonzepte der Philosophie im Gefolge des "iconic turn" vorgestellt: im Fokus der Vorträge und Diskussionen standen die ästhetischen, didaktischen, kritischen und epistemischen Aspekte visueller Philosophie. Zu den 15 eingeladenen Sprechern gehörten Akteure der Bildtheorie sowie der künstlerischen und pädagogischen Praxis. Eine Posterausstellung begleitete die vom Department "Wissen - Kultur - Transformation" und von der Graduiertenakademie der Universität Rostock geförderte Tagung. Eine Publikation der Vorträge in einem Sammelband wird derzeit vorbereitet.

DAS PROGRAMM:

 

Donnerstag, 18. April

  • 15:15 Begrüßung und Vorstellung des Departments "Wissen – Kultur – Transformation"
    Prof. Dr. Stephanie Wodianka [Rostock]
  • 15:25 Begrüßung und Einführung in das Symposium
    Hanno Depner, M.A. [Rostock]
  • 15:35 Eröffnungsvortrag: Neue Medien in der Wissenschaft
    Prof. Dr. Elizabeth Prommer [Rostock]

Panel 1: Aktuelle Visualisierungskonzepte

  • 16:10 Prof. Dr. Franz-Peter Burkard [Würzburg]
    Der dtv-Atlas Philosophie
  • 16:30 Kaffeepause
  • 17:00 Hanno Depner, M.A. [Rostock]
    Modell, Bild, Performance. Drei Gestaltungsaspekte des Buch-Bausatzes "Kant für die Hand"
  • 17:20 Matthias Warkus, M.A. [Marburg]
    Philosophievisualisierung im Museumsparadigma (Philosophiemuseum)
  • 17:40 Dr. Peter Bernhard [Erlangen]
    Optik des Denkens (Logische Diagramme)
  • 18:00 Dr. Veronika Reichl [Berlin]
    Animationsfilme zu philosophischen Texten
  • 18:20-19:30
    Diskussion (Moderation: Prof. Dr. Elizabeth Prommer [Rostock])
  • 20:00 Abendessen


Freitag, 19. April

Panel 2: Didaktik

  • 09:30 Florian Wobser, M.A. [Rostock]
    Audiovisuelle Essays von Alexander Kluge im Philosophieunterricht
  • 09:50 Dr. Susanne Nordhofen [Offenbach]
    Kunst als Weise der Welterzeugung: Nelson Goodmans Theorie und ihre didaktischen Potentiale
  • 10:10 Prof. Dr. Steffen Peter Ballstaedt [Gelsenkirchen]
    Text und Bild: ein didaktisches Traumpaar
  • 10:30-11:20
    Diskussion
    (Moderation: Prof. Dr. Heiner Hastedt [Rostock])
  • 11:30 Brunch

Panel 3: Bild- & Gestaltungstheorien

  • 13:00 Dr. Sabine Ammon [Basel]
    Epistemische Bildstrategien in Entwurfsprozessen
  • 13:20 Prof. Dr. Tomas Sodeika [Vilnius]
    Zur Medienkonkurrenz in der Philosophie: Wort vs. Bild
  • 13:40 Dr. Isabel Seliger [Berlin]
    Buddhistische Metaphysik als Metapher, Performance und Algorithmus: Visualisierungen des Avatamsaka Sutra
  • 14:00 Prof. Dr. Dieter Mersch [Potsdam]
    Sichtbarmachen
  • 14:30-15:30
    Diskussion
    (Moderation: Hanno Depner, M.A. [Rostock])

Veranstaltungen des Graduiertenkollegs „Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs“

Hauptanliegen des Graduiertenkollegs "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs" ist es, die empirische Erforschung von Phänomenen des Kulturkontakts mit Reflexionen über Entwicklungen in den wissenschaftlichen Diskursen zur Beschreibung und Analyse von Kulturkontakten zu verbinden.
Diese Verknüpfung praktischer Forschung und theoretischer Überlegungen soll einen interdisziplinären Dialog über die wissenschaftshistorischen und wissenschaftstheoretischen Bedingungen unserer Erforschung von Kulturkontakten ermöglichen sowie innovative methodische Ansätze für die Beschreibung von Kulturkontakten disziplinübergreifend entwickeln und vermitteln.

Ein Großteil der Mitglieder des Departments sind ebenfalls Mitglied bzw. Kollegiat des Kollegs.
Mehr zum Kolleg unter http://www.gk-kulturkontakt.uni-rostock.de/

[Ende des Inhalts]

Zusatzinformationen

Nach oben